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Tusem: Neustart im Nordosten

03.02.2012 | 18:50 Uhr
Tusem: Neustart im Nordosten
In Schwerin am Ball: Tusem-Kapitän André Kropp. Foto: Michael Gohl/WAZ FotoPool

Handball-Zweitligist Tusem beendet an diesem Samstag die Hinrunde mit dem Auswärtsspiel beim SV Post Schwerin (17 Uhr, Kongresshalle). „Es ist schon so etwas wie eine neue Standortbestimmung“, sagt Tusem-Trainer Maik Handschke und verweist auf die sechs Wochen ohne Punktspiel-Praxis. Ein Neustart im Nordosten – vom dritten Tabellenplatz aus.

In den vergangenen sechs Wochen hat sich beim Tusem auch ohne Meisterschaftsspiel einiges getan. Zum einen wurden die Weichen mit einigen Vertragsverlängerungen für die Zukunft gestellt (wir berichteten) – weitere sollen noch folgen. Zum anderen wurde der 18-jährige Julius Kühn vom Liga-Konkurrenten HSG Düsseldorf verpflichtet. Und dann meldete sich auch Kapitän André Kropp nach seiner Fußverletzung wieder einsatzbereit. Bis auf Linksaußen Felix Handschke, der nach seinem Kreuzbandriss wohl noch zwei, drei Wochen bis zu seinem ersten Einsatz braucht, hat Maik Handschke für die Tour in seinen mecklenburg-vorpommerschen Geburtsstadt seinen kompletten Kader zur Verfügung. „Dennoch wird es bei den heimstarken Schwerinern schwer“, sagt Maik Handschke. Und das will er nicht als Höflichkeitsfloskel verstanden wissen. „Der Schweriner Rückraum hat mit Moritz Weltgen, Sven Thormann, Konstantinos Chantziarias und Ingo Heinze hat eine hohe Qualität“, lobt Maik Handschke. Auf seine Abwehr, mit bisher 451 Gegentore die zweitbeste der Liga, konnte sich der 45-jährige Tusem-Trainer aber in den bisherigen 18 Spielen verlassen. Das soll in Schwerin so bleiben. „Vorne müssen wir lange Positionsangriffe spielen und auf die Chancen warten“, fügt Handschke hinzu.

Erfreulich registriert Tusems Übungsleiter, dass sich ihm nach der EM-Pause personelle Alternativen bieten. „Julius ist individuell sehr stark und hat einen harten Wurf“, beschreibt Handschke die Trainingseindrücke des 18-jährigen Jugend. Nationalspielers Julius Kühn. „Und er ist lernwillig“, fügt Maik Handschke hinzu. Und an seine Rolle im Essener Spielsystem muss er sich erst einmal einfinden. In Schwerin wird der „Neue“ daher zunächst nur zu punktuellen Einsätzen kommen.

Wie man an der Ostsee gewinnt, hat übrigens der Tabellenzweite TV Neuhausen vor einer Woche mit dem 31:26-Erfolg vorgemacht. Nachahmung erlaubt. Es wäre der siebte Auswärtssieg der Saison für den Tusem – so viel wie schon lange nicht mehr.

Dietmar Mauer

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