Tusem mit toller Energieleistung zum 31:31 gegen Rostock

Es wurde hart gerungen: Tusem-Kapitän Paul Trodler mit dem Rostocker Jens Dethloff.
Es wurde hart gerungen: Tusem-Kapitän Paul Trodler mit dem Rostocker Jens Dethloff.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Vorletzter Spieltag in der 2.Handball-Bundesliga. Die Saison ist so gut wie gelaufen für den Tusem und Empor Rostock, denn beide Teams hatten sich zuvor aus dem Abstiegsstrudel befreit. Aber sie gelobten noch einmal Einsatz und Willen, voll Kraft voraus. Und die Protagonisten hielten Wort.

Vorletzter Spieltag in der 2.Handball-Bundesliga. Die Saison ist so gut wie gelaufen für den Tusem und Empor Rostock, denn beide Teams hatten sich zuvor aus dem Abstiegsstrudel befreit. Aber sie gelobten noch einmal Einsatz und Willen, voll Kraft voraus. Und die Protagonisten hielten Wort und unterhielten das Publikum bis zur allerletzen Sekunde. Da setzte Linksaußen Tobias Schetters, der auch mit dem 1:0 den Anfang gemacht hatte, mit seinem achten Treffer den Schlusspunkt hinter einer spannenden Geschichte, die für die Gastgeber ein kleines Happy End bereit hielt. Der Tusem hatte sich mit einer famosen Energieleistung mit dem 31:31 (15:19) noch einen Punkt verdient.

Heimstärke? Die Vorzeichen sprachen nicht unbedingt für die Essener. Die Rostocker hatten zuletzt einen Lauf und 9:1-Punkte geholt. Der Tusem hatte zwar zuletzt ebenfalls zweimal gewonnen, aber an diesem Abend musste er eine ziemlich abgespeckte Zweitliga-Mannschaft aufs Feld schicken. Dass Szczesny (Knie), Hansen (Rücken) und Lindt (Handgelenk) ausfallen würden, war klar. Aber Lasse Seidel (Leiste) und Torhüter Donderis Vegas (Sprunggelenk) fehlten ebenfalls, sodass der Talentschuppen von der Margarethenhöhe Ausgang bekam. Einer davon ist Tobias Schetters (23), bei Altendorf 09 (!) ausgebildet, ist er normalerweise Leistungsträger in der Oberliga. Diesmal spielte er in der 2.Liga auf Linksaußen fast über 60 Minuten durch und war schließlich der erfolgreichster Werfer seines Teams.

Auch wenn es für beide Seiten nur noch um Ehre und ein wenig Tabellenkosmetik geht, legten sie sich mächtig ins Zeug. Es entwickelte sich ein intensives Duell, nicht hochklassig, aber voller Kraft und Energie. Auch die Schiedsrichter blieben davon nicht unbeeindruckt und heizten mit einigen Entscheidungen die hitzige Stimmung zusätzlich auf.

Der Tusem, der nur in Trodler und Hegemann zwei Routiniers aufbot, lag über weite Strecken des Spiels zurück, mit vier Toren zur Pause. Aber die Hausherren wehrten sich, gaben nie auf und hielten Anschluss. Vor allem behielt der Tusem die Nerven. Auch in der letzten Minute. Zunächst waren die Essener in Unterzahl nach der dritten Zeitstrafe gegen Hegemann. Dann musste auch der Rostocker Wetzel auf das Sünderbänkchen. Noch zwanzig Sekunden. Dragunski nahm den Torhüter heraus und brachte in Schlüter einen zusätzlichen Feldspieler. Der letzte Zug war fein durchdacht. Schetters machte von Außen das 31:31. Jubel und Applaus.

Tusem -
Empor Rostock 31:31 (15:19)

Tusem: Bliß, Heißenberg (n.e.) - J.Ellwanger (7), Schlüter, Hegemann (4), Ridder, Schetters (8), Keller (2), Hornyak (6/5), Trodler (3), Mürköster (1), Zobel (n.e.), Leisen (n.e.).

Rostock: Kominek, P.Porath - Becvar (2), Dethloff (4), Gruzka (4), Hövels (2), Hruscak (3), Meuser, Papdopoulos (2), Sadewasser, Wetzel (13/4), Zemlin (1).

Schiedsrichter: R. + S. Thiyagarajah.

Zuschauer: 1826.

Strafminuten: 6/10. Siebenmeter: 5/ 6 - 4/4.
Bes. Vorkomnnis.:
Rot gegen Sadewasser (Rostock/ 55., Foulspiel ), Disqualifikation: Hegemann (Essen/ 59., 3x2 Min.).

Spielfilm: 3:1 (5.), 4:4 (9.), 4:7 (11.), 8:9 (16.)10:11 (20.), 12:12 (22.), 13:15 (27.), 15:19 (30. Hz.) - 19:22 (36.), 22:22 (40.), 26:26 (49.), 28:29 (53.), 30:30 (59.), 31:31 (60.).