Tusem ist Deutscher Vizemeister

Maximilian Strunk (hier gegen Flensburg) scheiterte mit dem Tusem nur knapp an den Füchsen Berlin.
Maximilian Strunk (hier gegen Flensburg) scheiterte mit dem Tusem nur knapp an den Füchsen Berlin.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die B-Junioren des Tusem mussten sich bei der DM-Endrunde auf der heimischen Margarethenhöhe Berlin im Finale geschlagen geben. Ein gebürtiger Essener jubelte trotzdem.

Tusem - Füchse Berlin 21:25 (11:15). „Wenn wir gegen den Tusem ins Endspiel kommen sollten, werden wir auch Deutscher Meister“, hatte Bob Hanning nach dem glatten 35:23-Sieg im Halbfinale über die TVG Junioren Akademie Großwallstadt prognostiziert. Der Füchse-Manager behielt Recht.

Nach 2010 und 2013 feierten die Berliner mit dem 25:21 (15:11)-Sieg im Endspiel des RWE-Final4 gegen Ausrichter Tusem ihren dritten Titel mit der B-Jugend. Rang drei belegte die TVG Junioren Akademie Großwallstadt durch einen 33:31-Erfolg nach Verlängerung gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Vor 800 Zuschauern in dem ausverkauften Hexenkessel auf der Margarethenhöhe hatten die Berliner den besseren Start. Gut eingestellt von Trainer Roy Kalweit sowie mit der moralischen Unterstützung von Manager Bob Hanning, den es trotz des EHF-Cups seiner Füchse gegen Hamburg zur Jugend zog, überraschten die Gäste aus der Hauptstadt den Tusem mit einer offensiven Abwehr. Nach dem 6:1 zog der Essener Trainer Marvin Leisen die grüne Karte und stellte sein Team neu ein. Die Abwehr wurde sicherer und der Angriff um den Spielmacher David Bleckmann kam durch schnelle Gegenstöße zu Erfolgen. Getragen auch von den Rängen war das intensive Finale mit dem 7:5 nach elf Minuten wieder offen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch voller Emotionen. Beim 12:11 deutete sich eine Wende an. Die Füchse fanden jedoch immer wieder eine Antwort, sorgten bis zum Wechsel für ein deutliches Zeichen und gaben die Führung nicht ab. Über 18:13 und 20:16 sorgten sie mit dem 24:18 für die endgültige Entscheidung.

Sowohl Essens Erster Bürgermeister Rudolf Jelinek als auch Christian Schwarzer fanden lobende Worte. „Es war ein tolles Endspiel mit zwei sehr starken Teams. Der Tusem hat das Turnier hervorragend organisiert“, so der Weltmeister und DHB-Jugendkoordinator.

Hanning wiederholt seine persönliche Erfolgsgeschichte

Während Tusem-Coach Marvin Leisen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, nahm Bob Hanning Glückwünsche von allen Seiten an seiner ehemaligen „Arbeitsstätte“ entgegen. „In dieser Halle bin ich vor 20 Jahren mit der A-Jugend des Tusem bereits Meister geworden. Es ist sehr schön, dass ich diesen Erfolg auf der Margarethenhöhe noch einmal wiederholen konnte“, verabschiedete er sich in Richtung Berlin.

Füchse Berlin: Niclas Köllner, Marc Ferjan; Yannik Pust (2), Felix Butzke (1), Sebastian Butzke, Kuno Schauer, Marc Schmitz (2), Mex Raguse (6), Leon Wellner (1), Toni Schäl (2), Tim Matthes (1), Jakob Knauer (3), Corven Krenke (3), Julius Schröder (4).

Tusem: Valentin Bieber, Julian Borchert; Maurice Meurer (1), Jan Schiffmann (2), Sebastian Rinus, Maximilian Strunk, Niklas Ingenpass, Tom Oehl (9), Felix Kaeser (4), Dominik Meissner, David Bleckmann (3), Niclas Schmidt, Niklas Rolf, Verio Ahrens (2).

Tusem - SG Flensburg-Handewitt 34:28 (15:7). Der Essener Nachwuchs sorgte im Halbfinale bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Die Norddeutschen wurden in der Anfangsphase regelrecht vom Essener Angriffswirbel überrollt. „Die ersten 20 Minuten waren unsere stärkste Saisonleistung“, freute sich Trainer Marvin Leisen über den Finaleinzug.

Tusem: Bieber, Borchert; Rolf, Meurer (5), Rinus, Ingenpass (1), Oehl (5), Kaesler (3), Bleckmann (9), Schmidt, Meissner (2), Strunk (3), Schiffmann (2), Ahrens (4).