Tusem ganz schwach in Dormagen

Justin Mürköster (links, hier eine Szene aus dem Spiel gegen Neuhausen) und der Tusem konnten sich in Dormagen dem Druck der Gastgeber nicht entziehen.
Justin Mürköster (links, hier eine Szene aus dem Spiel gegen Neuhausen) und der Tusem konnten sich in Dormagen dem Druck der Gastgeber nicht entziehen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach den guten Auftritten zuletzt hatte sich Handball-Zweitligist Tusem auch in Dormagen viel vorgenommen, am Ende kassierte das Team eine klare 25:30-Niederlage.

Bayer Dormagen -
Tusem 30:25 (16:8)

Dormagen: Genz, Bartmann; Bettin (5/1), Genz (2), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar, Doetsch (6), Kübler (7), Damm, Noll (3), Marquardt (2), Arnaud (1), Basic (4/1). Tusem: Bliß, Donderis Vegas; Ellwanger (2), Schlüter, Keller, Hegemann (6/3), Hansen, Seidel (5/2), Lindt (1), Hornyak (5), Szczesny (2), Ridder (1), Trodler (2), Mürköster (1).
Strafminuten: 8 – 10.
Siebenmeter: 5/6 – 2/3.
Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic.
Zuschauer: 1709.

Das war nichts. Handball-Zweitligist Tusem hatte sich für das Derby in Dormagen einiges vorgenommen. Zwischen Theorie und Praxis lagen am Donnerstagabend aber Welten. „Es war mit unser schlechtestes Saisonspiel. Wir haben dem Druck nicht standgehalten und wurden von den Dormagenern förmlich überrannt“, musste Tusem-Trainer Mark Dragunski nach den 60 Minuten an der Römerziegelei konstatieren. Da tröstet es nicht, dass die Essener im „ewigen“ Vergleich weiterhin klar vorne liegen. Im 33. Aufeinandertreffen beider Klubs in der langen gemeinsamen Handball-Geschichte war es erst der zehnte Sieg der abstiegsbedrohten Dormagener – wenn auch ein ganz wichtiger.

Vom Herzstück nichts zu sehen

Vom Herzstück des Essener Spiels, der kompakten Abwehr, war nur wenig zu sehen. „Und im Angriff luden wir die Dormagener durch einfache Ballverluste immer wieder zu schnellen Gegenstößen ein. Diese Einladungen haben sie gerne angenommen. Wir haben alles dafür getan, dass Dormagen gut ins Spiel kommt“, so Dragunski. Bis zum 4:4 war es dem Ergebnis nach ein Vergleich auf Augenhöhe. Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Bereits zur Pause waren die Fronten bei einer 16:8-Führung der Gastgeber so gut wie geklärt. „Am Ende ging es nur noch darum, die Niederlage einigermaßen in Grenzen zu halten. Dass das gelang, ist, wenn man so will, das einzig Positive des Abends. Wir können froh sein, mit nur fünf Toren Unterschied aus dieser Partie rausgekommen zu sein“, erklärt Dragunski.

Die Art und Weise der Niederlage gehe – so der Tusem-Coach – natürlich auch nicht spurlos an den Spielern vorbei. Am Freitagmorgen trafen sie sich daher zum Auslaufen – und Gesprächen. „Keine Frage, das war ein ganz schlechtes Spiel von uns. Wir dürfen und müssen jetzt aber ja nicht alles verteufeln. Dass wir es besser können, haben wir in den Spielen davor gezeigt. Und darauf müssen wir uns wieder besinnen“, so Dragunski. Dass der Tusem es wieder besser machen wird, davon ist er überzeugt.