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Tusem feiert „Riesen-Erfolg“

10.01.2016 | 18:48 Uhr
Tusem feiert „Riesen-Erfolg“
Alena Lemmer.Foto: Michael Gohl

Bei der deutschen Pokalmeisterschaft erreichen die Essenerinnendas Finale. Dort haben sie gegen die Übermannschaft aus Berlin keine Chance.

Auf einen Titel muss Tischtennis-Bundesligist Tusem weiter warten. Und doch überwiegt die Freude nach dem Final Four um die Deutsche Pokalmeisterschaft: Der Essenerinnen sind Vize-Pokalsieger. Nach einem hart erkämpften 3:1-Erfolg über Hövelhof war der Finaleinzug und damit größte Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt. Barbora Balazova brachte gegen den Aufsteiger den entscheidenden Topspin auf den Tisch, während es ihre Teamkolleginnen kaum mehr hinter den Bande hielt.

Der Traum vom Endspiel hatte sich erfüllt und damit gleich einen neuen entstehen lassen. Einen Sieg noch war der Tusem vom Triumph entfernt. Doch der Weg führte nur über Berlin, das im Halbfinale Kolbermoor nach 0:2-Rückstand noch hauchdünn mit 3:2 bezwingen konnte. Doch die Hoffnung der Essener war schnell dahin. Berlin war wieder mal eine Klasse für sich.
Tusem - TV Hövelhof 3:1. Den Einzug ins Finale hatte der Tusem zum Ziel und sich damit gegen den TTV Hövelhof zum Favoriten erklärt. Doch schon nach einem Einzel war das Selbstverständnis bereits etwas angekratzt: Essens Spitzenkraft Barbora Balazova kassierte eine ebenso glatte wie empfindliche Auftaktpleite. Und die schmerzte den Tusem, denn von der Slowakin hatte man mit zwei Siegen gerechnet.

Alena Lemmer ging dagegen gegen Hövelhofs Nummer eins, Aimei Wang, als krasse Außenseiterin ins Rennen. Die 18-Jährige hielt zwar gut mit, trotzdem schien alles auf eine 1:3-Niederlage hinauszulaufen. Wang führt im vierten Satz schon mit 9:6 und hatte später bei 10:9 Matchball. Ein 0:2-Rückstand wäre für den Tusem kaum mehr aufzuholen gewesen. Doch das musste er auch nicht. Lemmer wehrte den Matchball ab, drehte Durchgang vier und das Match.

Teammanager Klaus Ohm konnte aufatmen: alles wieder in der Reihe. Und natürlich wusste er, dass sein Team mit der Aufstellungstaktik, Lemmer vor Nadine Bollmeier, nun im Vorteil war. Denn Bollmeier hatte an Nummer drei keinerlei Probleme: 2:1. Und im Spitzeneinzel konnte sich Balazova rehabilitieren: Ein paar enge Momente musste sie überstehen, doch diesmal bestätigte sie ihre Klasse.

Ergebnisse: Balazova – Ganina 5:11, 8:11, 11:9, 8:11, Lemmer – Wang 10:12, 11:8, 5:11, 12:10, 11:8, Bollmeier – Kaiser 11:9, 5:11, 11:6, 11:5, Balazova – Wang 12:10, 11:3, 9:11,

ttc berlin eastside - Tusem 3:0. „Die Luft war ziemlich schnell raus“, erklärte Tusem-Teammanager Klaus Ohm. Das habe aber nicht an der Leistung seiner Spielerinnen gelegen, sondern an der außerordentlichen Qualität des Gegners. „Wir haben am Optimum gespielt. Es war nicht mehr drin“, fasste Ohm zusammen, der von einer Enttäuschung nichts wissen wollte. Überhaupt auf der Finalbühne gestanden zu haben, sei ein „Riesen-Erfolg“. An eine Chance, das Ergebnis etwas knapper zu gestalten, hatte zuvor ohnehin nur Balazova geglaubt. Berlins Xiaona Shan hatte sie in der Liga vor Weihnachten schließlich besiegt. „Barbora hat wirklich stark gespielt, aber Shan war unheimlich konzentriert“, sagte Ohm. In den entscheidenden Phasen machte genau das den Unterschied.

Ergebnisse: Solja – Lemmer 11:5, 11:8, 11:4, Shan – Balazova 6:11, 11:9, 11:8, 11:9, Pota – Bollmeier 11:6, 9:11, 11:3, 11:7.

Benedikt Burgmer

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2016-01-10 18:48
Essen