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Tusem Essen vor Partie eins ohne Philipp Pöter

27.09.2012 | 18:39 Uhr
Tusem Essen vor Partie eins ohne Philipp Pöter
Fabian Böhm (im Bild) wird im Essener Mittelblock lange auf seinen Partner Philipp Pöter verzichten müssen - und könnte nun auf die offensive Mittelposition wechseln.Foto: Michael Gohl

Essen.  Die Meniskus-Operation bei Philipp Pöter ist – so Tusem-Trainer Maik Handschke – gut verlaufen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet: Sein Spielgestalter wird zehn bis zwölf Wochen zuschauen müssen. Am Freitag gastiert Mitaufsteiger TV Neuhausen im Sportpark am Hallo.

Der Verlust von Philipp Pöter ist ein herber, ohne Frage. „Aber es ist nicht unsere Art, lange zu lamentieren“, richtet Maik Handschke seinen Blick auf das erste Spiel ohne Pöter an diesem Freitag gegen den ebenfalls noch punktlosen Mitaufsteiger TV Neuhausen (19.45 Uhr, Sportpark am Hallo). Was soll er auch anderes tun? Schließlich muss der 46-Jährige für Pöter sowohl im Angriff als auch in der Abwehr nach Alternativen suchen.

Für die Mittelposition in der Offensive bieten sich Fabian Böhm, Niklas Pieczkowski aber auch Felix Handschke an. Pöters Position im Abwehr-Mittelblock, wo er bisher neben Fabian Böhm gesetzt war, soll Pieczkowski einnehmen. Oder auch der Toon Leenders. Der hoch aufgeschossene niederländische Kreisläufer kam bisher nur wenig zum Einsatz, musste bisher im Angriff Kapitän André Kropp den Vortritt lassen, der bisher eine überzeugende Saison spielt.

Neuverpflichtung nach Pöters Verletzung fast zwangsläufig

Pöters lange Verletzungspause zwingt die Tusem-Verantwortlichen förmlich, über eine Neuverpflichtung nachzudenken. „Klar sondieren wir den Markt, aber es wird keinen Schnellschuss geben“, erklärt Maik Handschke. Eher eine überlegte Neuverpflichtung wie in der vergangenen Saison, als die Essener in der Saison Rückrunde Rückraumspieler Julius Kühn aus Düsseldorf holten. Eine Verpflichtung, die sich in der 1. Liga schon ausgezahlt hat, denn der lange Junioren-Nationalspieler gehörte bisher zu den auffälligsten Akteuren. „Dass morgen ein neuer Spieler auf der Matte stehen wird, halte ich für ausgeschlossen“, betont Handschke noch einmal.

Was für morgen gilt, hat erst recht für heute seine Gültigkeit beim Treffen der Punktlosen. „Beim TV Neuhausen, der ein eingespieltes Team hat, das durch die Verpflichtung von Philipp Seitle aus Leipzig noch verstärkt wurde, läuft es bisher ähnlich wie bei uns. Phasenweise hatte Neuhausen – wie wir in Gummersbach oder Minden – einen Sieg vor Augen, ging dann aber doch leer aus“, beschreibt Handschke, der ein Duell auf Augenhöhe erwartet gegen die personell ausgeglichen besetzten Schwaben. Der Heimvorteil könnte der ausschlaggebende Faktor sein. „Mit unserem Publikum im Rücken wollen wir alles versuchen, den ersten Sieg einzufahren. Mit Philipp hätte ich uns als leichten Favoriten gesehen. So schätze ich die Chancen fifty-fifty ein. Es wird wohl kein schönes Spiel werden. Ich erwarte ein Kampfspiel.“

Ironie des Schicksals: Es wäre ein Spiel ganz nach dem Geschmack von Philipp Pöter.

Dietmar Mauer


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