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Handball-Bundesliga

Tusem Essen scheitert an sich selbst

28.09.2012 | 22:27 Uhr
Tusem Essen scheitert an sich selbst
Niclas Pieczkowski (links) und Felix Handschke verhindern einen Torerfolg der Neuhäuser Alexander Becker und Alexander Trost (rechts).Foto: Michael Gohl

Essen.   Der Tusem bleibt Schlusslicht der Handball-Bundesliga. Am Freitagabend unterlagen die Essener im Heimspiel am Hallo dem Mitaufsteiger TV Neuhausen 27:28 (13:15). Tusem-Trainer Maik Handschke hatte sich taktisch einiges einfallen lassen, einfallen lassen müssen, nach dem verletzungsbedingte Ausfall von Philipp Pöter.

Auf der Rückraummitte spielte zunächst Fabian Böhm, halbrechts agierte David Breuer, halblinks Julius Kühn. In der Abwehr nahm Niclas Pieczkowski Pöters Platz im Mittelblock ein. Handschkes Angriffstaktik war gegen die 3-2-1-Deckung der Gäste darauf ausgerichtet, über den Kreis zum Erfolg zu kommen. Immer wieder wurde die Rückraumformation aufgelöst und Tusem-Kapitän André Kropp bekam am Kreis Gesellschaft aus den eigenen Reihen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zahlte sich das Konzept zunächst aus, zumal Handschke Mitte der ersten Halbzeit in Toon Leenders einen zweiten gelernten Kreisläufer aufs Parkett schickte. Sieben Minuten vor der Pause führten die Essener erstmals mit drei Toren (12:9). Doch das blieb eine schöne Momentaufnahme, denn nicht alle Pässe auf Kropp oder Leenders kamen an. Und hier und da gesellte sich der eine oder andere technische Fehler dazu. So drehten die Gäste den 9:12-Rückstand in eine 14:12-Führung um (27.). „Statt weiter unseren Stiefel herunterzuspielen, unterliefen uns einfache Fehler und wir kassierten dumme Zeitstrafen“, bemängelte ein sichtlich zerknirschter Maik Handschke. Zudem wurden ein paar klare Chancen ausgelassen. Und das bestraften die Gäste zwar nicht im Stile einer Spitzenmannschaft, aber doch weitgehend konsequent. Aus der Sicht des Siegers hörte sich das so an. „Ende der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Deckungsphase. Es war natürlich psychologisch sehr wichtig, mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen“, sagte Neuhausens Trainer Markus Gaugisch.

Und trotzdem: Am Freitagabend war mehr drin für den Tusem. Denn selbst nach Vier-Tore-Rückständen(18:22/45. oder 19:23/46.) kämpften die Essener weiter. Und in der Schlussphase tauchte sogar noch einmal kurz ein Silberstreif am Tusem-Horizont auf. Lasse Seidel mit zwei Treffern und David Breuer mit einem seiner vier sicher verwandelten Siebenmeter brachten die Gäste bis auf ein Tor in Schlagweite. Und als der Tusem 18 Sekunden vor Abpfiff beim Stand von 27:28 noch einmal in Ballbesitz kam, schien sogar noch eine Punkteteilung möglich.

Der letzte Pass auf Toon Leenders passte aber nicht mehr.

Tusem - TV Neuhausen 27:28 (13:15)

Tusem: Kulhanek, Vukas, Bliß; Böhm (1) Kühn (7), Leenders (1), Pieczkowski (1), Seidel (3), Breuer (4/4), Lindt, F.Handschke, Rahmel (3), Kropp (7).
TV Neuhausen: Bauer, M.Becker; Theilinger (4), A.Becker (2), Schuldt (1), Keinath, Trost (1), Reusch (2), Schiller (3/1), Michalik, Büdel (5), Seitle (5), Schröder (4), Bader (1).
Schiedsrichter: Dinges/Kirsch (Eggenstein); Zuschauer: 2132.
Strafminuten: Tusem 8 – Neuhausen 8. Disqual.: Kropp (Tusem - 55./3x2 Min.).
Siebenmeter: Tusem 4 – Neuhausen 1.
„Spielfilm“: 3:4 (7.), 6:5 (11.), 9:7 (19.), 12:9 (23.), 12:13 (27.), 13:15 (30./Hz.) - 15:18 (37.), 19:23 (46.), 21:23 (47.), 22:25 (51.), 24:26 (56.), 26:27 (58.), 27:28 (59.).

Dietmar Mauer



Kommentare
29.09.2012
17:38
Tusem Essen scheitert an sich selbst
von Westkurve | #3

#2
Erfahrung werden die Spieler sammeln, aber das wird dem Tusem nicht mehr nützen.
Nach dem Abstieg wird die Mannschaft komplett auseinander fallen.
So wie es im Moment läuft, wird der Tusem die Saison, wenn aus finanziellen Gründen keine Verstärkungen geholt werden können, mit geschätzten 8:60 Punkten beenden.
Die meisten Spieler, die das mitmachen, haben danach keine Lust mehr und werden den Verein wechseln und ihre gesammelte Erfahrung mitnehmen.
Leider und schade für den Tusem !

29.09.2012
17:18
Tusem Essen scheitert an sich selbst
von schriftsetzer | #2

#1
Völliger Unfug! TuSEM wollte nicht in die erste Liga aufsteigen, weil man sich noch nicht reif und fit genug dafür fühlte. Da seinerzeit allerdings die Konkurrenz patzte, kam der TuSEM eher zufällig in die erste Liga - da kann man jetzt die nötige Erfahrung sammeln. In der letzten Saison haben sie in der zweiten Liga sehr gut gespielt.

29.09.2012
11:25
Tusem Essen scheitert an sich selbst
von donjose | #1

Tuesem steht für den gesamten essener Sport:Erfolglos und am Ende!

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