Tusem Essen muss in Saarlouis Auswärtsschwäche ablegen

TUSEM Essen vs. ASV Hamm 30:28. Auf dem Foto: Trainer Mark Dragunski im Gespräch mit Jonas Ellwanger (TUSEM). Michael Gohl / FUNKE Foto Services
TUSEM Essen vs. ASV Hamm 30:28. Auf dem Foto: Trainer Mark Dragunski im Gespräch mit Jonas Ellwanger (TUSEM). Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Drei Wochen lang hatte der Handball-Zweitligist Tusem Essen Pause im Punktekampf, hatte Zeit das 21:29-Heimdebakel gegen Henstedt-Ulzburg zu verdauen und Gelegenheit, sich für den Liga-Endspurt zu rüsten. Vier Spiele sind es noch, vier Spiele, um den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Drei Wochen lang hatte der Handball-Zweitligist Tusem Essen Pause im Punktekampf, hatte Zeit das 21:29-Heimdebakel gegen Henstedt-Ulzburg zu verdauen und Gelegenheit, sich für den Liga-Endspurt zu rüsten. Vier Spiele sind es noch, vier Spiele, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Drei Punkte liegen die Essener vor Dormagen, das auf Rang 17 den ersten Abstiegsplatz belegt. Die Ausgangslage könnte schlechter sein. Zumal der Tusem in den kommenden zwei Auswärtsspielen auf zwei direkte Mitkonkurrenten trifft. Entscheidend könnte sein, ob die Mannschaft von Trainer Mark Dragunski ihre Auswärtsschwäche beim Saisonendspurt ablegen kann. „Wäre nicht schlecht“, sagt Dragunski mit einem Unterton, der ahnen lässt wie wichtig es für die Essener wäre.

Zwei Siege und ein Unentschieden hat der Tusem bisher auf dem Auswärtskonto. Ganz früh in der Saison gewann er in Eisenach und vor kurzem beim abgeschlagenen Schlusslicht Baunatal. Ein Remis gab es beim VfL Bad Schwartau. Nun also geht’s an diesem Samstag nach Saarlouis (19.30 Uhr, Nazaire Allee) und danach zum TV Hüttenberg (Rang 18), der nach Stand der Dinge ebenfalls ein Absteiger ist, allerdings beim jüngsten 26:26 in Rostock noch erstaunlichen Überlebenswillen zeigte.

„Wir haben die Pause gut genutzt und gut trainiert“, sagt Mark Dragunski. Man habe versucht, aus dem Schock gegen Henstedt wieder eine positive Linie zu finden. „Wichtig wird sein, dass wir auf uns schauen, dass wir unser Ding durchziehen und nicht auf die Anderen schauen. Dann haben wir am besten gespielt, das hat die Saison gezeigt.“ Im Hinspiel habe man klar mit 30:23 gegen Saarlouis gewonnen. „Auch das sollte uns Selbstvertrauen geben.“

Während der Nationalmannschaftpause hat der Tusem auch zwei Testspiele bestritten. Beim Drittligisten Neusser HV, wo in der kommenden Saison Linkshänder Marcus Bouali am Ball sein wird, gewannen die Essener mit sieben Toren Unterschied. Dem Erstligisten Bergischer HC konnten sie ein beachtliches 33:33 abtrotzen.

„Wir haben uns in den vergangenen drei Wochen im taktischen Bereich einen Schwerpunkt gesetzt“, sagt Dragunski. Die beiden Testspiele haben gezeigt, dass wir im Zusammenspiel und Timing gute Fortschritte gemacht haben.“ Man müsse jetzt in Saarlouis als eine kompakte Einheit auftreten, kämpferisch und hoch konzentriert. „Dann werden wir dort auch ein gutes Spiel machen“, ist Mark Dragunski überzeugt.

Einfach wird es trotzdem nicht. Die Saarländer haben sich in dieser Saison als durchaus heimstark präsentiert und haben auch ein lautstarkes Publikum im Rücken. Der Heimsieg in der Hinrunde über Tabellenführer Leipzig und das Unentschieden gegen Aufstiegskandidat Bittenfeld sind ein Beleg dafür. Und in Dirk Holzner (230/107 Tore) hat der Gastgeber den derzeit drittbesten Torschützen der Liga in seinen Reihen.