Tusem-Damen wollen sich die Vize-Meisterschaft sichern

Nadine Bollmeier vom Erstligisten Tusem Essen.
Nadine Bollmeier vom Erstligisten Tusem Essen.
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Was wir bereits wissen
Meister und Absteiger in der Tischtennis-Bundesliga stehen fest. Spannung verspricht im Saisonfinale lediglich die Frage nach dem Vize-Meister. Und da mischt der Tusem kräftig mit. Mit zwei Siegen wäre Platz zwei den Essenerinnen sicher.

Meister und Absteiger in der Tischtennis-Bundesliga stehen fest. Spannung verspricht im Saisonfinale lediglich die Frage nach dem Vize-Meister. Und da mischt der Tusem kräftig mit. Mit zwei Siegen wäre Platz zwei den Essenerinnen sicher. Aber die müssen es auch schon sein. Denn zuletzt haben die Essenerinnen verletzungsbedingt schon etwas geschwächelt.

Gegen den TuS Bad Driburg sollte das letzte Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, Haedenkampstr.) kein Problem darstellen. Dafür erwartet den Tusem am heutigen Freitag bei Bingen/Münster-Sarmsheim ein echtes Endspiel (19.30 Uhr). Momentan liegen die Gastgeberinnen einen Punkt vor dem Tusem. „Das wird ein heißer Tanz“, meint Tusem-Teammanager Klaus Ohm. „Wir sind zwei gleichstarke Mannschaften. Ich denke, die Doppel werden den Ausschlag geben.“ Im Hinspiel zumindest haben die die Essenerinnen auf die Siegerstraße geführt (6:3). Allerdings erwartet das Tusem-Quartett in Bingen ein Hexenkessel.

Ohm geht von über 300 Zuschauern aus. „Die werden richtig Rabatz machen.“ In Essen ist man diese Zahlen nicht gewohnt. Allerdings verfügen die Essenerinnen über reichlich Erfahrung. Bis auf Alena Lemmer, die aber in Bingen nicht zum Einsatz kommen wird. Ihre neuerliche Rückenverletzung hat sie zwar überwunden, aber ein Einsatz am Freitag kommt aber noch zu früh. „Für Sonntag ist sie eine Option.“

Besonders im Blickpunkt stehen am Freitag neben den Doppeln Barbora Balazova und Nadine Bollmeier. Dabei ist Bingen vor allem an Nummer eins mit Ding Yaping überragend besetzt. „Aber gegen Abwehr hatte Barbora zuletzt kaum Probleme“, sagt Ohm. An Bollmeier hat er die gleichen Erwartungen wie jede Woche: Zwei Siege sollen her. „Sie ist in toller Form – und das schon über die gesamte Saison.“

Shi Qi geht nach Bad Driburg

Auch Shi Qi lässt noch einmal aufhorchen. Wie befreit, agiere sie im Training, findet Ohm. Dabei gibt es für die Chinesin beim Tusem keine Zukunft. Sie wird den Klub bekanntlich am Saisonende verlassen. Dass sie aber auch ohne Einbürgerung einen neuen Klub gefunden hat, war offenbar eine große Erleichterung. Brisant ist allerdings: Eben gegen jenen neuen Klub spielt sie zum Saisonabschluss noch für den Tusem: Bad Driburg.