Tusem-Damen vor dem Spiel des Jahres

Es ist für den Tusem so etwas wie das Spiel des Jahres. Schließlich ist am Samstag (18.30 Uhr, Haedenkampstr.) in dem ttc berlin eastside die derzeit beste europäische Vereinsmannschaft beim Essener Tischtennis-Bundesligisten zu Gast. Allzu großen Illusionen gibt man sich an der Margarethenhöhe daher nicht hin. Auch wenn man in der Eliteliga einer der wenigen Klubs ist, die die Hauptstädterinnen bisher zumindest ein klein wenig ärgern konnten.

So war beim 4:6 im Hinspiel ein Remis durchaus im Bereich des Möglichen. „Wir tun gut daran, realistisch zu bleiben“, findet Teammanager Klaus Ohm. „Wenn alles normal läuft, werden wir das Spiel verlieren. Berlin geht in jeder Begegnung als Favorit an den Tisch.“ Schon ein Blick auf die aktuelle Weltrangliste zeigt, mit welchem Kaliber es der Tusem zu tun bekommt: Georgina Pota (14.), Xiaona Shan (21.), Petrissa Solja (42.) und Kristin Silbereisen (47.) stehen allesamt in den Top 50.

Zum Vergleich: Die bestplatzierte Essenerin ist Barbora Balazova auf Rang 121. Spitzenkraft Shi Qi wird aufgrund mangelnder Vergleichbarkeit in der Rangliste gar nicht geführt. Abgesehen von der Bundesliga ist sie kaum ins Turniergeschehen eingebunden. Und doch gewann die Chinesin im Hinspiel beide Einzel gegen die hochfavorisierten Berlinerinnen. Auch Balazova behielt gegen Shan die Oberhand. Ganz chancenlos ist der Tusem also nicht.