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Tusem bezwingt den Meister

18.05.2012 | 22:34 Uhr
Tusem bezwingt den Meister

Es bleibt dabei. GWD Minden kann ins Essen einfach nicht gewinnen, oder genauer gesagt: GWD Minden konnte schon lange in Essen nicht mehr gewinnen. Den Ostwestfalen ist die Meisterschaft bei vier Punkten Vorsprung und einem stattlichen Plus von 100 Treffern bei der Tordifferenz nur noch theoretisch zu nehmen, doch der Tusem wollte am Freitagabend zeigen, dass er zu Recht mit den Grün-Weißen den Sprung in die 1. Liga geschafft hat.

Tusem -
GWD Minden29:25 (13:11)

Tusem: Kulhanek, Bliß; Keller, Kühn (3), Pöter (2), Trodler, Pieczkowski (2), Seidel, Lindt (5), Handschke, Rahmel (12/1), Ciupinski, Prokopec (2), Kropp (2).

Minden: Persson, Madert; Andersson, Oevermann, Bartsch (3), Steinert, Südmeier (4), Torbrügge, Tesch (2), Svitlica (5/2), Doder (7), Klesniks (4).

Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Karlsruhe). Zuschauer: 2817.
Zeitstrafen: Tusem 3 – Minden 4.

Siebenmeter: Tusem 3/1 – Minden 3/2.
„Spielfilm“: 0:2 (3.), 5:3 (7.), 8:8 (15.), 13:11 (halbzeit), 17:14 (37.), 18:17 (40.), 20:19 (45.), 26:21 (54.), 27:22 (55.), 27:25 (58.), 29:25 (60.).

Es bleibt dabei. GWD Minden kann ins Essen einfach nicht gewinnen, oder genauer gesagt: GWD Minden konnte schon lange in Essen nicht mehr gewinnen. Den Ostwestfalen ist die Meisterschaft bei vier Punkten Vorsprung und einem stattlichen Plus von 100 Treffern bei der Tordifferenz nur noch theoretisch zu nehmen, doch der Tusem wollte am Freitagabend zeigen, dass er zu Recht mit den Grün-Weißen den Sprung in die 1. Liga geschafft hat.

Nur zu Beginn verteilte der Tusem Geschenke, und zwar an Mindens Evars Klesniks. Der frühere Tusem-Spieler feierte am Freitag seinen 32. Geburtstag. Das Geburtstagskind revanchierte sich mit einem Blumenstrauß und Glückwünschen für den Aufstieg. Mit dem Anpfiff war es vorbei mit den Freundlichkeiten. Minden führte zwar zunächst 2:0, doch der Tusem ließ sich davon nicht irritieren, spielte seine Angriffe meist auf den Punkt und kam besonders durch die Linkshänder Hannes Lindt und den überragenden Ole Rahmel zum Zuge.

Auch wenn Lindt und Rahmel herausragten, waren sie es keinesfalls alleine, die den Spitzenreiter aus Minden – wenn auch zunächst knapp auf Distanz hielten. Die Essener besaßen den größeren Willen. Dafür stand eine Szene des Spiels besonders. Wieder einmal war es Tusems Abwehrrecke Paul Trodler, der im „Bodenkampf“ den Ball eroberte. Zur sichtbaren Freude und Zufriedenheit seines Trainers Maik Handschke, der „Paule“ auf der Bank einen Klaps mitgab.

Obwohl die Mindener nicht in bester Besetzung antreten konnten, schenkten sie die Begegnung keineswegs ab. Die Aktionen des wurfgewaltigen Linkshänders Evars Klesniks und des wieselflinken Dalibor Doder aus dem Rückraum waren zu wenig, um die Essener Abwehr vor einem erneut guten Torwart Jan Kulhanek auf Dauer entscheidend in Gefahr zu bringen. Fünf Minuten vor dem Abpfiff, beim 27:22, stand fest, dass die Grün-Weißen wieder mit leeren Händen aus Essen abreisen würden.

Den nächsten Versuch nehmen die Mindener in der kommenden Saison in Angriff. Dann in neuer Umgebung, dann in der stärksten Liga der Welt.

Dietmar Mauer


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