Tusem bejubelt Auswärtssieg gegen Baunatal

Lasse Seidel erzielte sechs Tore für den Tusem.
Lasse Seidel erzielte sechs Tore für den Tusem.
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Was wir bereits wissen
Es ist erst der zweite Auswärtssieg für den Handball-Zweitligisten Tusem Essen in dieser Saison, aber ein enorm wichtiger im Kampf um den Klassenerhalt. Die Essener taten sich schwer, man spürte förmlich den Druck, aber letztlich setzten sie sich in dieser zähen Partie mit 23:18 (11:9) in Baunatal durch.

Es ist erst der zweite Auswärtssieg für den Handball-Zweitligisten Tusem Essen in dieser Saison, aber ein enorm wichtiger im Kampf um den Klassenerhalt. Die Essener taten sich schwer, man spürte förmlich den Druck, aber letztlich setzten sie sich in dieser zähen Partie mit 23:18 (11:9) beim Schlusslicht und Absteiger GSV Eintracht Baunatal durch und haben nun keine schlechten Karten im Abstiegspoker. Der Tusem hat sich ein Stück weiter in die sicherer Region vorgearbeitet und ein durchaus machbares Restprogramm u.a. gegen die Abstiegskandidaten Henstedt-Ulzburg (H), Saarlouis (A), Hüttenberg (A) und Rostock (H). Und gleich an diesem Samstag wird die Essener Konkurrenz im direkten Vergleich schon Punkte lassen, denn dann empfängt Saarlouis Bayer Dormagen.

Und ja, das nennt man Selbstvertrauen - zumindest in der Chefetage. Oder ist es doch gewagt? Jedenfalls startet der Tusem noch vor der Partie in Baunatal mit Dauerkarten-Vorverkauf für die neue Saison. Zwar sind die Chancen auf den Verbleib in Liga zwei an diesem Spieltag wieder etwas gestiegen, sicher ist man aber erst, wenn die Theorie es bestätigt.

Natürlich waren die Essener mit aller Entschlossenheit nach Hessen gereist. Und zum ersten Mal in dieser Saison waren sie in fremder Halle favorisiert. Klar, Trainer Mark Dragunski hatte darauf verwiesen, dass die Gastgeber schon einige respektable Auftritte hingelegt haben, aber über die gesamte Saison gesehen zeigte sich Baunatal nur bedingt konkurrenzfähig. Sechs Punkte aus 32 Spielen sind der Beweis.

Aber dass Dragunski seine Jungs ins Gebet genommen, sie gewarnt hatte vor zu viel Selbstsicherheit, das wurde mit etwas Verzögerung deutlich. Baunatal führte nach sechs Minuten mit 3:0. Der Tusem ließ sich nicht beirren und hatte nach knapp einer Viertelstunde zum 4:4 ausgeglichenen und erspielte sich danach eine kleine Führung. lag mal zwei, mal drei Tore vorn. Dennis Szczesny war mit fünf Treffern im ersten Durchgang der erfolgreichste Werfer. Gleichwohl ein Offensivspektakel entwickelte sich nicht. Eher Kampf und Krampf waren angesagt.

Baunatal ließ nicht locker und hielt die Spannung hoch. Der Tusem konnte sich nicht absetzen, führte zwar mit 16:13 (43.), blieb aber danach fünf Minuten ohne einen Treffer. Andreas Bornemann traf zum 16:16. Der Vorteil war verspielt.

Als Szczesny beim Gleichstand auf die Strafbank musste, ließ das nichts Gutes ahnen. Aber Tusem wackelte nicht, blieb standhaft und startete unwiderstehlich durch. Keine fünf Minuten später führten die Gäste mit 22:16.

Eintr. Baunatal -
Tusem Essen 18:23 (9:11)

Baunatal: Paar, Kroll - Koch, Gbur, Schade (2), Fuchs (2), Feuring (1/1), Räbiger (1), Gessner (2), Bornemann (3), Weinrich (7/3), Drönner.

Tusem: Bliß, Donderis Vegas - Ellwanger, Hansen, Hornyak, Keller (1), Lindt (1), Hegemann (5), Mürköster, Ridder (2), Schlüter, Seidel (6/2), Szczesny (7), Trodler (1).

Schiedsrichter: Köppl/Regner.

Siebenmeter: 4/7 - 2/4. Strafminuten: 8/8 - Rot gegen Kroll (32., Baunatal).

Spielfilm: 3:0 (6.), 4:4 (14.), 4:7 (19.), 9:9 (22.), 8:11 (27.), 9:11 (29.) - 11:12 (35.), 12:13 (39.), 13:16 (43.), 16:16 (48.), 16:20 (53.), 16:22 (55.), 18:23 (60.).