TC Bredeney lädt zum 25 000 Dollar-Turnier

Sofie Oyen vom TC Bredeney startet mit einer Wildcard.
Sofie Oyen vom TC Bredeney startet mit einer Wildcard.
Foto: Dieter Meier

Der TC Bredeney lässt es auch in diesem Jahr krachen und bietet den Tennis-Fans ein besonderes Schmankerl. Ab Samstag geht es auf der Anlage am Zeißbogen eine Woche lang wieder international zu. Zum dritten Mal finden dort die „Bredeney Ladies Open“ statt und die bürgen, das zeigten die beiden Auflagen in den Jahren zuvor, für hochkarätigen Tennissport.

„Nachdem wir im Vorjahr auf Wunsch des Deutschen Tennisbundes das Preisgeld von 10 000 auf 25 000 US-Dollar erhöht haben, gehören wir weiter zu den Top-Zehn der ITF-Turniere, bei denen Weltranglistenpunkte im Einzel und Doppel vergeben werden“, freut sich der Bredeneyer Sportmanager Torsten Rekasch, Mit der finanziellen Aufstockung ist natürlich auch die sportliche Qualität des Teilnehmerfeldes gestiegen: „Wir erwarten überwiegend Spielerinnen, die in der Weltrangliste zwischen Platz 100 und 200 liegen“, so Rekasch.

Die Meldeliste führt die Französin Pauline Paramentier an, die in der WTA-Rangliste aktuell an Position 94 geführt wird. Die 29-Jährige gewann ihren ersten Titel auf der WTA Tour 2007 in Taschkent. Ein Jahr später sicherte sie sich ihren zweiten Erfolg in Bad Gastein gegen die Tschechin Lucie Hradecká. Seit 2008 tritt sie für ihr Land auch im Fed-Cup an.

Auf den Positionen zwei und drei folgen die Slowakin Kristina Kucova (121 der Weltrangliste) und die Ukrainerin Maryna Zanevska (141). „Das ist schon eine ungewöhnlich gute Besetzung für ein 25 000 Dollar-Turnier“, freut sich Torsten Rekasch.

Die Luxemburgerin und Vorjahressiegerin Mandy Minella hatte zwar damals betont, dass sie sich sehr wohl gefühlt habe in Bredeney, doch den Titel wird sie nicht verteidigen. Sie hat sich bei einem höher dotierten Turnier gemeldet, um möglicherweise noch mehr Weltranglistenpunkte sammeln zu können.

Wild Cards für Daniels und Oyen

Wild Cards für das Hauptfeld bekommen die beiden Bredeneyer Spitzenspielerinnen Carolin Daniels und Sofie Oyen, die zuletzt noch ein 15 000 Dollar-Turnier in Frankreich gewonnen hat. Interessant aus Sicht des Tennisverbandes Niederrhein ist auch der Auftritt der deutschen Hallenmeisterin Antonia Lottner. Mit ihrem WTA-Platz 333 muss die 18-jährige gebürtige Düsseldorferin, die in der 2.Bundesliga für Stuttgart spielt, nach derzeitigem Stand in die Qualifikationsrunde – was die hohe Qualität des Turniers unterstreicht.

Direkt für das Hauptfeld qualifiziert ist mit Weltranglisten-Platz 245 Katerina Vankova. Die Tschechin hat im Januar das Kaarster Turnier gewonnen, bei dem Lottner im Halbfinale ausschied.

Als einzige Deutsche direkt im Hauptfeld ist derzeit Nina Zander (WTA-Rang 316) aus Halle. Am Niederrhein bekannt sind aus ihrer Bundesliga-Zeit bei Bocholt auch die Niederländerinnen Aranxta Rus (WTA 237) und Quirine Lemoine (284). Nächste Deutsche in der Meldeliste hinter Zander, Lottner und Anna Klasen (439) ist als Nummer 15 der Qualifikations-Liste Tamara Korpatsch aus dem Team des aktuellen Bundesliga-Spitzenreiters Ratingen (WTA 441) und Carolin Daniels (517).

Tennis auf höchstem Niveau

„Im dritten Jahr ist das Lampenfieber, das wir bei der Premiere 2013 hatten verflogen. Wir sind jedoch sehr gespannt, ob die vielen Dinge, die wir aufgrund der Erfahrungen in diesem Jahr verbessern wollen, auch bei den Teilnehmerinnen, Betreuern und Zuschauern ankommen“, sagt der Bredeneyer Vorsitzende Michael Marhofer. Ausgesprochen erfreulich sei die wachsende Zahl an Sponsoren, die man für das Turnier gewinnen konnte. „Das zeigt uns, dass der Tennissport immer noch in der Lage ist, Sponsoren anzulocken, insbesondere wenn höchstes Niveau geboten wird.“