Szargiej vor seinem Abschied
14.02.2010 | 21:46 Uhr 2010-02-14T21:46:00+0100
Essen. Der Tusem hat ein wichtiges Spiel in der 2. Handball-Bundesliga gewonnen. Doch nur drei Tage nach der Erleichterung über den Heimsieg gegen den EHV Aue (siehe Zweittext) sind dunkle Wolken über der Margarethenhöhe aufgezogen.
Der Tusem wird sich einen neuen Trainer für kommende Saison suchen müssen. Denn Kristof Szargiej hört zum Saisonende auf. Definitiv! Betont der Trainer. „Ich wollte gerne bei Tusem bleiben. Und am Finanziellen hat es ganz sicher nicht gelegen, dass ich nicht weitermache“, sagt der 46-Jährige, der die Mannschaft im Januar 2008 übernommen hatte. Mehr sagt er aber nicht. Er verweist lediglich auf die Geschäftsführung, die es erklären solle. Seinen Spielern, so war aus Mannschaftskreisen zu hören, hatte Szargiej seine Entscheidung schon am vergangenen Donnerstag mitgeteilt.
„Wir würden gerne mit Kristof Szargiej weitermachen und haben ihm aus unserer Sicht ein gutes Angebot gemacht, das er bisher nicht angenommen hat“, erklärte Niels Ellwanger, Geschäftsführer der Tusem HSB GmbH, am gestrigen Sonntag auf Nachfrage dieser Zeitung. Das Angebot, das noch einmal nachgebessert worden sei, habe – so Ellwanger – aus Szargiejs Sicht aber nicht gepasst. Dazu, in welchen Punkten die Vorstellungen von Trainer und Verein auseinderliegen, wollte Niels Ellwanger sich nicht öffentlich äußern.
Allerdings sickerte durch, dass die Differenzen sich wohl aus den Vertragsmodalitäten ergeben haben. Kristof Szargiej strebte einen Zweijahresvertrag an, um eine Mannschaft aufzubauen, die in der kommenden Saison die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga zur Saison 2011/12 schaffen soll. Dass sein junges Team das Potenzial dafür besitze, hat Szargiej immer betont.
So wie es ausschaut, wollte die Tusem-Geschäftsführung ihrem Trainer offenbar den Wunsch nicht erfüllen. „Wir suchen aber noch keinen neuen Trainer“, erklärt Ellwanger. Dadurch, dass Kristof Szargiej das Angebot nicht angenommen habe, sei diese Angelegenheit ja nicht automatisch vom Tisch. „Sollte er sich das noch einmal überlegen, das Angebot gilt weiterhin.“
Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass Kristof Szargiej es sich noch einmal anders überlegen wird. Denn der ehemalige Abwehrspezialist des Tusem war immer schon ein Mann der Tat und hatte sich noch nie als wankelmütig erwiesen.
13:04
Mehr dazu , im Forum der Essener Handballfreunde Die Outsider unter www.die-outsider.com
13:55
Wenn man die Kommentare liest, könnte man glauben, mit Szargiej ist der Handballgott auf Essen niedergerieselt. Und jetzt verlässt er wieder Essen. Persönlich finde ich Herrn Szargiej nett und er kommt auch gut rüber. Bestimmt ein harter Arbeiter, aber man muss einfach sehen, dass es wahrscheinlich auch Gründe gibt, warum man sich nicht einig wird. Das mag nicht jeder verstehen, aber ich glaube kaum das irgendjemad hier im Forum das Angebot an Szargiej gelesen hat. Und die Geschäftsführung hat die Verantwortung. Irgendjemand hat hier gefragt, warum Hecker, Dragunski und Krebitke nicht den Mund aufmachen, warum wohl nicht! Vielleicht wissen die etwas mehr als das Fussvolk. Aber ich kann euch beruhigen, es ist vor Szargiej in Esssen Handball gespielt worden und es wird sicherlich auch danach passieren. Und außerdem hat die Geschäftsleitung ihr Angebot ja nicht zurück gezogen.
11:09
Haben Hr. Ellwanger und seine TuSEM-Vorstände ihren Handballverstand über Karneval verloren?? Nur so kann man verstehen, wie man Kristof Szargiej nur einen 1-Jahresvertrag anbieten kann (wenn denn die Veröffentlichungen darüber stimmen).
Zur Erinnerung: Damals hatte Hr. Edelmeier nach dem Weggang von Juri Schevzov (trotz damaliger Empfehlungen für dessen Co-Trainer Kristof Szargiej) Jens Pfänder verpflichtet, der sehr gut als DHB-Lehrwart gearbeitet hat aber als BuLi-Trainer nicht nach Essen passte. Erst nach einem indiskutablen Saisonverlauf wurde dann Kristof Szargiej aus Hagen verpflichtet, der sofort als alter TuSEMer „seinen“ Jungs Kampfgeist und Motivation vermittelte. Kristof hat es wie kein zweiter Trainer im schwierigen Jahr des zweiten Zwangsabstiegs verstanden, das „TuSEM-Restteam“ und die Brit-Boys vorbildlich bis zum letzten Spieltag zu motivieren. Auch die Neuformierung eines neuen, jungen Teams um Patrick Wienzek als Mittelblock-Kämpfer hat Kristof gut auf den Weg gebracht. In Punkto Verstärkung hat er frühzeitig bereits vor Weihnachten seine Vorstellungen und Wünsche formuliert. Hier hat die TuSEM-Geschäftsführung leider nur sehr zögerlich reagiert. Fazit ist: Einen solch engagierten Trainer, der TuSEM-Essen jeden Tag von Morgens bis Abends lebt, wird man schwerlich finden!
Also liebe TuSEM-Fans: Wir sollten unserem Unmut über diese Vorgänge schriftlich formulieren und an die Geschäftsstelle schicken! Ich jedenfalls hoffe, mit einer breiten Sympathiewelle für Kristof (und gehe davon aus, dass sie intern durch die Ex-Kollegen Mark Dragunski, Stefan Krebietke und Stefan Hecker) einen Sinneswandel in der TuSEM-Geschäftsführung bei Herrn Ellwanger und seinen beiden Kollegen im TuSEM-Vorstand herbeiführen zu können. Es ist sicherlich richtig, daß es viele - auch gute - Trainer gibt. Es gibt im Moment aber keinen engagierteren und besseren Trainer für das junge TuSEM-Team als Kristof Szargiej!!!
23:16
Auch ich verfolge seit bestimmt 20 Jahren intensiv den TuSEM, leider entfernungsbedingt nicht immer persönlich vor Ort, aber mit dem Herzen bin (war) ich immer dabei!
Die schwersten Zeiten habe ich mit dem TuSEM durchlaufen. Jetzt hatte ich das Gefühl, es könnte wieder aufwärts gehen.
Den ersten Dämpfer habe ich mit der zögerlichen Verpflichtung des Neuzugangs erleben müssen. In Delitzsch hat mir persönlich der Kristoff schon so eine „eigenartig deprimierende Aussage“ getätigt. Seine Enttäuschung in Puncto Personalpolitik war deutlich rauszuhören!
Aber der Schock folgte heute Morgen.
Was, bitte, ist das denn für eine Geschäftsleitung? Herr Hecker, Herr Krebitke, Herr Dragunski…. wo bleibt der Einspruch der Fachleute????
Ein Herr Ellwanger kann doch nicht einfach den BL-Handball des TuSEM zerstören, und IHR schaut zu?
Wo sind die Sponsoren, die viel Geld für den Aufbau einer schlagkräftigen (super!!!) Truppe ausgegeben haben? Wollen Sie das mit Ihrem Geld, Ihren Anteilen am Team TuSEM, einfach geschehen lassen? Wollen Sie zusehen, wie ein Einzelner das Werk einer Mannschaft zerstört?
Nun zu Euch, zu den Fans. Helft unserem Kristoff und damit unserer Mannschaft mit gezielten Aktionen gegen die Geschäftsführung. Von mir aus pfeift das ganze Spiel gegen Ellwanger, macht ne Sitzblockade, oder was auch immer, aber macht was Sinnvolles! Vergesst aber dabei nicht die Mannschaft und den Trainer zu unterstützen! Aber wenn der Gegner am Ball ist müsste z.B. ein „Ellwanger raus“ oder Szargeij Für TuSEM oder irgend was ähnliches durch die Halle schallen, am Besten lauter als die Anfeuerungen der eigenen Truppe!
Nur so werden die Sponsoren darauf aufmerksam, und nur die haben Macht. Wir (Ihr) „kleinen“ Fans seid doch eh nur zum Stimmung machen da…… aber gerade das müsst Ihr ausnützen!
Ich werde mein möglichstes tun, um Euch dabei zu unterstützen, denn unser (mein) TuSEM darf nicht zerstört werden!
18:06
Wo ist das Problem an einem Vertrag über zwei Jahre? Das ist die Frage, auf die ich eine Antwort suche. Der Tusem wird auch in zwei Jahren noch einen Trainer brauchen, der aus jungen Leuten eine Mannschaft formt. Es wird in der kurzen Zeit sicher nicht darum gehen, die Mannschaft auf den Gewinn der Meisterschaft vorzubereiten....
Szargiej ist der richtige Mann!!! Was soll das Theater. Hecker und co sind ja auch Leute, die Handball leben. Wenn sich die Geschäftsführer gegen Szargiej stellen, gibt es dafür sicher auch einen Grund. Es ist aber einfach schwer zu verstehen, dass in dieser Situation solche Diskussionen geführt werden.
17:40
Was hat der Tusem die letzten Jahre alles durchgemacht. Aber immer ist Kristof Szargiej an seiner Seite geblieben. Auch wenn es finanziell ganz eng wurde, der Trainer hat die jungen Spieler animiert, motiviert und bei der Stange gehalten. Kristof Szargiej hat in der schlechtesten Zeit zum Tusem gestanden wie kein Anderer. Als Trainer keine gestandene Mannschaft zur Verfügung zu haben sondern immer nur mit mehr oder weniger unerfahrenen jungen Spielern oder mit Leihgaben aus England voran kommen zu müssen , ist für keinen Trainer leicht. Auf die Finanzen muss beim Tusem sicher aufgepasst werden aber jetzt müßte der Verein mal zeigen, dass er auch Vertrauen in den Trainer setzt der solange Treue gezeigt hat und diesem einen 2 Jahresvertrag anbieten.
16:24
Da sieht man mal wieder, was man an Klaus Schorn hatte. Der Mann hat Ahnung vom Handball und von der Führung einer Profimannschaft. Er hat nur einmal einen Fehler begangen und ist auf einen nachweislichen Betrüger hereingefallen. Ich bin der Meinung, dem Tusem könnte nichts besseres passieren, wenn Klaus Schorn wieder das Ruder übernehmen würde. Alle, die nach ihm gekommen - und gegangen sind- sind Luftnummern und Selbstdarsteller.
16:24
Es ist eine Schande für den Tusem! Dieser Mann war der richtige Mann zur richtigen Zeit amrichtigen Platz!! Patrick hat übrigens eine sehr schönen Vertrag. Er bleibt nur ein weiteres Jahr beim Tusem, wenn Szargiej Trainer bleibt. Wenn Szargiej geht, darf Patrik auch den Verein verlassen. Damit verliert man zwei tragende Bestandteile der Mannschaft auf einen Schlag. Traurig, in der gegenwärtigen Situation ist schlechte Stimmung in der Mannschaft reines Gift.
12:45
jeder neue trainer wird teurer, da er nicht wie szargiej ein arrangement mit den stadtwerken haben wird.
deswegen gilt ja wohl das argument fianzielle lage bzw. finanzielle möglichkeiten der geschäftsführung nicht!
ich finde diese entwicklung nur schade...die spieler leiden da sehr drunter ...aber fragt sie selber...herr Hantel bwz Maurer...wie wäre es diese mal zufragen. So weit ich weiß stehen noch einige Vertragsverhandlungen aus. Vorallem unser Young-Nationalspieler Patrick...was wird aus dem?
12:22
Vielleicht sollte man, wenn überhaupt, erst urteilen, wenn die Hintergründe bekannt sind. Ich war am Freitag seit vielen Monaten mal wieder bei einem Spiel des TuSEM. Zugegeben, für jemanden, der alle großen Erfolge mit aussergewöhnlichen Spielern miterlebt hat, war es in einigen Szenen schwierig zu erkennen, was das mit Handball zu tun hatte, aber der Kampf und das niemals Aufgeben der Mannschaft waren sehenswert und haben mich beeindruckt. Sicher ist diese Einstellung ein Verdienst des Trainers, der sie in seiner aktiven Zeit so vorgelebt hat. Aber auch die Führung der Handballabteilung wird ihren Anteil daran haben. Z.B. scheinen sich die Verantwortlichen doch tatsächlich mal nach der finanziell vorhandenen Decke zu strecken. Und das ist doch mit dem Blick auf die Vergangenheit durchaus anerkennenswert.