SVS kann den Sekt kalt stellen

SV Schonnebeck – Arminia Klosterhardt 3:1 (2:0). Schonnebeck kann die große Aufstiegssause planen, den Sekt in den Kühlschrank stellen. Der Landesliga-Spitzenreiter feierte einen 3:1-Erfolg über Arminia Klosterhardt und durfte sich erneut über die Patzer der Konkurrenz freuen. Der FSV Duisburg hatte sich schon am Freitagabend dem Lokalrivalen Duisburg 1900 beugen müssen, am Sonntag kassierte dann Rellinghausen eine Derbypleite in Burgaltendorf. Zehn Punkte Vorsprung auf den ESC bei noch vier Spielen, „uns fehlt noch ein Sieg“, so SVS-Trainer Dirk Tönnies.

Der natürlich glücklich war, sein Strahlen kaum verbergen konnte – obwohl seine Jungs weit weg waren von dem, was man sich eigentlich so vorgenommen hatte. Unter Druck hatte man den Gegner setzen, Galligkeit an den Tag legen wollen. Stattdessen: Ein lauer „Sommerkick“, kein Zug zum Tor, keine Torchance. Erst nach gut einer halben Stunde zog Schonnebeck das Tempo an, durfte prompt mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen. Das 3:0 im zweiten Durchgang war dann die Entscheidung, „auch da haben wir dann wieder zu viel Tempo rausgenommen“, so Tönnies. Klosterhardt durfte noch verkürzen.

Genug der Kritik, denn: „In unserer Situation zählen nur die Punkte, nicht so sehr die Art und Weise. Man merkt dem einen oder anderen an, das er die Situation mit dieser Chance vor Augen nervlich nicht so gut wegsteckt. Umso schöner, dass wir so konstant punkten.“ Schonnebeck schafft dies in der Tat, die Konkurrenz nicht.

Tore: 1:0 Elouriachi (41.), 2:0 Peschka (43.), 3:0 Cinar (59.), 3:1 Thieler (68.).

SV Burgaltendorf – ESC Rellinghausen 2:1 (1:1). So auch nicht der ESC Rellinghausen, der sich in Burgaltendorf geschlagen geben musste. „Wir sind niedergekämpft worden, der SVA hat den Abstiegskampf voll angenommen, für uns hat es heute nicht gereicht“, so Trainer Karl Weiß, der schon mal Glückwünsche nach Schonnebeck zu einer „verdienten Meisterschaft“ schickte. Nun mag man in Rellinghausen nicht so richtig davon überzeugt gewesen sein, die SVS noch abfangen zu können, ärgerlich war die Derbypleite vor allem deshalb, weil man den Patzer vom FSV im Kampf um Platz zwei nicht ausnutzen konnte. Karl Weiß: „Wir haben unsere Stürmer nicht ins Spiel bekommen.“

Neun Punkte aus den vergangenen drei Spielen – und dennoch steht der SVA noch auf einem Abstiegsplatz. „Trotzdem überwiegt klar die Freude über den Sieg, wir setzen die Konkurrenz unter Druck“, stellte Jörg Oswald nach dem Schlusspfiff klar. Er hatte Rellinghausens Ioannis Ketsatis aus dem Spiel nehmen lassen, „der Spielaufbau läuft größtenteils über ihn, das wollten wir unterbinden“, so Burgaltendorf-Coach Oswald. Mit Erfolg. Einziges Haar in der Suppe: Die Gelb-Rote Karte gegen Tobias Köfler in der Nachspielzeit – und eine Flut an Gelben Karten. „Bitter, aber das muss man im Abstiegskampf in Kauf nehmen. Allein spielerisch kommt man da unten nicht raus. Gegen Vogelheim müssen wir nachlegen.“

Tore: 1:0 Gräler (26.), 1:1 Grzanna (30.), 2:1 Sous (55.). Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Tobias Köfler (90.+1, SVA) wegen wiederholten Foulspiels.

Spfr. Niederwenigern – Vogelheimer SV 6:0 (2:0). Auch in Niederwenigern kassierte das Schlusslicht eine Klatsche, „wir haben bis zum ersten Gegentor nicht schlecht gespielt, aber dann brechen bei uns die Dämme“, so ein gefasster VSV-Trainer Sascha Hense, der kein Blatt vor den Mund nahm: „Wir zählen die Spiele nur noch runter.“

Tore: 1:0 Lümmer (17.), 2:0 Rast (42.), 3:0 Lümmer (62.), 4:0 Rast (70.), 5:0 Friedrich (78.), 6:0 Müller (84.). Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Agron Ahmetxhekaj (55., Vogelheim) wegen einer Tätlichkeit.