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SuS Haarzopf: Aufstieg mit Freunden

05.06.2012 | 20:30 Uhr
SuS Haarzopf: Aufstieg mit Freunden

Längst hatten nicht wenige dem Bezirksligisten SuS Haarzopf schon das Etikett „unaufsteigbar“ angehängt. Immer wieder hatte der Klub vom Föhrenweg in den vergangenen Jahren mal mehr, mal weniger offensiv das Ziel Landesliga anvisiert. Immer wieder hatte er oben mitgemischt, doch letztlich war er immer leer ausgegangen – bis zum vergangenen Sonntag. Da realisierte der SuS nach 14 Jahren Bezirksliga-Zugehörigkeit endlich seinen ersehnten Traum. Und das ausgerechnet in einer Spielzeit, in der niemand auf ihn gewettet hatte.

Längst hatten nicht wenige dem Bezirksligisten SuS Haarzopf schon das Etikett „unaufsteigbar“ angehängt. Immer wieder hatte der Klub vom Föhrenweg in den vergangenen Jahren mal mehr, mal weniger offensiv das Ziel Landesliga anvisiert. Immer wieder hatte er oben mitgemischt, doch letztlich war er immer leer ausgegangen – bis zum vergangenen Sonntag. Da realisierte der SuS nach 14 Jahren Bezirksliga-Zugehörigkeit endlich seinen ersehnten Traum. Und das ausgerechnet in einer Spielzeit, in der niemand auf ihn gewettet hatte.

Umso größer war natürlich die Freude bei den Beteiligten, als es endlich vollbracht war. Bis kurz vor Mitternacht feierten Spieler und Verantwortliche im Vereinsheim den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mit vom Vorstand gesponserten Freibier und einer liebevoll selbst gebastelten Meisterschale. „Wer ist der Schreck vom Niederrhein? Nur der FCH!“, schallte es immer wieder aus den freudetrunkenen Kehlen der SuS-Akteure. Doch warum „FCH“? Verantwortlich dafür zeichnet Trainer David Zundler, dem neulich während einer flammenden Teambesprechung dieser (falsche) Vereinsname herausrutschte. „Schon im nächsten Augenblick habe ich mich darüber selbst amüsiert“, lacht der 53-Jährige. Doch da war es schon zu spät. „Der Versprecher war ein gefundenes Fressen für die Jungs. Aus der Nummer komme ich nicht mehr raus“, hat sich Zundler in sein Schicksal ergeben.

Zumal dieser Versprecher offenbar wohl der einzige Fauxpas war, der dem Linienchef in seiner ersten Saison beim SuS unterlaufen ist. „David hat es durch ruhige und sachliche Arbeit geschafft, dass diese junge Mannschaft stetig gewachsen ist“, lobt Abteilungsleiter Ulrich Ostermann. Tatkräftig unterstützt hat ihn dabei Dirk Strathmann, der Co- und Torwarttrainer des Vereins – ein echtes Haarzopfer Urgestein. „Er stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Gerade auch, weil er viele der Jungs schon seit Jahren kennt“, gibt Zundler das Lob weiter. Und weil der recht kleine Kader, in dem über ein halbes Dutzend Eigengewächse stehen, ohnehin über eine „großartige Kameradschaft“ und einen „phänomenalen Teamspirit“ verfüge, habe man „eigentlich nur im konditionellen und taktischen Bereich etwas machen müssen“.

Das ist dem Trainerduo eindrucksvoll gelungen (siehe Kasten). Zudem trotzte das Team in diesem Winter erstmals den zu dieser Jahreszeit traditionell katastrophalen Platzverhältnissen auf der heimischen Asche, auch Verletzungen warfen das Team nicht zurück. Einmal mehr hielt der Verein den homogenen Kader trotz einiger Abwerbeversuche beisammen.

Dies ist nun auch im Hinblick auf die kommende erste Landesliga-Spielzeit gelungen. „Alle Spieler bleiben“, verkündet Ulrich Ostermann nicht ohne Stolz. „Etwa drei punktuelle Neuverpflichtungen“ wird es laut Zundler geben, zwei vielversprechende stünden bereits fest. Mit ein bisschen Erfahrung, jeder Menge Ehrgeiz und einer gewohnt riesigen Portion Kameradschaft soll dann das „Projekt Klassenerhalt“ angegangen werden. Sollte dies gelingen, dürfte es am Föhrenweg ähnlich emotional wie am vergangenen Sonntag zugehen, als nicht wenige die eine oder andere Freudenträne vergossen. Weil das „Unaufsteigbar“-Gerede nun beendet ist und weil es sich in einem kleinen, verschworenen Haufen am besten feiern lässt. Oder wie es aus Mannschaftskreisen pathetisch heißt: „Meister zu werden und aufzusteigen, das ist schon geil, aber mit Freunden aufzusteigen und Meister zu werden, ist noch viel geiler.“

Björn Sönnichsen



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