Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Fußball, Regionalliga

Stressige Zeiten für Rot-Weiß

26.08.2009 | 21:08 Uhr

RWE-Teamchef Thomas Strunz meint, dass man in dieser Liga mit Schönspielerei nicht weit kommt.

Die Kritiker lassen sich nicht unterkriegen. Und nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen Saarbrücken schießen sie nun aus allen Rohren. Aus Wut, aus Verzweiflung, aus Verbitterung. Schon nach dem dritten Spieltag sind sie an der Hafenstraße aus ihren wunderschönen Aufstiegsträume hochgeschreckt und mussten einmal mehr feststellen, dass der Alltag in dieser 4. Liga kein wundervolles Wunschkonzert ist.

Weil aber die Rot-Weißen ihrem Anhang eine erfolgreiche Saison versprochen haben, gibt's nun reichlich Druck für die Mannschaft, den Trainerstab und natürlich für den in letzter Instanz für alles verantwortlichen Teamchef Thomas Strunz. Der müsse endlich weg, fordern einige. Ein richtiger Trainer müsse her, sagen wiederum andere. Dabei hat RWE in den beiden Fußball-Lehrern Uwe Erkenbrecher und Ralf Aussem reichlich Kompetenz auf der Bank.

„Ja, vieles ist gesagt worden”, begann Strunz bei der gestrigen Pressekonferenz sein Statement eher leise, denn forsch. „Die Kritik ist auch völlig in Ordnung. Die Unruhe ganz normal.” Die Diskussion rund um das Saarbrücken-Spiel habe gezeigt, dass Niederlagen stets sehr emotional diskutiert werden. Aber nicht immer lägen die Kritiker richtig. „Dass Saarbrücken den Sieg verdient hatte, habe ich nicht erkannt.”

Teamchef Strunz betonte nochmals, dass es keine „Kleinen” in dieser Liga gebe, dass man sich jeden Erfolg hart erarbeiten müsse. Und damit bereitet er den Anhang schon einmal vor auf das Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Verl (14 Uhr, Poststraße), damit der Fans nicht wieder aus allen Wolken fallen, wenn seine Fußballer wieder nicht so souverän auftreten wie ein Titelkandidat. „Alle, die der Auffassung sind, man könne eine Begegnung mit Doppelpässen am eigenen 16-Meter-Raum beginnen und dann mit Hacke-Spitze eins, zwei, drei gewinnen, der verschließt sich der Realität.” Oder: „Nach einem 50-Meter-Pass per Fallrückzieher das Tor machen, auch das funktioniert nicht. Die Unzufriedenheit ist dennoch verständlich, aber nicht hilfreich in der Sache.”

Natürlich kann Strunz die Partie gegen Saarbrücken nicht schön reden. Will er auch gar nicht. „Wir haben über weite Strecken nicht zu unserem Rhythmus gefunden. Wir haben schlecht nach vorn gespielt”, räumte er ein. Es habe die Kompaktheit gefehlt, die Außen waren zu weit außen, die Stürmer zu weit vorn. Kurzum: Es mangelte Rot-Weiß an Geschlossenheit. Die Ursache dafür konnte Strunz seinen Zuhörern aber nicht erklären. „Fußball ist über weite Strecken eines Spiels ganz einfach. Es ist ein Abnutzungskampf, in dem man die Fehler des Gegners nutzt und daraus, ich betone, erst dann ein Spiel entwickelt.”

Allerdings muss man bei dieser Argumentation eher davon ausgehen, dass es sich um zwei ebenbürtige Kontrahenten handelt, die sich behaken. RWE allerdings sollte sich angesichts des überdurchschnittlichen Etats auch sportlich aus dem Mittelmaß hervorheben. Sonst haben sie an der Hafenstraße irgendetwas falsch gemacht.

„Wir wissen, dass wir Stress haben, aber wir müssen auch unter Druck funktionieren. Und darauf bereiten wird die Jungs vor”, sagte Strunz. Am Freitag geht es ins Traingslager in der Nähe von Verl. Ein unbequemer Gastgeber, das wissen die Rot-Weißen aus Erfahrung. Denn die beiden letzten Spiele dort haben die Essener ziemlich kläglich mit 0:1 bzw. 0:2 vergeigt. Den Teamchef Thomas Strunz allerdings interessiert nicht, was war. Er sagt nur: „Wir gewinnen.”

Rolf Hantel

Facebook
 
Kommentare
30.08.2009
00:45
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von die70ersindschonlangevorbei | #22

Ich freue mich für RWE, Mölders und Strunz, dass das In Verl geklappt hat. Lasst Strunz und sein Team in Ruhe weiter arbeiten. Von Spieltag zu Spieltag. Hoffentlich fahren die Roten gegen Ddorf II den nächsten 3er ein. Das neue Stadion kommt und Strunz hat klare Vorstellungen. Wenn RWE in spätestens 4 Jahren wieder in der 2. Liga spielt und Strunz dann immer noch da sein sollte, werden sie ihn alle in höchsten Tönen loben. Abgerechnet wird auch in dieser Saison am 34. Spieltag. Hoffentlich mit einer Aufstiegsfeier.

29.08.2009
12:16
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von hinterkarnap | #21

Beleidigen und bedrohen kommt hier mehr aus der Abteilung der Fans. Erst mit Steinen werfen und dann Aua schreien. Marke sozialer Brennpunkt. Und was bringt das? Ende.
2 Trainer und am Freitag Umzug nach Verl. Man versucht es jedenfalls. Woran kann das eigentlich liegen. Wo man Jahr für Jahr die Mannschaft tauscht, die Trainer. Der Präsident ist weg, der Sportdirektor und die Misere bleibt die Gleiche. Also muß es doch an dem liegen was nicht tauschbar ist oder? Hier werden Fehler gelistet ohne Ende. Was ist mit Verdiensten? Also ich weiß nur eins: auf einem Sumpf kann man nicht bauen. Noch wat. Hier wird manchmal übel auf ausländische Spieler gelästert die sind Schuld an allem. Vor der Zeitenwende wurde bei RWE reichlich Geld für Fernanwerbung verpulvert. Aber nicht erfolglos. Die da kamen haben alle was getan für ihr Geld. Auch ein Kyoyo, der hatte halt ein schlechtes Jahr. Oder waren es die Umstände. In Ostdeutschland kriegten sie ihn nicht unter, hier ja. Auch die anderen blieben nicht warum auch immer. Und die türkischen Jungs aus der Gegend hier waren alle gut. Aber irgendwas trieb sie weg. Na ja, ich würde auch nicht an der Emscher leben wenn ich Kohle hätte. Bein RWE muß wirklich hart an sich gearbeitet werden aber das gilt für ALLE. Der harte Hund Köstner war der Beste für den Fall hier aber den wollten sie nicht. Und da liegt es für mich begraben. Es ist nicht der Strunz das war schon vorher so. Und ist es immer noch. Das ist so ein Kreuz mit den Traditionen. Darum muß auch die Bruchbude endlich weg!! Da passiert was, das soll man nicht mit dem Tagesgeschäft vermischen. Nur der Bau wird kein Geschenk für RWE. Höchstens eine Leistungsprämie und die müssen sie sich erst verdienen. Und zu dem Gestänkere in Richtung GE. Wir haben hier eine Super Stadtverwaltung für die Umstände. Modern, professionell, effektiv. Trotz leere Taschen und Massenarbeitslosigkeit. In Essen könnt ihr Kohle verbrennen ohne Ende und nach mehr schreien. Zum Glück haben wir keinen reichen Süden, nur nen schwarzen Hügel. Und keine Konzerne (mehr).
Und jetzt bin ich mal ganz verwegen und tippe auf RWE aber nur 1 Euro.

28.08.2009
19:12
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von ml67 | #20

WOW!!! Trümmerhaufen, Du bist Kickboxer! Wenn Dir also die Argumente ausgehen, gibt´s auf die Fresse? Ganz toll, wirklich
Das lässt tief blicken.....
Meine Verachtung!

28.08.2009
16:45
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von der werdener | #19

flasche leer. aber restlos!

27.08.2009
22:00
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von HolliH | #18

Ist dieser drecks... von T.Struuuunz immer noch da?

der muss sofort wech!!!! sofort !!!

Mit freundlichen Glückauf

27.08.2009
15:02
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von Trajanus-Rex | #17

Wann merken es auch die letzten pro - Strunz Fans, dass es mit diesem Mann, der keine fremden Götter neben sich duldet nicht mehr weiter gehen kann. Mit dieser Mannschaft ist der Aufstieg wieder nicht zu schaffen... T.S. hat aus den Fehlern der Vorsaison nichts aber auch gar nichts gelernt. Die Spieler die jetzt verpflichtet wurden sind um keinen Deut besser als die vom letzten Jahr. Einen neuen Trainer ( Hütchenaufsteller) U.Erkenbrecher holt er sich um sich rein zuwaschen wenn es nicht klappt. U.E. fliegt dann als Erster Einen gestandenen Trainer vom Format eines L.G.Köstner zu verpflichten paßt nicht in T.S. Konzept , denn der könnte ihm ja gefährlich werden. Da aber nun die Herren des Vorstandes sowie des Aufsichtrates überhaupt keinen Durchblick hatten und auch nicht haben spielen wir noch ein Jahr vierte Liga!!! Ich möchte nicht so vermessen sein mich als absoluten Fußballfachmann zu bezeichnen... aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir das so etwas nicht klappen kann . Nehmen wir mal an in Verl (Angstgegner) gibt es keinen Punkt was dann Herr Strunz ??? P.S. Wenn man einen gestandenen erfahrenen Trainer sowie zwei ebenfalls erfahrene Spieler für die Abwehr und für das Mittelfeld sowie einen Torwart verpflichten würde, wäre das billiger als noch ein Jahr 4. Liga . Übrigens bei der VDV in Duisburg (arbeitslose Spieler) gibt es diese.... Einen Satz möchte ich aber noch sagen : T.S. hat in 15 Monaten fast mehr Fehler gemacht als unser ehemaliger sportlicher Leiter H. Jansen in 2 1/2 Jahren..... und das heißt schon etwas ...

27.08.2009
12:05
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von Stahlkappe | #16

Strunz hat doch recht. Es gab Zeiten da haben die Gegner schon vierzehn Tage vorher mit den Zähnen geklappert, wenn sie wussten sie müssen zur Hafenstrasse.Was machen die Gegner heute ? Stellen sich ne halbe Stunde hinten rein, bis die Fans zu murren anfangen und die eigene Mannschaft verunsichern. Wir steigen nur gemeinsam auf : Mannschaft und Fans. Also Unterstützung über 90 Minuten.

27.08.2009
11:59
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von RWESSEN | #15

Trümmerhaufen? Ich lach mich kapputt ;)

27.08.2009
09:31
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von RWEfreund | #14

Käptn; Trümmerhaufen und HolliHahAHa brauchen wir zur Belustigung, laßt sie pöbeln.

PRO Strunz

27.08.2009
07:39
Stressige Zeiten für Rot-Weiß
von ruhrpottler1978 | #13

Es gibt also keine Kleinen in der Regionalliga?
Für mich sind das alles Kleine.Sonst wären sie ja nicht da unten.
Kann mich noch gut an unseren damaligen Ausrutscher in die Viertklassigkeit erinnern. Da sind wir aber so wieder raus marschiert,weil wir da noch eine Mannschaft hatten.
Die Jungs von damals spielen oder spielten doch fast alle erste oder zweite Liga!

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/138942/create

Aktuelle Fotos und Videos
41. Kanupolo-Cup
Bildgalerie
Kanupolo
256 Stufen bis zum Ziel
Bildgalerie
Treppenhauslauf
Ehrenrunde im RWE-Stadion
Bildgalerie
RWE
RWE - das letzte Spiel
Bildgalerie
Fußball
Aus dem Ressort
Hoff und Ems paddeln in London
Kanu
Beim „Heim-Weltcup“ auf der Duisburger Wedau zeigten die deutschen Renn-Kanuten eine beeindruckende Vorstellung. Mit vier Siegen und insgesamt acht Podestplätzen in den olympischen Disziplinen präsentierten sie sich für die Olympischen Spiele in London gerüstet. Aber „Baustellen“ gibt es auch noch....
Ruhnau holt Bronze über  50-Meter Brust
Schwimm-EM
SGE-Brustschwimmerin Caroline Ruhnau hat bei den Europameisterschaften in Debrecen doch noch die erste internationale Einzel-Medaille ihrer Karriere auf der Langbahn gewonnen. Über 50-m Brust belegte sie in 31,35 Sekunden Platz drei hinter der Tschechin Chocova (31,25) und der Irin McMahon (31,27)....