Statt Urlaubsfreuden wieder auf Trainersuche

Da zogen sie noch an einem Strang: Frank Isert (links) und Ex-Trainer  Stefan Lorenz (Mitte) bei der Präsentation der Neuverpflichtungen.
Da zogen sie noch an einem Strang: Frank Isert (links) und Ex-Trainer Stefan Lorenz (Mitte) bei der Präsentation der Neuverpflichtungen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der sportliche Leiter von TuS West 81, Frank Isert, will bis zum Trainingsauftakt am 5. Juli den Neuen haben

Fußball-Landesligist TuS West 81 war geschockt, als Trainer Stefan Lorenz seinen Wechsel als Co-Trainer zu Rot-Weiss Essen bekanntgab. Mittlerweile befindet sich „81“ auf der Suche nach einem Ersatzmann. Vor allem für Frank Isert bedeutet das viel Arbeit.

Hinter Isert liegt eine ereignisreiche, anstrengende Saison. Eigentlich hatte er sich bei „81“ nur noch ums Marketing und Sponsoring kümmern wollen. Doch nach dem Rücktritt des Sportlichen Leiters Christian Leben im Winter übernahm er zunächst dessen Posten, nur um wenig später auch noch als Trainer der Reserve einzuspringen. Nachdem der Klassenerhalt mit der zweiten Mannschaft unter Dach und Fach und die Personalplanung für die Landesliga abgeschlossen waren, hatte er sich endlich auf ein wenig Freizeit gefreut.

Pustekuchen. Nach dem ebenso kurzfristigen wie überraschenden Abgang von Lorenz heißt es für Isert, unter Hochdruck geeignete Trainerkandidaten zu sichten. „Wir suchen einen begeisterungsfähigen und dementsprechend lizensierten Trainer“, sagt Isert. Mit Co-Trainer Björn Matzel sollte er auch harmonieren.

Am 5. Juli ist Trainingsauftakt. Bis dahin soll im Idealfall der neue Trainer präsentiert werden. „Aber wenn wir den geeigneten Kandidaten erst eine Woche später finden, ist das auch okay. Wir suchen nicht die schnellste, sondern die beste Lösung“, sagt Isert. Bei zwei naheliegenden Kandiaten kann sich Isert allerdings den Anruf sparen. Michael Lorenz, ehemaliger Trainer des Regionalligisten FC Kray und Bruder von Stefan Lorenz, bekräftigte gegenüber dieser Zeitung, als Trainer vorläufig pausieren zu wollen. A-Lizenz-Inhaber Jörg Dohmann, im November bereits schon einmal Kandidat für den Trainerposten an der Keplerstraße, will dagegen der SG Altenessen nach dem Abstieg in die Kreisliga die Treue halten.

So muss sich die Mannschaft noch ein wenig auf ihren neuen Chef gedulden. Womit sie nach Iserts Einschätzung kein Problem hat: „Sie macht auf mich einen stabilen und ruhigen Eindruck. Sie vertraut darauf, dass wir den richtigen Mann finden.“ Isert wird’s schon richten.