Stadtmeisterschaft: B-Ligisten sorgen für Furore
16.01.2012 | 19:33 Uhr 2012-01-16T19:33:00+0100
Erst im letzten Vorrundenspiel konnte Bezirksliga-Spitzenreiter Union Frintrop am Sonntagabend das Aus in der Vorrunde der von der WAZ Mediengruppe präsentierten 18. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball gerade noch abwenden. Nach Pleiten gegen die A-Ligisten FC Karnap und VfB Frohnhausen siegte die Elf von Trainer Michael Wollert mit 6:0 gegen den B-Ligisten Saloniki. Das langte, um als zweitbester Gruppendritter des Nordwestens das allerletzte Ticket für die Zwischenrunde am kommenden Wochenende in der Halle am Hallo zu buchen.
„Das war einfach nur schlecht. Es fehlte an Tempo, Spielfreude und Durchschlagskraft“, bemängelte Wollert, auf dessen Team nun eine „Knallergruppe“ wartet (siehe Gruppeneinteilung). „Wir müssen das Ganze nun kleinlaut angehen und können sowieso nur positiv überraschen“, findet Wollert, der am Hallo auf Daniel Checa-Romero verzichten muss. Der Offensivspieler stürzte gegen den VfB unglücklich und kugelte sich wohl die Schulter aus. Zudem werden Bänderverletzungen befürchtet.
Am Hallo ebenfalls fehlen wird Unions Ligagefährte SG Schönebeck. Nach starker Quali war SGS-Coach Jörg Lipinski eigentlich sehr zuversichtlich gewesen, doch es hagelte drei Pleiten gegen unterklassige Teams und die Blamage war perfekt. „Ich bin maßlos enttäuscht. Man muss auch mit defensiv eingestellten Gegnern umgehen können – wir konnten es nicht“, war Lipinski sauer und kündigte „klare Worte“ und „Kopfwäschen“ für einige Akteure an.
Wo sich höherklassige Teams blamieren, sind unterklassige Vereine, die über sich hinauswachsen, nicht weit weg. So auch in Bergeborbeck, wo ein starkes B-Liga-Trio für Furore sorgte. Tusem und der ESC Preußen setzten sich sensationell gegen die SGS und A-Ligist SV Borbeck durch. „Unser blutjunges Team hat nicht nur gekämpft, sondern auch spielerisch überzeugt“, freute sich Tusem-Trainer Andreas Bierkandt. ESC-Coach Manfred Schröder war von seinen Akteuren ebenso angetan: „Sie sind in beeindruckender Weise aufgetreten.“ Der dritte im Bunde der B-Ligisten ist BV Altenessen, der sich gegen A-Ligist Wacker Bergeborbeck durchsetzte. Der Sportliche Leiter Walter Minewitsch war hoch erfreut: „Wir sind stolz auf das Geleistete und freuen uns nun auf die ganz besondere Atmosphäre am Hallo.“
Die Zwischenrunden-Gruppen:
Gruppe
1:
FC Kray, Vogelheimer SV, ESC Rellinghausen, Tusem.
Gruppe 2: Steele 03/20, Katernberg 19, BW Mintard, Adler Frintrop.
Gruppe 3: SV Kupferdreh, ESC Preußen, Fortuna Bredeney, BV Altenessen.
Gruppe 4: FC Kettwig, TuS Holsterhausen, SuS Niederbonsfeld, FC Karnap.
Gruppe 5: Heisinger SV, SG Altenessen, TuS West 81, BG Überruhr.
Gruppe 6: SV Burgaltendorf, VfB Frohnhausen, TuRa 86, Preußen Eiberg.
Gruppe 7: SC Frintrop, SF Niederwenigern, AL-ARZ Libanon, Eintracht Borbeck.
Gruppe 8: SV Schonnebeck, SC Werden/Heidhausen, SC Phönix, Union Frintrop.
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