Sorgenkind Viererkajak lässt hoffen

Nicht nur Max Hoff und Max Rendschmidt standen beim Kanu-Weltcup am Wochenende auf der Duisburger Wedau aus Essener Sicht im Mittelpunkt des Interesses: Mit Spannung erwartet wurde dann auch das Rennen im 1000m-Viererkajak, in dem gleich zwei deutsche Großboote mit drei KGEern aufeinander trafen.

Im Vorjahr noch die Sorgenkinder des Verbandes, präsentierten sich beide Flaggschiffe nun durchaus als Lichtblicke und zogen beide ins A-Finale ein. Mit nur 15/100 Sekunden Rückstand verpasste am Ende Kai Spenner mit Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin) und dem Oberhausener Lukas Reuschenbach den Bronzeplatz. Und waren dabei mit 1,2 Sekunden Rückstand zum Sieger durchaus in „Reichweite“, wie Kai Spenner es formulierte.

Auf Platz acht kamen David Schmude und Fabian Kux mit Felix Landes (Neckarsulm) und Gordon Harbrecht (Neubrandenburg) ein. „Dafür, dass die Vierermannschaften erst seit einer Woche stehen, war das eine super Leistung. Speziell der vorne liegende Vierer hat hier in Duisburg gezeigt, dass man in Deutschland durchaus noch Vierer fahren kann“, befand das Herren-Bundestrainer-Team Arndt Hanisch und Stefan Ulm. Eine Einschätzung, die auch DKV-Präsident Thomas Konietzko unterstrich mit den Worten: „Da, wo wir zuletzt Probleme hatten, sind wir wieder nah dran am Podium, da meine ich die Großboote“.

Grundsätzlich zufrieden mit den Ergebnissen des Weltcups zeigte sich auch KGE-Trainer Robert Berger. „Mit Max und Max sowieso. Sie haben uneingeschränkt tolle Leistungen gezeigt. Nun können wir uns auf die WM vorbereiten. Ich bin zuversichtlich, dass es dort besser läuft als im Vorjahr“. Und Berger war auch froh, dass mit Kai Spenner, David Schmude, Fabian Kux drei KGEer und mit Lukas Reuschenbach (Oberhausen) ein weiterer Athlet am Essener Bundesstützpunkt trainieren, die weiter im Verfahren um den Vierer sind. Denn beide Boote werden schon nächste Woche beim Weltcup in Kopenhagen erneut zum Einsatz kommen.