Sieg mit dem letzten Aufgebot

Aaron McLeod (hier eine Szene gegen Neuwied) und die Moskitos setzten sich trotz großer personeller Sorgen gegen Halle durch.
Aaron McLeod (hier eine Szene gegen Neuwied) und die Moskitos setzten sich trotz großer personeller Sorgen gegen Halle durch.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Viele Jungs waren es nicht, die Trainer Frank Gentges – selbst schwer an der Hand verletzt – hatte aufbieten können. Doch Eishockey-Oberligist ESC Moskitos lieferte gegen Saale Bulls Halle eine beeindruckende Leistung ab und siegte 3:2.

Viele Jungs waren es nicht, die Trainer Frank Gentges – selbst schwer an der Hand verletzt – hatte aufbieten können. Doch das allerletzte Aufgebot des ESC Moskitos rückte eng zusammen und lieferte gegen die Saale Bulls Halle – zu diesem Zeitpunkt immerhin Zweiter der Verzahnungsrunde – eine beeindruckende Leistung ab, zwang den deutlich breiter aufgestellten Gegner mit 3:2 in die Knie. Zehn Feldspieler (mit Pompino, Raaf-Effertz und Hemmerich waren drei gelernte Defender angetreten, Marius Schmidt musste zudem in der Verteidigung aushelfen) und zwei Torhüter standen Gentges nur zur Verfügung, darunter noch nicht einmal Stamm-Torhüter Christian Wendler, der im Training eine Scheibe an den Hals bekommen hatte. „Das war eine Mammutleistung von all’ denen, die heute da waren“, zollte Frank Gentges Respekt. „Meine Riesenhochachtung vor dieser Leistung.“

Konzentriert und mit Herz ging das Rumpfaufgebot von Beginn an gegen die Ostdeutschen zur Sache, belohnte sich früh mit dem ersten Treffer. Auch durch den Ausgleich ließ sich die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen, auch im Mitteldrittel mussten die Moskitos den Gästen nach eigener Führung das 2:2 gestatten. Thomas Richter traf in der 46. Minute zum 3:2 – die Schlussviertelstunde überstanden die Essener mit Glück und Verstand, am Ende durfte ein – gerade unter diesen Umständen – verdienter Essener Erfolg bejubelt werden.

Ein bisschen Wehmut ist auch dabei

Der auch ein bisschen Wehmut hervorrief, gerade beim Coach. Wer weiß schon, zu was der Moskotos-Kader im Stande ist, wenn er denn komplett wäre: „Hätten wir die ganzen Verletzten alle dabei gehabt, wären 15 Punkte möglich gewesen und Platz zwei absolut in Reichweite“, so Frank Gentges. So sind es sechs Zähler, die Playoffs scheinen somit außer Reichweite. Immerhin: Der Kader dürfte sich für die Auswärtsfahrt nach Niesky (Freitag, 20 Uhr) wieder etwas auffüllen: Pierre Kracht ist nach seiner Sperre spielberechtigt, Florian Spelleken (Handbruch) und Goalie Wendler könnten ihr Comeback geben.