SHC Rockets feiern besonderen 30. Geburtstag

Im Doppeleinsatz am Wochenende: Danny Albrecht und Torwart Tim Koziol vom SHC Rockets.
Im Doppeleinsatz am Wochenende: Danny Albrecht und Torwart Tim Koziol vom SHC Rockets.
Foto: WAZ FotoPool

Auf dem Spielfeld sind die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets in der jüngeren Vergangenheit meist von Erfolg zu Erfolg gedüst, und auch abseits des Ovals haben die Essener einmal mehr einen Grund zur Freude. Denn am Donnerstag feierte der Verein seinen 30. Geburtstag, ist damit der zweitälteste Skaterhockey-Klub in Deutschland.

„Die Rockets sind das beste Beispiel dafür, dass aus verrückten Ideen etwas wirklich Gutes und Großes entstehen kann“, meint der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, der schon seit Gründung des Klubs in Amt und Würden weilt. Als Interessensgemeinschaft starteten die Raketen Mitte der 80er Jahre auf den Schulhöfen rund um Rüttenscheid mit dem Skaterhockey. Jux und Dollerei trieben die Teenager damals an, mittlerweile stehen die Organisation und Professionalisierung ihrer Randsportart im Mittelpunkt des Vereinslebens.

Seit ziemlich genau zehn Jahren haben die Raketen mit der Rollsportarena an der Raumerstraße eine eigene Heimat, nachdem sie zuvor eine wahre Odyssee durch Essens Sporthallen erlebten. Und seit sie ihr festes Dach über dem Kopf haben, sind die Rockets enorm erfolgreich. Die Jugend- (2005) und Junioren-Mannschaft (2008) war bereits Deutscher Meister, dazu gewannen die Junioren auch den Europapokal (2009). Selbiges Kunststück haben die Bundesliga-Herren 2011 geschafft, die zudem zweimal den nationalen Pokal holten (2012, 2014).

Der Pokal steht auch an diesem Freitag (19.30 Uhr) im Blickpunkt, wenn die Bundesliga-Herren zum Zweitrunden-Duell gegen die vereinseigene zweite Mannschaft antreten. „Es ist ja kurios, dass zwei unserer Teams im Pokal aufeinandertreffen, aber dass dies dann auch noch einen Tag nach unserem runden Geburtstag stattfindet, übertrifft schon einiges“, meint Thomas Böttcher.

Eine interne Direktive, wer das Spiel gewinnen soll, gebe es „selbstverständlich nicht“, sagt Böttcher. Doch es ist allein aufgrund der Mannschaftsstärken davon auszugehen, dass sich das Bundesliga-Team klar durchsetzen wird. Und nach Möglichkeit sollten die Cracks dabei mit ihren Kräften haushalten. Denn schon am Samstag (18.15 Uhr) steht die Bundesliga-Partie bei den Crash Eagles Kaarst im Programm.

Die Kaarster haben sich übrigens rund ein Jahr vor den Rockets gegründet und sind damit der älteste Skaterhockey-Verein der Bundesrepublik. „Und auch das“, so Böttcher, „passt ja irgendwie zu unserem Geburtstag“.