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Frauenfußball Bundesliga

SGS will wieder „heiß“ werden

09.10.2012 | 19:33 Uhr
SGS will wieder „heiß“ werden
Foto: Michael Gohl

Keine Zeit zum Verschaufen haben die Bundeskliga-Fußballerinnen der SGS. Nach dem Pokal-Aus in Potsdam wartet am Sonntag an der Hafenstraße in VfL Wolfsburg die nächste Spitzenmannschaft auf das Högner-Team.

So richtig gut fühlt sich Markus Högner noch nicht. „Aber es geht“, meint der Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten SGS Essen. Scharlach und Mittelohrentzündung sind zwar überstanden, aber etwas schlapp ist er noch. Ähnlich wie seine Spielerinnen. Bei ihnen liegt die Ursache aber ein gutes Stück tiefer: Die Beine sind nach den anstrengenden „Englischen Wochen“ schwer. „Mit der Punktausbeute bin ich zufrieden. Dass wir im Pokal gegen Potsdam ausgeschieden sind, ist schade. Aber wir haben eine bravouröse Leistung abgeliefert“, sagt Högner nach eingehender Videoanalyse.

Am Sonntag (14 Uhr, Hafenstraße) geht es nun gegen den VfL Wolfsburg, die nächste Spitzenmannschaft. Trotzdem lässt der Fußballlehrer seinen Spielerinnen erst einmal ein wenig Zeit zum Verschnaufen. Anfang der Woche gab es dafür einen Sauna-Gang und eine intensive Behandlung vom Physiotherapeuten. „Solche Wochen sind anstrengend. Nicht nur körperlich. Wir müssen uns jetzt wieder neu motivieren, wieder heiß werden und uns auf das nächste Spiel freuen.“

Ausruhen darf man sich auf dem bisher Erreichten sicher nicht. Sieben Punkte und Rang drei lassen sich zwar gut sehen, aber wegen des völlig entzerrten Spielplans besitzt die Tabelle nur wenig Aussagekraft. Wolfsburg zum Beispiel hat erst zwei Liga-Partien absolviert, die SGS schon fünf. Trotzdem sieht man deutlich, wohin den VfL sein Weg führt: an die Spitze. „Sie marschieren bisher souverän durch die Liga und Champions League. Aber wir haben bisher beide Heimspiele gewonnen und wollen auch am Sonntag punkten“, sagt Högner.

Allerdings muss er zugeben: „Schwächen habe ich bei Wolfsburg noch nicht erkannt.“ Eine solche wäre für die SGS der Ausfall von Kapitänin Melanie Hoffmann. „Mel hat nach Belastungen immer wieder ein dickes Knie bekommen“, erklärt Högner. Am gestrigen Dienstag unterzog sich die 37-Jährige daher einer Kernspin-Untersuchung, um der genauen Ursache nachzugehen.

Benedikt Burgmer



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