SGS unterliegt Hoffenheim

Ein Chancenplus konnte sein Team nicht zu einem Sieg nutzen: SGS-Trainer Markus Högner
Ein Chancenplus konnte sein Team nicht zu einem Sieg nutzen: SGS-Trainer Markus Högner
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Frauenfußball-Bundesligist SGS Essen musste sich bei der TSG Hoffenheim mit 1:3 geschlagen geben – nun ist Tabellenplatz fünf in Gefahr.

TSG Hoffenheim -
SGS Essen 3:1 (0:0)

SGS: Pauels – Klasen (46. Doorsoun), Martini, Hochstein, Freutel – Meissner (86. Feldkamp), Lehmann, Gidion (63. Gier), Schüller – Dallmann, Hartmann.
Tore:
1:0 Evels (55.), 2:0 Stoller (67.), 3:0 Stoller (76.), 3:1 Freutel (82.).

Zwei Spieltage vor dem Saisonende in der Frauenfußball-Bundesliga muss die SGS Essen noch ein wenig um ihren fünften Tabellenplatz bangen. Gegen den unmittelbaren Verfolger TSG Hoffenheim unterlagen die Essenerinnen etwas unglücklich mit 1:3. Noch aber haben sie drei Punkte Vorsprung und ein im Moment doch deutlich besseres Torverhältnis. Allerdings hat es das Restprogramm der SGS mit dem VfL Wolfsburg und Bayern München in sich. „Ich denke nicht, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat“, sagte SGS-Trainer Markus Högner nach dem Abpfiff. „Wir waren mindestens gleichwertig.“

Lena Pauels debütiert im Tor

Gemessen an Torchancen waren die Essenerinnen in der ersten Hälfte sogar überlegen. Dabei hatte der Trainer personell die eine oder andere Überraschung parat: Irini Ioannidou, Dominique Janssen und Sara Doorsoun fanden sich zunächst auf der Bank wieder. Im Tor gab Lena Pauels (17 Jahre) ihr Debüt. Stammkraft Lisa Weiß kam mit einem Sehnenriss am Finger von der Nationalmannschaft zurück und war noch nicht einsatzbereit. Viel zu tun bekam Pauels zu Beginn nicht. Im Mittelpunkt stand das Tor auf der anderen Seite. Lea Schüller und Linda Dallmann aber konnten den Ball dort trotz aussichtsreicher Möglichkeiten nicht unterbringen. „Ein Tor müssen wir da eigentlich machen“, ärgerte sich Högner.

Auch die zweite Hälfte lief aus Essener Sicht gut an. Doch fast wie aus dem Nichts nutzte Hoffenheims Evels eine Unachtsamkeit der SGS-Defensive zum 0:1. Fünf Minuten später aber war alles wieder in der Reihe – dachte Högner. Doch der Dallmann-Treffer, ein sehenswerter Lupfer aus 20 Metern, zählte nicht. Die Schiedsrichterin Chritina Biehl zeigte zwar bereits zur Mittellinie, doch auf Hinweis der Assistentin nahm sie den Treffer zurück.

Nach der Einwechslung von Madeline Gier war die Linienrichterin offenbar noch nicht wieder bereit gewesen. „Eine skurrile Szene“, bemerkt Högner, zumal er von der Schiedsrichterin eindeutig das Signal zum Weiterspielen vernommen hatte. Der Ärger war noch nicht ganz verflogen, da schlugen die Gastgeberinnen mit Stoller erneut eiskalt zu – 0:2. Als die SGS alles nach vorne warf, fing sich das Team sogar noch das 0:3. Der Treffer von Sarah Freutel war nur noch Ergebniskosmetik. Aber vielleicht zählt am Ende ja das Torverhältnis.