SGS muss zum Angstgegner nach Jena

Als Fünfter in der Frauenfußball-Bundesliga liegt die SGS Essen weiter über den Erwartungen. Und doch sieht Zufriedenheit anders aus. Die Zahlen stimmen zwar, nach den Heimspielen äußerten zuletzt doch immer mehr Anhänger ihren Unmut über die gezeigten Leistungen. So auch beim 2:2 gegen den SC Sand. „Die Zuschauer haben eine andere Leistung verdient“, meint auch Högner, schiebt aber gleich hinterher: „Einige müssen realistisch bleiben.“

Wahnsinn sei es, dass die SGS schon 18 Punkte eingefahren hat. Gemessen an den Bedingungen, unten denen die Spielerinnen arbeiten. „Wir konnten seit Dezember nicht auf Naturrasen trainieren. Dann hatten wir in der vergangenen Woche bis zu sieben Spielerinnen mit einer Grippe. Zum Teil sogar noch während des Spiels.“ In solch einer Situation müsse man mit einem Punkt leben können. „Auch wenn ich mit dem Spiel natürlich auch nicht zufrieden bin.“

Woher der gestiegene Erwartungsdruck kommt, ahnt Högner: „Wir haben in der Vorsaison Begehrlichkeiten geweckt.“ Gemeint ist der Einzug ins DFB-Pokalfinale. Das war einfach ein zu außergewöhnlicher Erfolg. Aktuell würde schon ein gewöhnlicher Heimsieg genügen. Vorher aber möchte die SGS am Sonntag (14 Uhr) mindestens einen Auswärtspunkt aus Jena entführen.

Allerdings gilt Jena als Angstgegner der SGS. Noch nie konnte Högner mit seiner Elf dort gewinnen. Zwei Remis waren lediglich dabei. Und auch der Krankenstand hat sich an der Ardelhütte in dieser Woche kaum gebessert.