SGS Essen will mit einer U21 für starken Unterbau sorgen

Sabrina Dörpinghaus
Sabrina Dörpinghaus
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Lea Schüller und Jana Feldkamp waren die letzten Spielerinnen, die ihn auf Anhieb schafften: Den großen Sprung aus der U17 in die Frauenfußball-Bundesliga. Andere Talente brauchen häufig noch einen Zwischenschritt, weshalb der SGS Essen zuletzt immer mal wieder Nachwuchskräfte verloren gingen. Dem möchte der Klub nun aber künftig einen Riegel vorschieben und baut dafür die zweite Mannschaft um: In der Regionalliga ist die SGS in der neuen Saison mit einer U21 vertreten.

„Uns fehlt im Frauenfußball eine A-Jugend“, begründet Essens Manager Willi Wißing diesen Schritt. Nicht nur der Altersdurchschnitt soll auf unter 21 Jahre gesenkt werden, zugleich sollen niemals mehr als zwei Spielerinnen auf dem Platz stehen, die über der Altersgrenze liegen. In Sabrina Dörpinghaus und Caro Hamann (beide 27) dürfte die auch bereits gefunden sein. „Wir möchten so ein Auffangbecken für ehemalige Spielerinnen aus unserer U17 schaffen.“

Sukzessive sollen diese Spielerinnen an die Eliteliga herangeführt werden, ohne dabei die Schule zu vernachlässigen. Etwas verwunderlich ist da nur, dass der Altersdurchschnitt im Erstliga-Team zuletzt auch nur bei 21,35 Jahren lag. Zweifel am Sinn der „Namensänderung“ räumt Wißing aber gleich aus: „Tatsächlich waren in unserer zweiten Mannschaft einige ältere Spielerinnen dabei und das Durchschnittsalter damit höher als in unserer Ersten.“

Erste Abgänge hat es deshalb bereits gegeben, die meisten zog es zum Nachbarn VfL Bochum. Aus der Mannschaft der Vorsaison bleiben Trainerin Stefanie Rohrbeck lediglich Christina Dierkes, Alina Franke, Vivien Gaj, Naomi Härtling, Lara Masloch, Waitsa Metaxas, Katharina Wißkirchen sowie Sandra Glahn-Krippel und Katharina Rogalla.

Aus der eigenen Jugend kommen Saskia Buschmann, Malin Cziuraj, Alina Gehle, Carina Gerhard, Dilara Hamurcu, Eileen Hillmann, Celina Kotziampassis, Sophia Röttges, Lisa Schlaghecke, Bianca Steppich, Mathilda Thies, Vanessa Vohs und Kim Ziemeck hinzu. Und Markus Högner, Trainer der Erstliga-Frauen, wird die Entwicklungen künftig sicher noch genauer beobachten.