SGS empfängt runderneuerten Abstiegskandidaten Sand

Ein Heimspiel gegen den Drittletzten der Frauenfußball-Bundesliga: Doch große Töne spuckt Trainer Markus Högner vor dem Restrundenstart am Sonntag (14 Uhr, Hafenstr.) gegen den SC Sand nicht. Denn die Gäste haben in der Winterpause kräftig am Transferkarussel gedreht. Zwei Amerikanerinnen, zwei Kanadierinnen und eine Kosovarin sind zum Team gestoßen. Schon vor Weihnachten übernahm Sven Kahlert den Trainerposten.

„Man sieht daran, dass sie unbedingt die Klasse halten wollen. Wie stark sie sind, haben sie ja auch vor der Pause schon gezeigt“, erklärt Högner, der die Neuzugänge am Sonntag aber noch nicht in der ersten Elf erwartet. „Die Verpflichtungen werden sich eher erst im Laufe der Rückrunde bezahlt machen.“ Ein wenig Zeit der Eingewöhnung an die deutsche Eliteliga bedarf es eben schon.

Probleme, die man bei der SGS auch schon hatte. Aber in dieser Saison ist man an der Ardelhütte von Abstiegssorgen weit entfernt. Einzig Markus Högner warnt stetig, erst von mehr zu sprechen, wenn die magische Marke von 20 Punkten erreicht ist. Drei fehlen dafür noch. Aber er möchte die Leistung seiner Elf nicht nur am Punktestand messen. Auch spielerisch will er Fortschritte sehen. Vor allem im eigenen Stadion. Denn die Heimbilanz fällt bisher mager aus: Erst einen Heimsieg konnten die Essenerinnen in dieser Spielzeit verbuchen.

„Wir wollen vor allem unserem treuen Publikum guten Fußball bieten und möglichst bald den Klassenerhalt perfekt machen. Alles weitere sehen wir dann Woche für Woche“, meint Högner. Dabei klingt an, dass er in den verbleibenden Spielen gerne auch mal das eine oder andere ausprobieren würde. Gegen Sand bietet sich das nicht an, denn ein Magen-Darm-Virus schränkt seine Möglichkeiten ein: Isabel Hochstein, Lena Ostermeier, Isabelle Wolf, Jacqueline Klasen und Kari Närdemann liegen flach.

Lisa Weiß, Margarita Gidion, Madeline Gier und Lea Schüller haben nach der Rückkehr von ihren Länderspielreisen zunächst einen Tag frei bekommen und sollen erst beim Abschlusstraining wieder zur Mannschaft stoßen. Keine optimale Vorbereitung. „Man wünscht sich schon, in der letzten Vorbereitungswoche alle zusammen zu haben. Aber die Freude über die Nominierungen überwiegt, weil sie ja auch eine Bestätigung unserer Arbeit darstellen.“