SGS besiegt den Heimfluch

SGS Essen
SC Freiburg 5:1 (2:1)

SGS: Weiß – Klasen, Janssen, Hochstein, Freutel – Doorsoun (76. Gier), Lehmann, Gidion, Feldkamp (82. Meissner) – Dallmann, Hartmann (76. Schüller). Zuschauer: 1009.
Tore: 1:0 Hartmann (2.), 2:0 Lehmann (35.), 2:1 Arnold (45.), 3:1 Dallmann (56.), 4:1 Feldkamp (60.), 5:1 Schüller (88.).

Trainer Markus Högner fühlte sich nach der Partie gegen den SC Freiburg an „alte Zeiten“ erinnert. Von den Rängen schallte der Applaus. Die Spielerinnen hatten merklich Freude vor die Haupttribüne zu treten und sich feiern zu lassen. Auch sie genossen diesen Moment, der für den Frauenfußball-Bundesligisten an der Hafenstraße zur Seltenheit geworden ist: ein 5:1-Heimsieg und eine sehr überzeugende Leistung.

„Endlich haben unsere treuen Zuschauer wieder eine Topleistung von uns gesehen. Bisher mussten sie ja in Heimspielen viel leiden“, erklärte Högner. Platz fünf ist der SGS damit fast schon sicher, zumal Freiburg zu den Mitbewerbern zählte.

Schon in der zweiten Minute öffnete Essens Dominique Janssen mit einem sehenswerten Diagonalpass auf Jana Feldkamp das Feld. Die 17-Jährige erwischte den perfekten Moment für das Zuspiel in die Spitze, Charline Hartmann netzte ein. 1:0.

Die SGS ließ anschließend Gegner und Ball laufen. Högner hatte am Seitenrand Gefallen an der Partie gefunden, denn seine Elf zeigte das von ihm geliebte Kurzpassspiel in bisher selten erreichter Qualität. Allerdings konnte man bei den Gäste fast den Eindruck gewinnen, als ginge es ihnen bei den matschigen Platzverhältnissen vornehmlich darum, mit sauberen Trikots in die Pause zu kommen.

Bei aller Überlegenheit verpasste es die SGS denn auch nicht, nachzulegen. Nach einer Ecke schraubte Ina Lehmann ihre 1,58 Meter in die Höhe und köpfte ein zum 2:0. Allerdings schaffte Freiburg mit dem Pausenpfiff doch noch den unerwarteten Anschlusstreffer. Und zwar nach einem Konter. Högner tobte: „Wir haben den Gegner klar beherrscht, dann fällt aus dem Nichts das 1:2. Das kann einem auch mal das Genick brechen.“

Aber die Gastfreundlichkeit der SGS war damit aufgebraucht. Gleich nach Wiederbeginn waren die Essenerinnen wieder spielbestimmend. Margarita Gidion servierte den Ball, Linda Dallmann schob aus fünf Metern ein. Vier Minuten später wollte sich Dallmann bei der Vorbereiterin revanchieren statt selbst nachzulegen. Gidion aber konnte in Bedrängung nur stochern, Feldkamp kam zur Hilfe: 4:1.

Nach einer kurzen Zeit des Chancenwuchers auf beiden Seiten setzte Lea Schüller einen beeindruckenden Schlusspunkt: Madeline Gier flankte perfekt, Schüller wuchtete den Ball per Kopf in die Maschen.