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SGE-Trio besteht Formtest in Paris

10.07.2012 | 16:28 Uhr
SGE-Trio besteht Formtest in Paris
Caroline Ruhnau, Brustschwimmerin der SGE und Olympia-Starterin. REUTERS/

Das hochkarätig besetzte Schwimm-Meeting in Paris war für die drei Olympia-Teilnehmer der SG Essen der letzte Formtest unter Wettkampfbedingungen. „Insgesamt bin ich zufrieden“, sagte Henning Lambertz, Bundesstützpunkt-Trainer in Rüttenscheid. Seine Schützlinge haben gezeigt, dass sie im Soll sind.

Hendrik Feldwehr allerdings bereitet noch Kopfzerbrechen. Nach Muskelbündelriss im Adduktorenbereich, den sich der Brustschwimmer Ende April zugezogen hatte, ist er wieder fit. Die Leistungsdiagnostik in Hamburg hat es bestätigt. Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit sind wieder wie vor der Verletzung. Doch in Paris zeigte sich, dass der Körper noch unterschiedlich auf Belastungen reagiert und die Muskulatur mitunter früher ermüdet. Über 50 Meter zog Feldwehr mit 27,8 Sekunden als Schnellster ins Finale ein. „Aus dem Training heraus ist das eine sehr gute Zeit. Schneller war Hendrik noch nie drei Wochen vor einem Top-Ereignis“, lobte der Trainer. Im Finale, in der sich die Weltelite traf, schwamm der Essener mit 28,3 Sek. auf Rang vier.

Über die 100 Meter stellten sich dann Probleme ein. 1:04,3 Minuten waren es im Vorlauf, 1:03,7 Min. im Finale. Bescheidene Zeiten. Der zweite deutsche Teilnehmer Christian vom Lehn (Wuppertal) war allerdings mit 1:05 schon im Vorlauf gescheitert.

Caroline Ruhnau von der SG Essen sorgte aus deutscher Sicht zunächst für einen der Höhepunkte. Sie gewann die 50-m-Brust, eine allerdings nicht-olympische Strecke, in 31,52 Sekunden vor ihrer deutschen Konkurrentin Sarah Poewe (Wuppertal/ 31,68). Über 100 Meter wurde Ruhnau (1:09,0 Min.) Zweite hinter Poewe (1:08,6). Lambertz war zufrieden. „Auch Caro war zum vergleichbaren Zeitpunkt noch nie so schnell. Schließlich ist auch sie aus dem vollen Training heraus nach Paris gereist.“

Ebenfalls ordentlich waren die Leistungen von Lisa Vitting über 50 m (26,1 Sek.) und 100 m Freistil (56,3 Sek.).

Rolf Hantel

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