SGE-Frauen Deutscher Meister, die Männer Vizemeister
05.02.2012 | 21:35 Uhr 2012-02-05T21:35:00+0100
Sehr souverän und sehr spannend -- so erlebte die Startgemeinschaft Essen das Bundesliga-Finale bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) in Darmstadt. Während bei der Frauen-Konkurrenz schon nach dem ersten Abschnitt klar war, dass die SGE ihren Titel verteidigen würde, glich der Wettbewerb bei den Männern einem Krimi. Mit einer knappen 100-Punkte-Führung war die SGE ins Finale eingezogen und wurde schließlich Vizemeister mit nur 152 Zählern Rückstand auf die SG Frankfurt.
Zum vierten Mal in Folge haben sich die Essenerinnen die Krone aufgesetzt. Königsklasse! Wie erwartet, muss man sagen, denn nach der Vorrunde hatten sie bereits überdeutlich mit 671 Zählern vor der SG Dortmund geführt. Und nun distanzierte die SGE die Konkurrenz nochmals und verdoppelte den Abstand. Mit mehr als 1300 Punkten lag die Mannschaft von Trainer Mitja Zastrow letztlich vor dem chancenlosen Verfolger aus Dortmund.
Dass es ein Klassenunterschied wurde, lag auch daran, dass Jasmin und Iris Rosenberger mitschwammen. Die beiden Schwestern fehlten bei der Vorrunde in Rüttenscheid, weil sie für die Türkei an einem Länderkampf teilgenommen hatten. Die SGE konnte es sich nun sogar leisten, Sina Sutter zu schonen. Die Deutsche Meisterin über 100-m-Schmetterling und Olympia-Kandidatin hatte einen leichten Infekt und absolvierte nur drei Starts.
Freistil-Spezialistin Lisa Vitting, ebenfalls Olympia-Kandidatin, war zwar die erfolgreichste Punktesammlerin im Team, aber das Talent Kathrin Demler (Jahrgang 1996) erhielt ein Sonderlob von höherer Instanz. „Sie hat einen phänomenalen Wettkampf gezeigt“, fand Bundesstützpunkt-Trainer Henning Lambertz. Vor allem, weil Demler mit das schwerste Programm auf sich genommen hatte: die drei langen Freistil-Strecken (200-, 400-, 800-m) sowie die kräftezehrenden 400-m-Lagen und 200-m-Rücken.
Mit einem minimalen Vorsprung von 113 Punkten zum Verfolger SG Frankfurt starteten die SGE-Männer in Darmstadt in die Entscheidung. Und wurden letztlich ebenso hauchdünn mit 152 Punkten Rückstand deutscher Vizemeister. „Natürlich sind wir etwas enttäuscht, aber wir sind dennoch zufrieden. Die Jungs haben gekämpft und sich super reingekniet“, sagte der SGE-Vorsitzende Bernhard Gemlau. „Platz zwei ist absolut okay“, bestätigte Henning Lambertz. „Frankfurt hat sich im Gegensatz zu uns gezielt auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Wir haben andere Schwerpunkte gesetzt“, ergänzte er mit Blick auf die Sommerspiele in London. Auch bei den Männern zeigte der SGE-Nachwuchs (Jahrgang 1993 und jünger), dass er das Potenzial besitzt, nationales Top-Niveau in der offenen Klasse zu erreichen.
„Die gesamte Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt“, war Lambertz beeindruckt. Selbst im letzten Rennen, den 400-m-Lagen, schwamm Hendrik Feldwehr noch persönliche Bestzeit. Und der Stützpunkt-Trainer schwärmte geradezu von dem außergewöhnlichen Zusammenhalt: „Sie haben sich gegenseitig bis zu Schluss angefeuert. Ich habe selten einen solchen Teamgeist erlebt. Diese DMS war ein tolles Erlebnis.“ Nicht nur wegen des Erfolgs.
1.Bundesliga
Die Punkteverteilung nach dem Finale in Darmstadt:
Frauen
1. SG Essen 47613
2. SG Dortmund 46274
3. SV Halle/Saale46053
Herren
1. SG Frankfurt46308
2. SG Essen46156
3. SG Neukölln/Berlin 44924
2.Bundesliga
Die Punkteverteilung nach dem Finale in Gelsenkirchen:
Frauen
1. SG Köln 44 214
2. SG Essen43 069
3. SG Ruhr41 889
Männer
1. SG Essen 44 883
2. SG Köln43 374
3. SG Gelsenkirchen42 284
0mitdiskutieren