SGE-Asse sorgten beim Berliner Publikum für Nervenkitzel

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Christian vom Lehn, im vergangenen Jahr vom Verletzungspech geplagt, zeigte bereits im Vorlauf über 100m Brust seinen Konkurrenten Marco Koch (Darmstadt) und Hendrik Feldwehr: Ich bin zurück.

Mit 1:00,27 Minuten lieferte er die Spitzenzeit ab und blieb damit unter der WM-Norm für den Vorlauf. (1:00,89). Marco Koch – gewarnt – suchte im Finale sein Heil in der Flucht nach vorne. Vergebens. Feldwehr und vom Lehn blieben am Silbermedaillen-Gewinner der Kurzbahn-WM dran. Am Ende war Christian vom Lehn der Schnellste. Der Essener holt in 1:00,42 Minuten den Titel. Am Sonntagnachmittag ließ er über 200 Meter Brust noch Silber folgen, im Vorlauf wie im Finale ebenfalls unter der WM-Norm. Marco Koch (1:00,53) errang Silber. Vorjahressieger Hendrik Feldwehr blieb in 1:00,65 Minuten die Bronzemedaille.

Nicht minder spannend verlief das Finale über 1500m Freistil der Damen. Vorneweg lieferte sich Isabelle Härle mit ihren Konkurrentinnen Sarah Köhler aus Frankfurt und Leonie Antonio Beck aus Würzburg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach 100 Metern hatte sich das Führungstrio deutlich vom Feld abgesetzt. Keine andere Schwimmerin konnte das hohe Tempo an der Spitze mitgehen. 15 Minuten schien sich keine der drei Konkurrentinnen um den DM-Titel absetzen zu können oder zu wollen. Das wird eine Entscheidung im Endspurt, spürte das Publikum. Nach der vorletzten Wende 100 Meter vor dem Ziel zog Isabelle Härle das Tempo an, konnte das Tempo stehen und ließ die Schlussattacken von Sarah Köhler und Leonie Antonia Beck verpuffen.

Isabelle Härle siegte in 16:06,82 Minuten. Sarah Köhler benötigte 16:07,33 für Platz zwei. Leonie Antonia Beck stellte mit ihrer Bronze-Zeit von 16:07,70 Minuten einen neuen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen auf.

Mit ihrer Bronzemedaille über 100m Brust polierte Caroline Ruhnau den Medaillenspiegel der SG Essen am vorletzten Wettkampftag auf.

Am letzten Wettkampftag griff Dorothea Brandt noch einmal in das Wettkampfgeschehen ein. Wie erwartet hatte sie über die 50m Freistil kein Problem mit der WM-Norm. In 24,84 Sekunden unterbot sie diese deutlich und schwamm bis auf eine Hundertstel an ihre im Vorlauf aufgestellte Saisonbestleistung heran. Ein schöner Abschluss für die SGE.