SFK muss punkten im Abstiegskampf

Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte ist die Lage der Sportfreunde Katernberg in der Schachbundesliga weiterhin sehr ernst: Zwar gelangen im Dezember an heimischen Brettern gegen Rostock und Hamburg zwei wichtige Siege im Abstiegskampf, aber zuvor hatten die Essener auch gegen die direkten Konkurrenten Dortmund und Berlin verloren. Nun müssen sie die noch fehlenden Punkte zum Klassenerhalt gegen deutlich stärkere Gegner einfahren. Die erste Gelegenheit zur Aufbesserung des Punktekontos ist bereits am kommenden Wochenende gegeben, wenn SFK in Solingen auf die West-Konkurrenten aus Solingen und Mülheim trifft.

Solingen zählte früher über Jahrzehnte zur Top-Adresse des deutschen Schachs, in den 80er Jahren spielte sogar Ex-Weltmeister Boris Spassky für die Klingenstädter. Nach dem Rückzug des Hauptsponsors fehlen bei Solingen die ganz großen Namen, aber dennoch zählt die Mannschaft noch immer zu den stärksten der Liga, aktuell rangiert das Team mit 8:6 Punkten auf dem sechsten Rang. SF Katernberg schöpft Hoffnung aus einem Blick zurück in die vergangene Spielzeit, als man gegen Solingen überraschend zwei Punkte geholt hatte.

Mülheim, Vizemeister des Vorjahres, blieb in der laufenden Saison mit nur 6:8 Punkten hinter den eigenen Ansprüchen zurück, geht in die Begegnung mit den Katernberger aber dennoch als Favorit. Aber: „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, das weiß SFK-Mannschaftsführer Ulrich Geilmann und erinnert an den Oktober 2011: Damals besiegte SFK die Mülheimer ausgerechnet in der zentralen Auftaktrunde, als sie als Gastgeber in stärkster Besetzung angetreten waren.

Aufstellung lässt SFK offen

Was die eigene Aufstellung angeht hüllt sich Geilmann wie üblich in Schweigen. Wichtig wäre vor allem, dass die ukrainischen Spitzenspieler Volokitin und Kryvoruchko mit von der Partie sind, um wenigstens an den Spitzenbrettern für eine gewisse „Waffengleichheit“ zu sorgen.

Gespielt wird am kommenden Samstag ab 14 Uhr und am Sonntag ab 10 Uhr in der Sparkasse Solingen, Kölner Straße 68-72. Die Kämpfe werden wieder live im Internet übertragen unter www.schachbundesliga.de.