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Schach, 1. Bundesliga

SFK jubelt nach dem zweiten Sieg

16.11.2009 | 19:33 Uhr

Essener bezwingen Remagen mit 5:3 und wehren sich beim 3:5 gegen Solingen nach Kräften. Tolle Leistung von Volokitin.

SF Katernberg - Remagen 5:3

Zweimal teilte sich Sebastian Siebrecht (SFK) die Punkte. WAZ: Foto, Michael Gohl

Die Partien: Volokitin – Fedorchuk 1:0, Seel – Parligras 0,5:0,5, Bischoff – Dgebuadze 0:1, Glek – Mainka 1:0, Zaragatski – Swinkels 0,5:0,5, Ris – Teske 0,5:0,5, Siebrecht – Popovic 0,5:0,5, Scholz – Schulz 0,5:0,5.

Am zweiten Doppel-Spieltag in der Schach-Bundesliga erkämpften die Sportfreunde Katernberg gegen favorisierte Remagener ihren zweiten Sieg und wahrten damit deutlichen Abstand zu den Abstiegsrängen. Bei Spielbeginn bildeten sich Schweißperlen auf der Stirn von Teamchef Ulrich Geilmann: Gleich drei Spieler standen im Stau auf der A 40. Doch alle trafen noch rechtzeitig ein und mussten ihren Gegnern lediglich eine kleine Zeitgutschrift überlassen.

Nach zwei schnellen Punkteteilungen von Sebastian Siebrecht und Christian Seel brachte Igor Glek das SFK-Team mit einem lockeren Sieg über Großmeister Romuald Mainka in Führung: Er kassierte einen Bauern ein, überstand die anschließende gegnerische Offensive ohne Verluste und wies schließlich auch ein Springeropfer als Verzweiflungstat zurück. Dafür verlor aber Klaus Bischoff, der in Zeitnot und in schwieriger Position vom rechten Weg abkam. So hieß es also 2:2.

Die Stellung von Andrei Volokitin am Spitzenbrett bereitete den Katernberger Anhängern einige Sorgen, doch die Königsstellung des Ukrainers hielt allen Angriffen stand. Am Ende siegte er im Gegenangriff. Prädikat: Weltklasse.

Die Schlüsselpartie der Begegnung fand am achten Brett statt: Dr. Christian Scholz hatte gegen den Internationalen Meister Klaus-Jürgen Schulz die Eröffnung ungewohnt scharf angelegt und wurde eingangs der Zeitnotphase von einem starken Figurenopfer überrascht. Wie sich in der späteren Analyse herausstellte, verpasste der Remagener in Zeitnot mehrmals die beste Angriffsfortsetzung und überschritt im 26. Zug die Zeit.

Damit konnten Ilja Zaragatski und Robert Ris ihre Partien Remis geben – der zweite Saisonsieg war perfekt.

SFK - Solingen 3:5

Die Partien: Volokitin – Smeets 0,5:0,5, Seel – Nikolic 0,5:0,5, Bischoff – Buhmann 0,5:0,5, Glek – Romain 0,5:0,5, Zaragatski – l'Ami 0,5:0,5, Ris – Ragger 0:1, Siebrecht – Naumann 0,5:0,5, Scholz – Hoffmann 0:1.

Im zweiten Spiel des Wochenendes lieferte SFK dem haushohen Favoriten Solingen, der mit acht Großmeistern angetreten war, einen beherzten Kampf. Zwar konnte Andrei Volokitin gegen die russische Verteidigung des niederländischen Nationalspielers Jan Smeets keinen Vorteil herausholen, dafür trotzten fast alle Katernberger ihren Gegenspielern ein Remis ab. Wie am Vortag spielte Dr. Christian Scholz die entscheidende Partie, diesmal allerdings erlag er dem Königsangriff des Solingers Michael Hoffmann. Die besten Chancen auf einen Sieg besaß noch Sebastian Siebrecht, der erst einen Bauern und dann noch die Qualität opferte. Doch Großmeister Alexander Naumann verteidigte zu präzise, so dass der Katernberger sich mit einem Remis durch Zugwiederholung begnügen musste.

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