Sekt und Torte für Rekordmeister

Christian vom Lehn von der SGE.
Christian vom Lehn von der SGE.
Foto: Thomas Stuckert
Was wir bereits wissen
Die Schwimmerinnen der SG Essen haben sich zum siebten Mal in Folge den Titel bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Essener Hauptbad geholt. Natürlich muss der Rekord auch gefeiert werden.

Doch, Trainerin Nicole Endruschat, musste einräumen, dass sie am Ende doch etwas unruhig wurde. Beim Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Essener Hauptbad (DMS) war die Frauenmannschaft der SGE als klarer Favorit ins Rennen gegangen. Doch Mitte des dritten Durchganges schmolz der Vorsprung, Konkurrent Würzburg 05 kam heran. „Wir haben die Mannschaft dann noch etwas umgestellt“, schildert Endruschat, was auch bestens funktionierte. Der Würzburger Angriff wurde locker abgewehrt.

Die Würzburger hatten sich erstmals eine neue Regelung zu Nutze gemacht. Früher durfte man bei der DMS nur antreten, wenn man mindestens ein Jahr zuvor die Startberechtigung für einen Verein bekommen hatte. Das ist nun anders. Und Würzburg hatte sich für die Titelkämpfe prompt mit vier Top-Kräften aus Ungarn verstärkt - zwei Frauen und zwei Männer. Was manch einer im Hauptbad wohl gar nicht so prickelnd fand.

Gleichwohl konnte auch das nicht verhindern, dass die SGE-Damen zum siebten Mal in Folge Deutscher Mannschaftsmeister-Meister geworden sind, was schon längst Rekord ist. Seit der Einführung der 1.Bundesliga im Jahr 1970 ist es zuvor keinem Klub gelungen, mehr als dreimal in Folge zu gewinnen. Also wohl eine Bestmarke für eine kleine Ewigkeit. Die Essenerinnen (28 682 Punkte) siegten mit knapp 400 Punkten Vorsprung vor Würzburg (28 285) und SV Nikar Heidelberg (27 029). Im Vorjahr waren es noch 1000 Zähler. „Trotzdem ist alles sehr gut gelaufen“, lobt Endruschat. „Als Team sind wir extrem gut aufgetreten. Da waren viele persönliche Bestzeiten dabei.“ Und natürlich hatte der SGE-Vorsitzende Bernhard Gemlau wie immer den Sekt nicht umsonst kalt gestellt. Und von Trainer Kerstin Vogel gab es Süßes, eine Torte mit sieben Sternen verziert.

Die Männer der SGE landeten auf dem sechsten Rang. Auch keine Überraschung, zumal neben Damian Wierling (Virusinfektion) auch noch kurzfristig Christian Bauer, ein Sprint-Spezialist, krank geworden war. Da musste sogar Trainer Mitja Zastrow (37) ran, der Olympia-Zweite von Athen mit der niederländischen Freistilstaffel. Und Jan-David Schepers wurde ebenfalls reaktiviert, obwohl der sich schon seit zwei Jahren aus dem Hochleistungssport zurückgezogen hat. Deutscher Meister wurde im Hauptbad erstmals SV Potsdam (28 523) vor Titelverteidiger München (27 802) und Würzburg (27 737).

Die zweite Frauen-Mannschaft der Essener SG belegte in der 2.Bundesliga hinter VfL Gladbeck und BW Bochum Rang drei, die Dritte kam auf Rang elf und muss ein Jahr nach dem überraschenden Aufstieg zurück in die Oberliga. Die SGE-Männer II landeten in der 2.Bundesliga auf Rang zehn und retteten sich vor dem Abstieg.

Das nächste Schwimm-Event in Essen mit Top-Besetzung steigt vom 20. bis 22.März. Dann lädt die SGE ins Leistungszentrum Rüttenscheid zu den traditionellen „Alex Athletics Swim&Fun Days“.