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Fußball, Bezirksliga

Schon wieder ein Spielabbruch

13.09.2009 | 21:25 Uhr

Bereits zum dritten Spielabbruch in dieser Saison kam es gestern in der Bezirksliga. Diesmal bedrohte ein Spieler von Trabzonspor Wuppertal im Match beim ETB II den Unparteiischen.

Gruppe 3

ETB II – Trabzon Wuppertal-Heiligenhaus beim Stand von 3:0 abgebrochen.

Lautstark gibt SFK-Trainer Christian Rolnik seine Anweisungen am Spielfeldrand. Foto: WAZ, Michael Gohl

Tore: 1:0 Milewski (45., Foulelfmeter), 2:0 Strübing (58.), 3:0 Mumcu (78.). Besonderes Vorkommnis: Rot für Trabzon (79., Schiedsrichter-Beleidigung).

Die faire Begegnung, die die ETB-Reserve klar beherrschte, brach der Schiedsrichter fünf Minuten vor dem Abpfiff ab. Wie es dazu kam, schildert ETB-Co-Trainer Robert Miernik: „Der Unparteiische zeigte einem Trabzon-Akteur wegen Meckerns die Gelbe Karte. Daraufhin stürmte der Spieler auf den Schiedsrichter zu und bedrängte ihn. Er stand Brust an Brust mit ihm. Dann zückte der Referee Rot. Als der Spieler versuchte, ihm die Karte zu entreißen, brach er die Partie ab. Es war die richtige Entscheidung. Auch die Gäste akzeptierten es ohne Murren. Zudem distanzierten sie sich sofort von diesem Akteur.”

Heisinger SV – Steele 03/20 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Eigentor (31.), 1:1 Feldhaus (51.), 1:2 Ripke (76.).

Die kurioseste Szene eines schwachen Spiels ereignete sich nach einer halben Stunde: HSV-Akteur Erdinc Balaban wollte seinem Keeper den Ball zuköpfen – traf jedoch in die eigenen Maschen. „Der Sieg war absolut glücklich”, befand Steeles Trainer Frank Boeder. „Uns fehlte leider noch die Abgezocktheit”, haderte HSV-Coach Arnd Herbst.

TC Freisenbruch – SC Werden/Heidh. 2:1 (1:1). Tore: 1:0 Bolz (22.), 1:1 Konietzko (36.), 2:1 Fröhlich (70.).

TC-Trainer Friedhelm Ingenhag war nach dem Sieg seiner „Not-Elf” gegen den bisherigen Spitzenreiter begeistert: „Mit Teamgeist und Ehrgeiz haben wir triumphiert.” SC-Coach Ralf Zils war sauer: „Wir haben viel zu wenig in das Spiel investiert.”

Kray 04 – TVD Velbert 1:3 (0:1). Tore: 0:1 (13.), 1:1 Todeskino (70.), 1:2 (72.), 1:3 (78.). Bes. Vork.: Rot für Velbert (60., grobes Foulspiel).

Die „04er” ließen sich vom kämpferisch und läuferisch starken Gast den Schneid abkaufen. „Gegen sie war kein Kraut gewachsen”, fand Krays Trainer Dirk Möllensiep.

Bor. Byfang – Mülheim 07 1:5 (1:1). Tore: 0:1 (17.), 1:1 Flöck (33.), 1:2 (65.), 1:3 (71.), 1:4 (81.), 1:5 (85.).

Byfang gestaltete das Spiel zunächst ausgeglichen, brach aber nach dem 1:2 zusammen. „Da hätte ich mir mehr Gegenwehr gewünscht”, kritisierte Borussen-Trainer Norman Schrauf seine Elf.

Gruppe 6

SuS Haarzopf – Vogelheimer SV 2:1 (1:1). Tore: 1:0 Enger (22.), 1:1 Beganovic (43.), 2:1 Korkmaz (60.), Bes. Vork.: Barke (VSV) verschießt Foulelfmeter (44.).

„Vor allem kämpferisch haben sich die Jungs prima ins Zeug gelegt”, lobte SuS-Co-Trainer Rolf Buse seine Elf nach dem Favoritensturz. „Wir hatten genügend Chancen, um zu gewinnen”, resümierte VSV-Pressesprecher Detlef Schliffke. Doch SuS-Keeper Pierre Werminghaus erwischte einen richtigen „Sahne-Tag” und hielt stark.

SF Katernberg – Union Frintrop 1:1 (1:1). Tore: 0:1 Stevanovic (5., FE), 1:1 Adyei (11.). Bes. Vork.: Rot für Sendt (SFK, 4., Notbremse).

„Für uns ist es nach dem frühen Platzverweis ein Punktgewinn”, war SFK-Trainer Christian Rolnik zufrieden. „Wir konnten den Vorteil der Überzahl überhaupt nicht nutzen”, berichtete Union-Coach Michael Wollert enttäuscht.

Arminia Klosterhardt II – TuS Holsterhausen 1:1 (0:0). Tore: 1:0 (47.), 1:1 Mumcu (86.).

Die erste Hälfte verschlief der TuS. „Doch im zweiten Durchgang haben wir Druck gemacht”, freute sich Pressesprecher Wolfgang Schmiegel.

RuWa Dellwig – SuS Oberhausen 2:0 (2:0). Tore: 1:0 Lihs (23.), 2:0 Nagel (26.).

Der erste Saisonerfolg von RuWa war verdient und nie gefährdet. „Leider war die Chancenverwertung wieder nicht so gut”, bemängelte Obmann Werner Plänker.

SC 20 Oberhausen – Katernberg 19 3:4 (3:3). Tore: 1:0 (1.), 1:1 Fechtali (18.), 2:1 (37.), 2:2 Halberkamp (40.), 2:3 Fechtali (44.), 3:3 (45.), 3:4 Fechtali (84.).

Der SC traf nach 15 Sekunden (!). Es war der Auftakt zu einem „hervorragenden Spiel”, meinte Katernbergs Sportlicher Leiter Klaus Marcinczyk. „Es hätte aber auch 7:7 ausgehen können.”

Adler Frintrop – SF Königshardt II 1:3 (1:2). Tore: 1:0 Koch (4.), 1:1 (20.), 1:2 (21.), 1:3 (74.).

„Es war, als habe man uns nach zehn Minuten den Stecker herausgezogen”, kommentierte Adlers Sportlicher Leiter Hansi Wüst den „saftlosen Auftritt” der Heimelf.

Björn Sönnichsen


Kommentare
16.09.2009
16:55
Schon wieder ein Spielabbruch
von Schiedsrichter Assi2 | #4

Hallo leute
dieser verein heist trabzon heiligenhaus
ich war der Schiedsrichter assi nummer 2.
es war eine klare richtige entscheidung , das spiel abzubrechen
der vorsitzende ist ein sehr netter mensch , nach dem abruch , kam er sofort zu uns und entschuldigte sich viel giebig bei uns

14.09.2009
21:10
Schon wieder ein Spielabbruch
von E. aus Heiligenhaus | #3

Schade, die Mannschaft hat Ihrem Vorsitzendem Özay Tarim sehr viel zu danken, sollte man meinen, aber diesen Dank hat er nicht verdient!

14.09.2009
16:45
Schon wieder ein Spielabbruch
von ein Fussballfreund | #2

Nein, ein türkischer Verein aus Wppertal oder so.
Aber da haben ja viele nur drauf gewartet...bislang waren es nur Spieler und Zuschauer - jetzt ein Schiedsrichter.
Mal sehen was jetzt in den Gremien passiert!

14.09.2009
13:36
Schon wieder ein Spielabbruch
von robokopp | #1

Wie heißen die? Trabzon oder Trabzonspor? Ist das wieder so ein Sport-Kultur-Verein oder was anderes?

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