SC Frintrop stürzt beim Aufgalopp

Seit diesem Wochenende rollt der Ball wieder im Essener Amateurfußball. In der Qualifikationsrunde der 21. Essener Hallenstadtmeisterschaft sollten sich die 71 teilnehmenden Vereine eigentlich ohne allzu große Versagensängste mit dem Hallenparkett vertraut machen. Eigentlich – schließlich schied in allen Gruppen lediglich der Letztplatzierte aus. Doch im SC Frintrop erwischte es gleich in der ersten Runde einen Bezirksligisten. Und Mitfavorit TuS West 81 wankte ebenfalls bedenklich.

Wie schnell in der Halle das Aus kommen kann, musste der SC Frintrop erfahren. Der SC scheiterte in der Gruppe sieben im Nordwesten an den Kreisligisten VfB Nord, TuRa 86 sowie Bezirksligist SuS Haarzopf. Dementsprechend sauer zeigte sich Trainer Sascha Fischer: „Die Niederlage gegen TuRa kann noch passieren, aber gegen Haarzopf spielen wir vier Minuten in Überzahl, zwei Minuten davon zu viert gegen nur noch zwei Gegner. Und wir schaffen es trotzdem nicht, aufs Tor zu schießen – das ist beschämend und wird Folgen haben.“

Ein blaues Auge für TuS West 81

Doch auch andere, höher gewettete Teams taten sich schwer. Etwa TuS West 81, der Turniersieger von 2013. Dieser musste in der Gruppe acht im Nordwesten mit nur drei Punkten bis zum Schluss zittern. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Das war nicht das, was wir aufs Parkett bringen wollten“, pustete Trainer Stefan Lorenz durch. „81“ hatte zwar angekündigt, dass die Liga Priorität habe, schickte aber trotzdem Neuzugang Wales Arogundade von Rhenania Bottrop aufs Parkett – ein Zeichen, dass „81“ durchaus weiterkommen wollte.

Aber auch beim Titelverteidiger SV Schonnebeck war noch Sand im Getriebe. Die SVS erreichte zwar als Gruppensieger die Vorrunde, musste in der Gruppe drei im Nordwesten beim 5:3-Sieg über B-Ligist FC Alanya aber einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Auch Vorjahresfinalist FC Kray musste kurzzeitig zittern. Obwohl die Bezirksliga-Reserve aus dem Regionalliga-Kader mit Hallenspezialisten wie Ilias Elouriachi unterstützt wurde lag Kray beim 3:1-Sieg über B-Ligist Fortuna Bredeney lange 0:1 hinten und hatte Glück, dass die Fortuna beim Stand von 1:1 nur den Pfosten traf. „Wir haben sicherlich noch Steigerungsbedarf. Allerdings hat man uns angemerkt, dass uns der Vortag noch in den Knochen steckte“, erklärt Krays Trainer Mario Salogga. Am Freitag hatte Kray an einem Hallenturnier in Gronau teigenommen.

Ansonsten verabschiedeten sich vor allem unterklassige Teams aus der Turnier, oder Vereine, denen die Hallenstadtmeisterschaft ohnehin ungelegen kam. Bezirksligist SG Altenessen etwa schickte nur seine zweite Garde und schied aus. Ebenso der Rüttenscheider SC, Dritter der Kreisliga A, der überwiegend jungen Spielern sowie Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis geben wollte und sich in der Gruppe fünf im Südosten mit nur einem Punkt aus dem Turnier verabschiedete.

Die favorisierten Teams nahmen den so geebneten Weg in die Vorrunde am kommenden Wochenende aber gerne an. Denn wie das Frintoper Beispiel zeigte, kann der Budenzauber schnell vorbei sein.