Saisonstart mit erster Weichenstellung für die KG Essen

Robert Gleinert und Katharina Köther vor ihrem ersten KGE-Start in 2015
Robert Gleinert und Katharina Köther vor ihrem ersten KGE-Start in 2015
Foto: Ute Frreise
Was wir bereits wissen
Die Kanuten der KG Essen starten am kommenden Wochenende auf der Duisburger Wedau zur ersten Verbandssichtung. Wie immer hat der Klub vom Bundesstützpunkt am Baldeneysee eine große Mannschaft gemeldet .

„Wer poliert, hat nicht genug trainiert“, scherzte Bunds-Stützpunkttrainer Arndt Hanisch Mitte der Woche mit Blick auf Max Hoff, der sein neues Boot am Regattahaus wienerte. Immer ein Zeichen für einen anstehenden wichtigen Wettkampf; und aktuell auch für die gute Stimmung am Bundesstützpunkt der Essener Rennkanuten. Zugleich lag aber auch Spannung in der Luft - Mitte April immer ein Zeichen für die anstehende erste von zwei Verbandssichtungen. Die am kommenden Wochenende auf der Duisburger Wedau stattfindet und zu der die KG Essen in diesem Jahr eine große Mannschaft gemeldet hat.

„Es ist wie jedes Jahr; alle freuen sich, dass es nun nach viel Training endlich losgeht; und alle werden auch etwas nervös. Schauen wir mal, wie es wird“, blickt nicht nur Trainer Robert Berger dem Wochenende erwartungsvoll entgegen.

Die Zielsetzung ist jedenfalls klar – erste Weichen zu stellen für eine erfolgreiche Saison 2015. Und die hat es wahrlich in sich. Denn beim absoluten Saisonhöhepunkt, der WM in Mailand, geht es nicht nur um WM-Titel- und Medaillen, sondern auch schon um die heiß begehrten „Quotenplätze des Verbandes“ für Olympia 2016!

Doch zuvor heißt es erst einmal, die nationalen Qualifikationen zu überstehen, und sich in die Nationalteams zu fahren. Und so ist auch bei dieser ersten Pflichtveranstaltung alles am Start, was national Rang und Namen hat.

Zudem geht es bei der ersten Sichtung nicht nur um Ranglistenpositionen. Denn den EM- und WM-Medaillengewinnern des Vorjahres winken bei entsprechendem Leistungsnachweis und bestimmten Mindestfahrzeiten auch schon die Startberechtigung bei den Europameisterschaften in Racice/Tschechien, die in diesem Jahr besonders früh – und noch vor der zweiten Sichtung - ausgetragen werden. Aus Essener Sicht können nur Max Hoff und Max Rendschmidt versuchen, sich direkt für die EM zu qualifizieren, sich gleichzeitig die zweite Sichtung zu ersparen und für die Weltcups gesetzt zu werden.

Eine gute Grundlage legen für den weiteren Saisonverlauf legen möchte auch Kai Spenner, für den die beiden letzten WM-Teilnahmen im Viererkajak nicht optimal verliefen. „Kai macht einen guten Eindruck; seine Stärken werden sicher auf den 1.000m liegen“, setzt Robert Berger auf seinen Schützling. Ebenso verbessert präsentiere sich auch Fabian Kux.

Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden von Sprinter Jonas Ems, der nach abgeschlossener Ausbildung zum „Feuerwehrmann“ erneut angreifen möchte. „Nachdem die Vorbereitung grundsätzlich gut gelaufen ist, möchte ich schon wieder ganz vorne mit dabei sein und an Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) kratzen, was im Vorjahr nicht ganz gelungen ist,“ so Ems.

Im Damenbereich ist es dann einmal Anna Kowald, auf der nach ihrem Abiturjahr das Essener Augenmerk gerichtet ist. „Sie ist gut drauf; nun werden wir sehen, welchen Sprung sie gemacht hat“, ist auch Damentrainer Christoph Steinkamp voller Erwartung.

Von den Essener Neuzugängen im Focus stehen werden dann insbesondere bei den Herren Robert Gleinert und bei den Damen Katharina Köther. Robert Gleinert, ursprünglich aus Holzheim kommend, startete schon 2010 einmal für die KGE und wechselte nun von Berlin erneut an den Baldeneysee. Er saß unter anderem 2011 mit Max Hoff im siegreichen 1.000m-Vierer bei der WM in Szeged; 2012 wurde er mit Fabian Kux U23-Europameister in Portugal. Auch ihm bescheinigt Robert Berger eine gute Form. Katharina Köther wechselte von Oberhausen zur KGE und zählte im Vorjahr mit vier DM-Titeln und internationalen Einsätzen zu den erfolgreichsten Juniorinnen. In ihrem ersten LK-Jahr bleibt abzuwarten, wie sie sich präsentieren kann. Die Plätze im U23-Bereich sind jedenfalls hart umkämpft.

Bei den Junioren/innen liegen die größten KGE-Hoffnungen sicherlich bei Pia Reineck und Benjamin Mohajer.