RWE U17: Mission Klassenerhalt kann beginnen

Engagiert wie immer:  RWE-Trainer Antonios Kotziampassis.
Engagiert wie immer: RWE-Trainer Antonios Kotziampassis.
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Was wir bereits wissen
Die B-Junioren von Rot-Weiss Essen stehen vor einer schwierigen Rückrunde. Rückrundenstart auf dem drittletzten Platz, was am Ende den Abstieg bedeuten würde.

Am Sonntag greift die RWE U17 mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten Euskirchener TSC wieder in den Kampf um den Klassenerhalt in der B-Junioren-Bundesliga ein. In diesem geht es in dieser Spielzeit noch enger zu als im vergangenen Jahr, was sich auch in der Tabellensituation der Rot-Weißen niederschlägt: Mit 17 Punkten nach 16 Partien stehen sie momentan als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz, haben aber nur einen Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Daher fällt das Zwischenfazit von Trainer Toni Kotziampassis auch gar nicht allzu negativ aus: „Es war ja von vornherein klar, dass es für uns nur gegen den Abstieg gehen wird. Dass wir nun unter dem Strich stehen, ist ja nur eine Momentaufnahme. Entscheidend ist es, dass wir am Saisonende mindestens einen Platz weiter oben stehen.“

Doch der Coach weiß auch, dass es gerade zu Saisonbeginn alles andere als rund bei seiner Mannschaft lief: „Einige Jungs haben sich von der guten Vorbereitung blenden lassen und ein paar Prozentpunkte weniger gegeben. Das können wir uns in dieser Liga aber nicht erlauben.“ Hinzu kam die Tatsache, dass es in der Offensive nicht wie erhofft lief. Zwar erspielten sich die Essener immer wieder gute Torchancen, jedoch ließen sie unterm Strich zu viele gute Gelegenheiten aus. „Im Angriff haben wir zu naiv agiert“, kommentiert Kotziampassis den Umstand, dass seine Elf mit nur 16 Treffern die schwächste Offensive der Liga stellt. Abhilfe könnte in der Rückrunde der ehemalige ETB-Akteur Mirco Brückner schaffen, der von Bayer Leverkusen zurück nach Essen gewechselt ist. Erik Ortmann hingegen, hat den Verein verlassen.

Insgesamt ist Kotziampassis aber mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden. Das Spiel gegen den Ball habe sich ebenso stetig verbessert, wie das Verinnerlichen der Laufwege. „Außerdem stehen wir in der Regel defensiv gut und konnten in den letzten Partien auch immer wieder eigene Ballstafetten zeigen“, freut sich Kotziampassis und ist aufgrund dieser Fortschritte „wirklich zuversichtlich“ was den angestrebten Klassenerhalt anbelangt. Denn eins hat die Hinrunde klar gezeigt: Riefen die Essener ihr Potenzial ab, schlugen sie selbst die Spitzenteams aus Schalke und Leverkusen. Riefen sie es nicht ab, setzte es auch gegen schwächere Teams Niederlagen. Die RWE U17 ist zum Rückrundenstart also gewarnt.