RWE-Oldies zündeten zu spät ihr Feuerwerk

Kölns Stephan Engels im Zweikampf mit dem Essener Ali Bilgin (10).
Kölns Stephan Engels im Zweikampf mit dem Essener Ali Bilgin (10).
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Aus schon in der Vorrunde nach zwei Niederlagen. 7:1 gegen den 1. FC Köln kam zu spät.

Schon nach der Vorrunde war das NRW-Mastersturnier in der mit 2500 Zuschauern ausverkauften Mülheimer RWE-Sporthalle für die Fußball-Traditionsmannschaft von Rot-Weiss Essen beendet. Nach zwei Niederlagen verabschiedete sich das Aufgebot von Dieter Bast zumindest mit einem Sieg vom beliebten Budenzauber in der Nachbarstadt.

Den Siegerpokal nahmen die Oldies von Schalke 04 mit nach Hause. Zum Team zählten Alt-Internationale mit so bekannten Namen wie Klaus Fischer und Rüdiger Abramczyk, aber auch erheblich jüngere Spieler. Im Finale gewann die Knappen gegen den VfL Bochum mit 5:4 im Neunmeterschießen. Hinter dem neuen Champion Schalke 04 und dem Finalisten VfL Bochum landeten die Mülheim AllStars und die „Oldies“ des 1. FC Köln auf den Plätzen.

Das NRW-Traditionsmasters ist am Samstag zum zehnten Mal über die Bühne gegangen. Im historischen Rückblick liefen Stars aus alten Tagen in die Halle ein. Willi Lippens vertrat RWE in der Eröffnungszeremonie. Die Essener hatten den Wettbewerb im Dezember 2009 gewonnen. Natürlich wurde die „Ente“ auch zur Essener Regionalliga-Zugehörigkeit befragt. Lippens: „Die Essener sind leidensfähig. Irgendwann sind wir aber wieder da.“

Das traf exakt auf die Traditions-Elf von der Hafenstraße am Samstag zu. Die vielen RWE-Fans sahen in Mülheim zwei Niederlagen ihrer Mannschaft. Dann explodierte das Bast-Team förmlich und fegte den 1. FC Köln vom Feld. Zu spät! Nach der Vorrunde ging es für die Essener nicht weiter.

„Zumindest haben wir uns vernünftig verabschiedet. Wir wollten nach den zwei Niederlagen auf gar keinen Fall mit null Punkten nach Hause fahren“, sagte Verteidiger Ingo Pickenäcker. Im ersten Spiel kassierte RWE eine 1:4-Niederlage gegen den VfL Bochum (Torschütze: Toni Kotziampassis), dann folgte ein unglückliches 4:5 gegen die SG Wattenscheid 09. In dieser Partie war Michael Lorenz dreimal, Erwin Koen einmal erfolgreich. Damit war das Aus in der Vorrundengruppe A schon besiegelt.

Aber plötzlich platzte bei Rot-Weiss Essen doch noch der Knoten. Ausgerechnet gegen den schon als Halbfinalisten feststehenden 1. FC Köln brannten die RWE-Oldies ein Feuerwerk ab. Beim 7:1 trugen sich Erwin Koen (2), Toni Kotziampassis (2), Jürgen Margref, Ingo Pickenäcker und Michael Lorenz in die Schützenliste ein.

Fazit vom Essener Teamchef Bast: „In den ersten beiden Spielen hätten wir es besser machen müssen. Gegen Köln haben wir dann unsere Chancen gut genutzt. So haben wir uns ordentlich verabschiedet.“