RWE hat wieder Hoffnung und eine Perspektive
16.03.2011 | 19:31 Uhr 2011-03-16T19:31:00+0100
Essen.Rot-Weiß Essen lebt – und wie! Keine zehn Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, nach dem bitteren Zwangsabstieg in die 5.Liga und der wohl tiefsten Depression, die dieser Traditionsklub in seiner mehr als 100-jährigen Historie durchlebt hat, haben sie an der Hafenstraße wieder Hoffnung und eine sehr gute Perspektive.
In der NRW-Liga befindet sich RWE auf einem dauerhaften Höhenflug. Die jungen Himmelsstürmer von der Hafenstraße sind Spitzenreiter und vieles spricht dafür, dass sie in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga spielen werden. Dazu braucht es wahrlich keinen kühnen Optimismus.
Der Erfolg auf dem Rasen ist ein Segen und zur rechten Zeit zurückgekehrt. Er hat die vielen Wunde versorgt und das Umfeld, die Fans, Sponsoren sowie die Politik bei Laune gehalten, weil erstmals seit vielen Jahren niemand große Erwartungen hegte, geschweige denn Ansprüche stellte.
Rot-Weiß war froh, den Finanzcrash überlebt zu haben. Der Erfolg hat die Euphorie entfacht. Gepaart mit dem ungeheueren Zuspruch der Fans hat sie entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Verein (wohl) weiterleben und sogar ein neues Stadion bekommen wird. Und er hat die Arbeit hinter den Kulissen maßgeblich erleichtert. Denn eines darf man nicht vergessen: RWE steckt noch immer im Insolvenzplanverfahren. „Und das positiv abzuschließen, ist noch viel wichtiger für den Verein als der sportliche Erfolg. Der nutzt uns nämlich gar nichts, wenn wir im Insolvenzverfahren scheitern“, sagt Vorsitzender Dr. Michael Welling.
Im Falle des Aufstiegs würden die Ausgaben nur leicht steigen. „Aber nicht, weil die Spieler mehr verdienen oder teurere Leute geholt werden, sondern weil sich äußere Faktoren ändern.“ Dazu gehören der geänderte Vertragsspieler-Status (Mindestlohn 250 €/ mtl.) und höhere Beiträge für die Berufsgenossenschaft.
Längst ist mit den Sponsoren gesprochen worden. Die Resonanz ist durchweg positiv. Doch Worte und Versprechen allein genügen Welling nicht. „Ich bin Kaufmann. Und nur das zählt, was unterschrieben ist. Klar, am 1.April werden noch nicht alle Verträge unterzeichnet sein, aber auch in dieser Hinsicht bin ich sehr entspannt.“
Hinter den Kulissen wird deshalb seit Monaten mindestens ebenso geackert wie auf dem Rasen. Die Verhandlungen mit den Gläubigern gehen aber voran. „Es hat einige Verzögerungen gegeben“, sagt Holger Voskuhl, der Sprecher des Insolvenzverwalters Frank Kebekus. Vor allem die Verhandlungen mit Michael Kölmel gestalten sich offenbar schwierig. Die Grundstücksverwaltung Essen (GVE) hat zwar im Vorjahr die Verträge mit dem ehemaligen Gönner für einen Millionen-Betrag ausgelöst, doch noch besitzt Kölmel 15 Prozent an den audio-visuellen Vermarktungsrechten. Das Ziel sei es, so Kebekus auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im November , diese Rechte wieder komplett an den Verein zurückzuführen.
Auf die Ausbildungsvergütung, die RWE aus dem Transfer von Nationalspieler Mesut Özil von Werder Bremen zu Real Madrid zusteht, wartet Kebekus ebenfalls noch. Das Geld (bis zu 300 000 Euro) soll in die Insolvenzmasse fließen und die Quote für die Gläubiger anheben.
Ende März, so das Zeitfenster, soll der Plan den Gläubigern vorgelegt werden, die dann darüber entscheiden. „Wir haben die Chance, am 1.Juli dieses Jahres komplett bei Null anfangen“, sagt Welling. Ganz ohne Schulden, aber auch gänzlich ohne Vermögen. „Eine Riesenchance“, sagt auch Frank Kebekus.
Natürlich planen die Rot-Weißen für die kommende Spielzeit. Bis 15. März musste die Lizenz im technisch-organisatorischen Bereich eingereicht werden. Bis zum 1. April (Regionalliga) bzw. 15. April (NRW-Liga) müssen die jeweiligen Wirtschaftspläne für die kommende Spielzeit folgen. In der laufenden Saison hatte RWE einen Gesamtetat (inklusive 2. Mannschaft, Jugendabteilung, Verwaltung usw.) von knapp über zwei Millionen Euro veranschlagt. Das klingt viel für einen Klub, der im Insolvenzverfahren steckt. „Wir haben sehr konservativ, wirtschaftlich extrem vorsichtig geplant“, sagt allerdings Michael Welling. Keine finanziellen Klimmzüge, kein Risiko, dafür hat der Insolvenzverwalter gesorgt, ohne dessen Zustimmung nichts läuft in diesen Monaten.
Bei der Zuschauerzahl habe man nur 2500 kalkuliert. Der Überschuss wird den Gläubigern zugute kommen. „Und selbst bei den Siegprämien haben wir den schlimmsten Fall, als den größten Erfolg zugrunde gelegt.“ Der unverrückbare Grundsatz lautet: Nicht mehr ausgeben, als man im Portemonnaie hat.
Die Zeiten, dass man bei RWE richtig satt verdienen kann, dass es sich vor allem finanziell lohnt, bei diesem Verein zu spielen, seien vorbei. Und bei einem Aufstieg müsse das Team nicht automatisch teurer werden, sagt Welling. „Natürlich wollen wir erfolgreich sein. Wer das nicht will, hat bei uns nichts zu suchen. Aber wir werden, falls wir aufsteigen, erneut mit einer sehr, sehr jungen Mannschaft spielen. Natürlich kann nur der Klassenerhalt das Ziel sein.“
Klar ist auch, dass RWE weite mit Trainer Wrobel zusammen arbeiten wird. „Er hat eine Auge für Talente. Und in dieser Saison hat sich die Mannschaft sehr gut entwickelt“, argumentiert Welling. Bis mindestens 2013 soll Wrobel bleiben. „Wir wollen gemeinsam die Fans im neuen Stadion begrüßen.
10:16
am Tag meiner Hochzeit reichte RWE den Insolvenzantrag ein und ich konnte nur noch den Kopf schütteln und war sehr enttäuscht von meinem Verein.Aber seit der neuen Saison
weht wieder ein guter Wind .Richtig ist es dabei
zu bleiben.Abzocker gab es genug .
Also weiter anfeuern bis der Arzt kommt.
P,S, an Grey Wolve; heisst dat nich entsaftet statt
entkfäftet??
09:03
Wo die Roten spielen ist immer Liga 1.
Das ist einfach nur klasse!
20:23
RWE hat wieder Hoffnung und eine Perspektive
...den spruch kenn ich von der mega-wurst hempelmann.der stadionbauer vor dem herrn.haben wir gelacht.
16:58
Daß es sportlich bei unserem RWE aufwärts geht, sieht man jedes Wochenende! Hoffentlich auch wirtschaftlich! Die Gläubiger, vorallem Kölmel, wittern nämlich aufgrund der hohen Zuschauerzahlen Morgenluft, soll heißen, sie wollen eine höhere Insolvenzquote! Hier liegt die Problemathik für den Neubeginn bei 0! Hoffentlich kann der Herr Kebekus
bald den Abschlußerfolg der Forderungen vermelden! Alles andere ist bis jetzt reine Spekulation!
All dieses kann den Fans von RWE nicht egal sein, nach dem Motto, Hauptsache wir steigen auf! Der Traum wäre ganz schnell beendet!
16:13
12000 in Osnabrück???? Waren es nicht 20000 ...grins
14:54
1965 weilte zum ersten Mal an der legendären Hafenstrasse. Gespielt wurde gegen Eintracht Duisburg und 0:1 verloren. Aber das Virus muss mich gepackt haben!
Seit diesem Tag habe ich nur sehr wenige Heimspiele verpasst. Zu den größten Erlebnissen in meinem Leben zählen die Aufstiege in die Bundesliga. Wir haben sie alle geschlagen. Doch Rot-Weiss war auch immer ein Tummelplatz für Speiler , die viel verdienen wollten. So kam es auch zum Verkauf des bis dahin eigenen Stadions.
Ein neues neues Stadion sollte gebaut werden, aber man wurde sich nicht einig. Somit gab es keine WM1974 in Essen, sondern in Dortmund. Auch nach dem letzten Abstieg 1977 aus dem Oberhaus hat wir weitere Chancen. Unvergessen die Spiele gegen Karlsruhe und Nürnberg. Hier scheiterten wir nur verdammt knapp.
Ich war ein ausgesprochener Fan von Willi Lippens. Wie er Gegenspieler düpierte war einzigartig. Harry de Vlugt sah ich zum ersten Mal an der Raumerstrasse bei einem Spiel gegen eine Bundeswehrauswahl. Er war wohl der schnellste Essener Spieler überhaupt.
Was folgte waren einige Lizenzentzüge. Wegen eine der Lizenzentzüge wurde wir 1994 Jürgen Röber los. Er hat vorher für einen Aufschwung gesorgt. Er ging zum VFB, bzw. zu MV. Trotz allem schafften wir jedoch das Endspiel im DFB-Pokal in Berlin. Ebenfalls ein unvergessenes Erlebnis. Dieses genoss ich von Freitag bis Sonntag.
Der schlummernde Riese Rot-Weiss Essen mobilisierte locker 40.000 Fans. Sagenhaftes Feeling, tolle Mannschaft, tolle Stimmung.
Jahre später hat ein Herr Kölmel von der Kinowelt uns kräftig unter die Arme gegriffen. Es folgten wieder Auf- und Abstiege, nur in anderen Regionen.
Der Hammer kam dann letztes Jahr. Insolvenz, unser geliebter Verein drohte aufgelöst zu werden. Es folgten schwierige Zeiten, sehr schwierige Zeiten. Aus der Not wurde wurde ein Tugend gemacht. Die Zuschauer kamen in nicht geglaubten Massen. Die Mannschaft mischte und mischt die NRW-Liga auf.
Ich danke dem Trainer, der Mannschaft, Herrn Welling und alle die dazu beigetragen haben. Man spricht wieder positiv von Rot-Weiss Essen. Daran habe ich im letzten Sommer nicht mehr dran geglaubt. Für mich und für Tausende Fans ist der Verein ein Bestandteil im Leben. Die Identifikation ist schier unglaublich.
Wir bekommen ein neues Stadion! Ein weiteres Indiz, Rot-Weiss war WER - Rot Weiss ist WER - Rot-Weiss wird immer WER bleiben !!!!
Unsere Tradition ist heilig, davon träumt so mancher Bundesligist. Die Zeiten, als wir mit 12.000 Rote in Osnabrück eingefallen sind wird wieder kommen. Macht weiter so Jungs .......
Wir lagen träumend im Gras, die Köpfe voll verrückter Ideen ........ !!!!!
12:43
Völker dieser Erde , schaut auf diesen Verein , auf diese Fans !
Einmal RWE , immer RWE !
05:02
Ich finde dass Herr Kebekus als Ehrenmitglied und freier Berater hinzugezogen werden soll.
Wo die Roten spielen ist immer Liga 1.
00:16
Schön das es mit unserem Verein wieder aufwärts geht.
Dennoch danke ich hier neben den Verantwortlichen im Vorstand usw. ausdrücklich der Mannschaft und dem Trainer, weil ohne den sportlichen Erfolg es mit Sicherheit schwer wäre, Sponsoren zu finden.
23:31
Tach auch an alle!!
Mannoman, bin ich froh, dat die alle hier so vanünftich sind. Et gab ma Zaitn, da war dat anders un alle hamse auf uns eingekloppt.
Abba die Argumente von diese Dösköppe werdn imma mehr entkraftet ( oda heisst dat entkräftet? ).
Na, Ihr wisst schon, wattich meine. Un meine anfänglich Skepsis wegen dem Dr. Welling: Leck mich anne Fott, der Junge is echtn Brüller. Mit dem anne Spitze könn´n wir wieder in einigen Jährkes ´n gesunda Vaein sein. Un is egal, obwa aufsteign oder im näxten Jaar immer noch NRW-Liga spielen: WIR SPIELEN ABBA NOCH!!!!
Un so gaile Fäns wie Ihr alle - dat gibbet in ganz Europa kain zweites Mal. ICH BIN STOLZ, EIN ROTER ZU SEIN!!!!! Drückn wa ma alle die Däumkes, datdat mitti Insovenz gut geht. Dann fagn wa von vorne an.
Wie sachte schon ma so´n echt kluga Mensch: DER WEITESTE WEECH BEGINNT MITTEM ERSTEN SCHRITT!!!!
In diesem Sinne
Schönen Tach noch und Grüsse an alle Fans von unser Rot-Weiss-Essen aus dat Barcelona.
P.S. Ich glaub nich, datti dat von DerWesten jemals schnalln, dat unsa Club mit 2 s geschriebn wird. Wennze bei die WAZ als Jornalist anfagn wills, musse minigens den 3. Platz bei die Ausscheidungen inne Legasthenik erreichn. JUNGENS; SCHREIBT DOCH IM RUHRGEBIETSDIALEKT, DA KÖNNTER SCHREIBN WIE EUCH DER SCHNABL GEWACHSEN IS! UN KAINA IS BÖSE!
Binma gespannt, wieviel die von meinem Text löschn;-)))))