RWE darf weiter träumen
30.04.2009 | 12:19 Uhr 2009-04-30T12:19:00+0200
Wuppertal. Die Rot-Weißen aus Essen stehen nach dem verdienten 2:1-Sieg über den Drittligisten Wuppertaler SV im Finale gegen Speldorf. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.
Die Rot-Weißen können doch noch gewinnen. Und zumindest im Niederrheinpokal dürfen sie auch weiter träumen. Mit 2:1 besiegte der Viertligist im Halbfinale den Wuppertaler SV und hat damit in diesem Wettbewerb nach Fortuna Düsseldorf den zweiten Gegner aus der 3. Liga ausgeschaltet. Nun ist es nur noch ein Schritt bis zur Titelverteidigung, die gleichzeitig den Einzug in die lukrative DFB-Hauptrunde bedeutet. Im Finale wartet der VfB Speldorf, der Zweitplatzierte der Niederrheinliga. Und dann wird RWE klar favorisiert sein.
Mannschaft in die Pflicht genommen
Nach den zuletzt indiskutablen Auftritten in der Meisterschaft hatte Essens Sportlicher Leiter Thomas Strunz seine Spieler eindringlich an die Wichtigkeit dieser Pokal-Partie erinnert und in die Pflicht genommen. Und die arg Kritisierten nahmen es sich offenbar zu Herzen. Sie warfen sich in die Zweikämpfe, grätschten, arbeiteten konsequent nach hinten und suchten auch den Weg nach vorn, auch wenn das nur selten glückte.
Wuppertal wartete ab, so dass keine Gefahr drohte. Vorsicht war angesagt. „Auch wenn es für RWE zuletzt in der Liga nicht nach Wunsch gelaufen ist, wartet auf uns eine schwierige Aufgabe”, hatte WSV-Trainer Fuchs gewarnt.
Erste Aufregung gab es nach zehn Minuten, als sich Sascha Mölders vor dem Wuppertaler Strafraum energisch durchsetzte und auf den wuseligen Bora Karadag anspielte, doch dessen Querpass in die Mitte fand keinen Abnehmer. Besser machte es der Youngster etwas später (16.), als er den Kopf von Markus Kurth fand. Der Routinier platzierte die Kugel aber direkt in die Arme von Torhüter Christian Maly.
Führung durch Mölders
Vier Minuten danach jubelte RWE. Dennis Bührer zirkelte den Ball per Freistoß in den WSV-Strafraum, Michael Lorenz ließ ihn über die Haarspitzen streichen. Die Kugel prallte gegen den Pfosten und wer war zur Stelle? Sascha Mölders. Der RWE-Torjäger vollendete zum 1:0.
Die Aktionen wurden bissiger, was Schiedsrichter Winkmann mit einigen Gelben Karte ahndete. Doch Chancen gab es weiterhin nicht. Und dann passierte es doch vor der Pause. Eine Flanke köpfte der Wuppertaler Steve Müller an die Latte und ausgerechnet der Ex-Essener Victor Hugo Lorenzon, nicht gerade als Torjäger gefürchtet, erledigte den Rest. Der Rettungsversuch von Dennis Bührer kam zu spät, der Ball war deutlich hinter dem Kreidestrich. Da halfen auch keine Proteste.
RWE bewies Moral, kämpfte, ohne zu glänzen. Und wurde belohnt. Jozef Kotula spitzelte Lorenzon den Ball an der Außenlinie weg, der kurz zuvor eingewechselte Markus Neumayr flankte, Robert Mainka flog heran und köpfte unhaltbar das 2:1. Danach schaltete der WSV den Vorwärtsgang ein und hatte Vorteile. Der Gastgeber wirkte zu zappelig, machte viele Fehler, bekam keine Sicherheit. Profitieren konnte Wuppertal davon allerdings nicht mehr.
Trainerstimmen:
Uwe Fuchs (WSV): Es ist ein verdienter Sieg für die Essener. Sie haben von der ersten Minute an bedingungslos gefightet und uns den Schneid abgekauft. Wir konnten nie dagegenhalten. Für den Verein ist das ein Rückschlag für die kommende Saison. Aber unser übergeordnetes Ziel bleibt der Klassenerhalt.
Ernst Middendorp (RWE): Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber ich bleibe dabei, wir haben noch Spielraum für Verbesserungen. Ich hätte mir eine andere Spielweise von uns gewünscht. Aber wir haben das Spiel mit Leidenschaft gewonnen.
Statistik:
RWE - Wuppertal 2:1 (1:1)
RWE: Himmelman – Bührer, Zinke, Czyszczon, Kotula – M.Lorenz (78. Kühne) – Wunderlich – Karadag (60. Neumayr), Wunderlich, Mainka – Kurth, Mölders.
WSV: Maly – Neppe, Fischer (68. Rietpietsch), Schäfer, Lejan - Lorenzon, Hammes - S. Müller, Lintjens - Reichwein (63. Heinzmann), Damm.
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken). Zuschauer: 6433.
Tore: 1:0 Mölders (20.). 1:1 Lorenzon (45.), 2:1 Mainka (61.).
21:38
Yes, I`m a jokeman und ein Ernst ist mir bei RWE leider bereits zuvorgekommen.
Wish you a nice evening and three times D`dorf Helau.
19:17
karlleokraus; ich merke Du kannst Spaß verstehen, Du kleiner Aprilscherz. Halt Dich zurück, wenn es gegen RWE geht, ansonsten wird aus Spaß schnell Ernst und das wollen wir doch beide nicht. Aus Dir wird sicherlich auch schon bald ein 100%iger (Korn?) überzeugter RWE-Fan. Schönen Tag noch und GlückAuf!
14:29
Wieso nur den 1. April geben?
Ja gibt es denn in Wirklichkeit noch andere Jahre?
Dito schönen Tag noch und dreimal Kölle Alaaf.
13:37
karlleokraus; ich sehe, wie erwartet hat es bei Dir schon gewirkt; sollte es ja auch, schließlich haben wir ja den 1. Mai. Für Dich sollte es allerdings bei Deinen Beiträgen nur den 1. April geben. Schönen Tag noch und GlückAuf!
13:07
Mensch Höhner, was hat der Thomas Strunz nur unter dein Futter gemischt?
Jedenfalls muss es ein besonderer Korn sein, der einen derart starken Realitätsverlust herbeiführt.
20:46
Einige User werden nach dem Lesen meines letzten Artikels sicherlich zur Flasche greifen und ihren Kummer ertränken oder aber auch auf das Wohl unseres Vereins RWE trinken. Einmal RWE-immer RWE-. Das neue Stadion und die kommenden Aufstiege liegen vor uns.GlückAuf!
20:35
Für alle Daueropponierer müssen die nachfolgenden Aussagen von Thomas Strunz sehr deprimierend sein: Es bestehen mündliche Zusagen für das Stadion, die Finanzierung ist geklärt. Die Stadt ist im Boot, auch auf diversen Positionen: Aufsichtsratvorsitzender Dietmar Bückemeier (Vorstand der Stadtwerke), EBE-Vorstand Kunze; Kölmels Vertragsbindungen gehören der Vergangenheit an, der Klub wird Schuldenfrei sein; es besteht eine Partnerschaft von Stadt, Klub, Politik, Sponsoren, aber auch Fans. Die versuchte Suggerierung auch bundesweiter, überregionaler Medien-der Selbstzerstörung und Diffamierung-muß endlich der Vergangenheit angehören. Heute ist nicht das Ende aller Tage- wir kommen wieder-keine Frage- GlückAuf!
18:31
Es hieß doch 5 Jahre und das wir die Gejagten sein werden? gejagt? O.K. Das ging nach hinten los, aber wir haben noch 4 Jahre. Und dann kann man sein Urteil fällen. Pro Strunz und ich bin nicht gekauft, sonst wäre ich jetzt an der Gladbeckerstrasse
17:56
a1 ich stimme dir vollkommen zu was du sagst.Er brauch sich das gewiss nicht hier bei uns antun.Aber manche wollen einen Neustart von 0 auf 100.Und das wird es bestimmt nicht geben.Es muss Geduld bewart werden!!!Das auch ein Vertrauen voraussetzt gegenüber Strunz und Middeldorp.Stelle aber fest das haben die wenigsten hier!!!Ich ja...
17:50
zu @13 Zitat: keiner der 11 die gespielt haben Strunz nach dem Spiel abgeklatscht
Für alle, die es interessiert und wichtig ist:
Thomas Strunz hat alle auf dem Platz stehenden Spieler nach dem Spiel abgeklascht. Kein Spieler hat den Handschlag verweigert.
Auch hier, immer schön bei der Wahrheit bleiben !