Rothe Mühle schon in Schwung
14.02.2012 | 18:50 Uhr 2012-02-14T18:50:00+0100
Große Aufgaben warten auf die Kanupolo-Spieler vom Kanuclub Rothe Mühle in 2012 – national und international. Zur Vorbereitung sind sie schon zu Beginn des Jahres sehr aktiv. In der Halle versteht sich. Bei Turnieren in Odense (Dänemark) und Zürich (Schweiz) war für das Rothe-Mühle-Team jeweils erst im Finale Endstation.
„Wir sind schon ganz gut in Form“, sagt auch KRM-Spieler Jakob Husen. Beim Turnier in Odense, an dem auch einige europäische Nationalmannschaften teilnahmen, mussten die Essener sich im Finale dem englischen Meister Viking erst in der Verlängerung mit 4:5 (Golden Goal) geschlagen geben. In Zürich traf Rothe Mühle im Endspiel erneut auf die deutsche Nationalmannschaft, gegen die das Gruppenspiel mit 1:5 verloren wurde. Für Johan Driesen, Henning Steinhauer, Bastian Prekel und Jakob Husen war es ein ungewohntes Aufeinandertreffen, denn die Nationalspieler sitzen ansonsten auf der anderen Seite im Kajak. Bundestrainer Björn Zirotzki hatte die Essener bei diesem Turnier für die Vereinsmannschaft freigestellt. Der Vorteil: Er konnte so noch Nationalspieler begutachten. Und was er zunächst von Rothe Mühle sah, war nicht schlecht. Die Essener führten zur Pause mit 4:3. Am Ende setzte sich die Nationalmannschaft aber mit 7:4 durch. Trotz der ersten Enttäuschung fiel die Gesamtbilanz positiv aus. „Ich habe nicht das Gefühl, dass sich das Niveau der Mannschaften groß verschlechtert hat und ich bin zufrieden mit den Jungs. Leider fehlt immer ein Quäntchen Glück, um ein gutes Turnier auch mal zu gewinnen“, sagte Michael Konrad. Der KRM-Trainer wollte im vergangenen Jahr seine aktive Karriere beenden, stieg aber nun doch noch einmal ins Boot. Michael Konrad steht für Erfahrung, doch Rothe Mühle baut ebenso auf den Nachwuchs. Die Junioren Thomas Schiffer, Karsten Steinhauer und Lennart Unterfeld sollen behutsam an die Bundesliga herangeführt werden.
Die Nationalmannschaft trifft sich am kommenden Wochenende zu einem weiteren Lehrgang im Essener Hauptbad. Bereits am Freitag wird von Bundestrainer Björn Zirotzki ein Leistungstest vorgenommen. Am Samstag und Sonntag wird dann im Becken des Hauptbades Technik und Taktik auf dem Trainingsplan stehen.
Die nächste internationale Aufgabe wartet auf Rothe Mühle am 17./18. März, wenn in Essen um den Karnath-Cup gespielt wird. Im Mai beginnt die Freiluft-Hochzeit. Am 12. Mai beginnt die Bundesliga-Saison. Am 16. August werden auf dem Baldeneysee die deutschen meister ermittelt. Ab dem 5. September finden im polnischen Poznan die Weltmeisterschaften statt. Und ab dem 22. September spielen die besten Klubmannschaften Europas in Duisburg ihren Meister aus. Alles lohnenswerte Ziele. Unter anderem für Jakob Husen. „Für mich steht die Vereinsmannschaft etwas mehr im Vordergrund.“ Mit der müsste Husen bei der DM Erster und Zweiter werden, um bei der EM dabei zu sein.
Die große Aufgabe „Weltmeisterschaft“ verliert der Essener dabei dennoch nicht aus den Augen.
0mitdiskutieren