Rockets verlieren in Augsburg klar

Frank Petrozza und seine Rockets mussten sich ini Augsburg geschlagen geben.
Frank Petrozza und seine Rockets mussten sich ini Augsburg geschlagen geben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Skaterhockey-Bundesligist SHC Rockets musste sich in Augsburg verdient mit 6:9 geschlagen geben, „Boss“ Thomas Böttcher beklagt ein Leistungsloch nach dem Coup auf internationaler Ebene.

TV Augsburg -
SHC Wohnbau Rockets 9:6

Drittel: 3:1, 5:2, 1:3.
Tore: 1:0 Dotterweich (10.), 1:1 Dreyer (11.), 2:1 Gläsel (13.), 3:1 Becherer (17.), 4:1 Gläsel (24.), 5:1 Hnida (27.), 6:1 Dotterweich (28.), 7:1 Hnida (29.), 7:2 Hüsken (30.), 8:2 Fettinger (34.), 8:3 Albrecht (40.), 9:3 Girsig (43.), 9:4 Dreyer (45.), 9:5 Nieberle (53.), 9:6 Albrecht (59./Penalty).
Strafminuten: TVA: 10. – SHC: 4.
Zuschauer: 150

Die Hockeyskater der SHC Rockets haben durch das 6:9 beim TV Augsburg den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz der Ersten Bundesliga verpasst. Die Essener kassierten eine verdiente Niederlage, „vor allem im Mitteldrittel lief bei uns fast gar nichts zusammen“, kommentierte der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher.

Es war einer der Hauptgründe für die Pleite: Den Zwei-Tore-Rückstand (1:3) nach dem ersten Abschnitt hätten die Essener noch verhältnismäßig leicht verdauen können. Schließlich spielten die Raketen zunächst recht ordentlich mit, und mit ein wenig mehr Fortune hätten sie zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht einmal nicht zurückgelegen. Doch anstatt im zweiten Durchgang die Wende einzuläuten, brachen die Rockets regelrecht ein. 4:1, 5:1, 6:1, 7:1 – in nur zehn Minuten zogen die Augsburger nach dem Wiederbeginn auf und davon und sorgten somit für eine frühe Vorentscheidung. „Die Augsburger war gar nicht mal so stark wie erwartet, bei uns war aber zu viel Sand im Getriebe“, befand Thomas Böttcher.

Nur noch Ergebniskosmetik

Einzig ein wenig Ergebniskosmetik konnte der SHC noch betreiben, die Wende gelang freilich nicht mehr. „Seit dem Europapokal-Sieg (der Pokalsieger, Anm.d.Red.) scheint ein wenig die Luft raus zu sein und wir rufen nicht mehr unser gesamtes Potenzial ab“, ärgerte sich Böttcher. „Wir müssen zusehen, dass wir aus diesem Leistungsloch schnell wieder herauskommen. Schließlich beginnen bald die entscheidenden Wochen.“

Wie das funktioniert haben, die Augsburger den Essenern beim direkten Duell quasi vorgemacht. Denn der TVA hatte nach seinem Europacup-Triumph (der Landesmeister) in der Bundesliga sogar vier Niederlagen am Stück hinnehmen müssen. Jetzt aber scheinen die Süddeutschen wieder in die Spur gefunden zu haben. Aus Sicher der Rockets hätten die Gastgeber damit ab gerne noch bis zum nächsten Spiel warten können.