Rockets lassen auch Berlin keine Chance

Lars Wegener und die Rockets haben wieder einen großen Schluck aus der „Erfolgspulle“ genommen.
Lars Wegener und die Rockets haben wieder einen großen Schluck aus der „Erfolgspulle“ genommen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Essener spielen einen souveränen 10:6-Erfolg gegen die Buffalos heraus. Jetzt stehen wegweisende Wochen an.

SHC Wohnbau Rockets -
Berlin Buffalos 10:6

Drittel: 4:1, 3:2, 3:3.
Rockets-Tore: Schneider (4), L. Wegener (3), Dreyer, Pfaff, Pakmor.

Die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets bleiben ärgster Verfolger von Spitzenreiter TV Augsburg in der Skaterhockey-Bundesliga. Beim 10:6 gegen die Berliner Buffalos feierten die Essener im zehnten Saisonspiel den neunten Erfolg.

Der Zweite gegen den Letzten, Tormaschine gegen Scheunentor. Die bloßen Zahlen ließen für das Spiel gegen Berlin wahrlich keinen Krimi erwarten. Doch weil dem SHC gleich fünf seiner Leistungsträger fehlten, hatte der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher im Vorfeld der Partie davor gewarnt, den noch sieglosen Widersacher zu unterschätzen. Zudem sollten sich nun all diejenigen Akteure beweisen, die zuvor eher im zweiten Glied gestanden hatten.

Damian Schneider mit starkem Comeback

Dieser Forderung folgend gingen die Rockets in heimischer Halle vom Start weg engagiert zur Sache. Auch weil sich Damian Schneider mit vier Treffern bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause als überraschend gut in Schuss erwies, lag der SHC nach dem ersten Drittel klar mit 4:1 vorne. Und nach den ersten fünf Minuten des Mittelabschnitts waren beim Stand von 6:1 auch die letzten Zweifel am eigenen Erfolg schon beseitigt. „Der Anfang hat definitiv gepasst, aber insgesamt haben wir es dann doch unnötig spannend gemacht. Anstatt den Deckel drauf zu machen, haben wir die Berliner noch viel zu lange im Spiel gelassen“, bemängelte allerdings „Boss“ Thomas Böttcher. Denn den Raketen gelang es trotz des frühen Vorsprungs nicht, die Berliner komplett kaltzustellen. In ernsthafte Gefahr geriet der Sieg des SHC allerdings auch so nicht.

Um für die nun anstehenden harten Prüfungen im Rhythmus zu bleiben, nehmen die Essener am kommenden Wochenende am internationalen Summer-Cup der Düsseldorf Rams teil. Danach geht es dann gegen den HC Köln-West (30. Mai), den Tabellendritten Iserlohn (4. Juni) und Spitzenreiter Augsburg (20. Juni).

Wegweisende Spiele

Als „wegweisend“ bezeichnet Thomas Böttcher die Begegnungen mit den anderen Teams aus dem oberen Drittel. Der Respekt vor der Konkurrenz ist groß, doch das eigene Selbstvertrauen hat ebenfalls stattliche Ausmaße erreicht. Möglich ist vieles für den SHC. Vor allem, wenn die gegen Berlin noch ausgefallenen Leistungsträger ins Team zurückkehren.