Rockets laden Teams aus vier Nationen zum Pokalsieger-Turnier

Die Wohnbau Rockets gewannen zuletzt das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Iserlohn mit 9:8: (v.l.) Damian Schneider, Jan-Niklas Pietsch, Danny Albrecht und Dominik Luft.
Die Wohnbau Rockets gewannen zuletzt das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Iserlohn mit 9:8: (v.l.) Damian Schneider, Jan-Niklas Pietsch, Danny Albrecht und Dominik Luft.
Foto: WAZ FotoPool
Die Rockets gehen mal wieder international auf die Rolle und brauchen dabei noch nicht einmal in die Ferne zu schweifen. Das Europapokal-Turnier der Pokalsieger im Skaterhockey findet am Wochenende in der Rollsport-Arena an der Raumerstraße in Frohnhausen statt.

Die Rockets gehen mal wieder international auf die Rolle und brauchen dabei noch nicht einmal in die Ferne zu schweifen. Das Europapokal-Turnier der Pokalsieger im Skaterhockey findet am Wochenende in der Rollsport-Arena an der Raumerstraße in Frohnhausen statt. Die Essener als deutscher Pokalsieger sind Gastgeber, auch weil sie in diesem Jahr ihren 30.Geburtstag feiern. Also ein schönes Geschenk vom Internationalen Verband (IISHF), das sich die Rockets allerdings auch hart erarbeiten müssen.

Die Wohnbau Rockets sind mittlerweile der zweitälteste Skaterhockey-Klub Deutschlands, mit rund 400 Mitgliedern zählen sie zu den ganz Großen in Europa. Doch daheim sind sie halt auch nur Randsportler, zwar überaus erfolgreich, aber ein bisschen exotisch. Was das Überleben schwierig macht in dieser ohnehin nicht gerade üppig bestellen Sponsorenlandschaft dieser Stadt. Und dann ein solches Event zu stemmen, das ist zweifelsohne eine Herausforderung für Rockets-Chef Thomas Böttcher. Immerhin, er hat in „Stauder“ einen Hauptsponsor gefunden, dessen Name nun ganz groß auf dem eigens kreierten EC-Trikot prangt.

„Das waren verdammt intensive Wochen“, atmet Böttcher durch. In seinem Job hat der Unternehmer zuletzt wenig geschafft. Gemeinsam mit Brigitte Noltin und Lars Koppelberg (Finanzen) sowie etlichen rührigen Händen haben sie geplant, organisiert und die Arena präpariert. Was nicht ganz einfach war. Weil die Halle nebenan geschlossen ist (Renovierung), fehlten Kabinen und Toiletten. Also weicht der Klub auf die benachbarte Platzanlage aus. Die Kosten für mobile Container hätten das Budget gesprengt. Bei der Suche nach Tribünen hat der Etuf geholfen. Kontaktfrau war hier Sportwartin Sabine Schmitz, die mit ihrer Tennis Marketing ja schon vor zwei Jahren die Bundesliga-Saison der Skater mitfinanziert hatte.

Die Organisation ist die eine Seite, das Sportliche die andere. „Wir werden eine starke Mannschaft stellen“ versichert Böttcher. Und nach dem jüngsten 9:8-Heimsieg in der Liga über Iserlohn sind die Rockets Tabellenführer. Die Form scheint zu stimmen. Und um sich in Ruhe auf den Europacup einstimmen zu können, hatten sie die Pflicht um einige Tage vorverlegt.

Neun Teams sind dabei, drei aus der Schweiz, jeweils eine aus Dänemark und Österreich sowie die vier deutschen Pokal-Halbfinalisten. „Wir wollten keine abgespeckte Form des Turniers“, begründet Böttcher die Maßnahme, das Teilnehmerfeld mit nationalen Mannschaften aufzufüllen. 40 Spiele werden es am Ende sein, die Spielzeit verkürzt auf 2x15 Minuten. Die Tageskarte kostet fünf Euro.

Zu den Favoriten zählen wie gewohnt die Schweizer. Der SHC Bienne Seelanders hat zuletzt dreimal in Folge den Pott mit nach Hause genommen. Aber was möglich ist in einem solchen Turnier, haben die Essener 2011 gezeigt. Beim Europapokal der Meister hatten die Rockets als Ausrichter in der Eissporthalle am Westbahnhof eine Wildcard erhalten und ein packendes Finale nach Verlängerung gegen den englischen Meister mit 6:5 gewonnen.