Rockets haben EC-Kür im Kopf, aber Pflicht gegen Iserlohn vor der Brust

Rockets-Chef Thomas Böttcher (Mitte) präsentiert mit  Frank Skrube (l, Wohnbau), und Frank Isert (Stauder) das Europacup-Trikot.
Rockets-Chef Thomas Böttcher (Mitte) präsentiert mit Frank Skrube (l, Wohnbau), und Frank Isert (Stauder) das Europacup-Trikot.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Pflicht vor Augen und die Kür im Sinn. Obwohl sich die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets auf das Spitzenspiel gegen die Samurai Iserlohn an diesem Donnerstag fokussieren müssen, geistert bereits der Europapokal-Auftritt durch die Köpfe.

Die Pflicht vor Augen und die Kür im Sinn. Obwohl die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets mit aller Macht versuchen, den Blick auf das Spitzenspiel gegen die Samurai Iserlohn an diesem Donnerstag (17 Uhr, Raumerstraße) zu richten, geistert im Hinterkopf bereits der nahende Europapokal der Pokalsieger umher. Vom 12.-14. Juni sind die Essener Ausrichter des internationalen Kräftemessens, und mittlerweile haben sie auch das eigens für diesen Wettbewerb kreierte Trikot präsentiert.

„Natürlich fiebern wir dem Europapokal der Pokalsieger Turner entgegen, aber wir dürfen uns davon nicht ablenken lassen. Schließlich haben wir mit neun Siegen aus den ersten elf Begegnungen einen tollen Saisonstart hingelegt und wollen unsere Situation als Tabellenzweiter weiter festigen“, erklärt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher.

Das wird gegen die Samurai Iserlohn allerdings alles andere als einfach. Denn erst kürzlich dokumentierten die Iserlohner mit Platz zwei beim Herren-Europacup in Givisiez (Schweiz) ihre außergewöhnliche Klasse. Zudem eilt der Deutsche Meister von 2013 zurzeit auch in der Bundesliga von Sieg zu Sieg. Als Tabellendritter haben die Samurai lediglich drei Zähler Rückstand auf die Raketen, und das auch nur, weil sie bisher eine Partie weniger ausgetragen haben.

Rockets wollen unter die ersten Vier

Als Ziel geben die Rockets auch weiterhin einen der ersten vier Plätze nach der regulären Meisterrunde an, und momentan liegen sie exzellent auf Kurs. „Allerdings müssen wir auch gegen die anderen Top-Teams unsere Punkte holen, denn ansonsten könnte es schnell zwei, drei Platze nach unten gehen, und schon wäre das Heimrecht im ersten Playoff-Spiel dann wieder futsch“, so Thomas Böttcher.

Von Vorteil für die Raketen ist es, dass sich die personelle Situation im Vergleich zur 5:6-Niederlage in Köln vom vergangenen Wochenende wieder etwas entspannt hat. So fallen gegen Iserlohn „nur“ noch Jan Barta, Benni Hüsken und Michél Ackers aus. Ansonsten aber ist das Team komplett. „Von daher können wir sicherlich etwas aufatmen, aber wir müssen auch zusehen, dass wir unsere Qualität und unser Potenzial entsprechend abrufen“, meint Böttcher.

Und so wollen die Raketen mit einem Sieg gegen Iserlohn beweisen, dass sie auch mit den ausgemachten Titelfavoriten mithalten können, damit sie sich danach mit entsprechendem Selbstvertrauen auf den Europapokal der Pokalsieger konzentrieren können.