Pierre Kracht stürmt für Moskitos

Christian Wendler startet mit den Moskitos in die nächste Runde.
Christian Wendler startet mit den Moskitos in die nächste Runde.
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Was wir bereits wissen
An diesem Freitag startet Eishockey-Oberligist ESC Moskitos in die Verzahnungsrunde mit der Oststaffel. Gegner um 20 Uhr in der Eishalle am Westbahnhof ist allerdings zunächst ein altbekanntes Team: Die Bären aus Neuwied kommen. Neu ist allerdings Pierre Kracht, der erstmals für die Moskitos stürmen wird.

An diesem Freitag starten die Moskitos in die Verzahnungsrunde mit der Oststaffel. Gegner um 20 Uhr in der Eishalle am Westbahnhof ist allerdings zunächst ein altbekanntes Team: Die Bären aus Neuwied kommen. Für den Essener Eishockey-Oberligisten ist das Erreichen der nächsten Stufe – verbunden mit dem Klassenerhalt – schon ein großer Erfolg - nach langen Jahren des Scheiterns. Von einem „Zubrot“ spricht ESC-Goalie Christian Wendler. Das dürfe man allerdings nicht mit dem olympischen Motto verwechseln: Dabei sein ist im Falle der Moskitos eben nicht alles.

Die Essener haben sich einiges vorgenommen. Natürlich sind da die personellen Probleme. „Jeder Spieler ist wichtig, egal aus welcher Reihe“, findet der Torhüter. Und: „Entsprechend fehlt uns jeder Spieler, der nicht mitwirken kann.“ Aber pünktlich zur nächsten Runde haben die Moskitos in Pierre Kracht (29) einen neuen Stürmer verpflichtet. Er kommt wie Mannschaftskollege Marc Hemmerich, von den Nordhorner Rittern und stand u.a.schon für Hamm, Dortmund oder auch Iserlohn auf dem Eis.

Die Moskitos haben Ziele: Die ersten beiden Plätze der anstehenden Verzahnungsrunde bedeuten die Qualifikation für die Oberliga-Playoffs um den Aufstieg in die Zweite Liga, Mannschaften aus dem Norden und vor allem dem Süden kommen dann hinzu. Für den ESC ein großes, aber ein erreichbares Ziel, wenn es nach Wendler ginge. Die Hauptrunde im Westen habe gezeigt, zu was die Mannschaft in der Lage ist, findet der 25-Jährige. Probleme habe man nur in Neuwied gehabt, weniger zu Hause. „Die drei am grünen Tisch abgezogenen Punkte haben ja nichts mit der sportlichen Leistung zu tun.“ Gegen den hoch eingeschätzten Herner EV feierten die Moskitos drei Siege, „sogar dem souveränen Spitzenreiter Duisburg haben wir vier Punkte abgenommen. Warum sollten wir gegen Erfurt oder Leipzig chancenlos sein?“

Der Schlussmann war Teil eines Entwicklungsschrittes, den der ESC schon vor dem ersten Bully der Saison vollziehen konnte. Die sportliche Leitung hatte Leistungsträger halten (Beispiel Kapitän Jan Barta), in Frank Gentges einen ehrgeizigen Trainer verpflichten und weitere Leistungsträger für sich gewinnen können. Dazu gehört neben Branislav Pohanka oder anderen – eben auch Christian Wendler. An ihm hatte der ESC offenbar schon länger Interesse, wie Wender verrät. „Ich war sehr froh, als es geklappt hat. Die Moskitos können eine ganz andere Infrastruktur bieten als vieleanderen Konkurrenten, haben eine Fanbasis und sind nach der Insolvenz im Aufwind.“

Untermauert werden müsse diese Entwicklung aber immer auch mit sportlichem Erfolg. „Ich glaube, da haben wir in den vergangenen Monaten ganz gute Arbeit geleistet.“ Aber es soll ja noch weitergehen.