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Skaterhockey

Personalnot, aber Rockets müssen spielen

01.06.2012 | 20:52 Uhr
Personalnot, aber Rockets müssen spielen
SHC Rockets - HC Koeln West 4:4 Benjamin Handrich (Rheinos), Pierre Klein (Rockets), Marc Baumgarth (Rheinos) Michael Gohl / WAZ FotoPool

Trotz elf verletzter Spieler und einiger beruflich bedingter Ausfälle muss der Skaterhockey-Bundesligist SHC Rockets an diesem Samstag (18 Uhr) beim TV Augsburg antreten. Aufgrund der argen Personalnöte hatten die Essener versucht, die Begegnung neu terminieren zu lassen, doch der Verband lehnte den Antrag ab. „Angesichts der Situation hätte ich deutlich mehr Fingerspitzengefühl erwartet“, sagt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher. Auf ihr schriftliches Ersuchen hätten die „Raketen“ lediglich einen Anruf des Spielleiters erhalten, der ihnen erklärte, dass sie ja Spieler aus der zweiten Mannschaft hochziehen könnten. „Allerdings spielt unsere Zweite zeitgleich in Waltrop und benötigt im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt. Daher ist das keine Alternative“, meint Böttcher.

Es droht ein Ordnungsgeld

Bis gestern standen den Rockets für den Vergleich mit dem amtierenden Deutschen Meister lediglich fünf Feldspieler und kein einziger Torhüter zur Verfügung. Die Regel besagt allerdings eine Mindeststärke von zehn (Feld) plus zwei (Tor). Für jeden Spieler weniger wird ein Ordnungsgeld fällig.

„Wir haben alles zusammengesucht, was irgendwie die Rollen unterschnallen kann und kommen nun auf sieben plus eins“, berichtet Böttcher. Zudem reisen zwei weitere Spieler mit, die sich im Trikot auf die Bank setzen werden. Trotzdem werden die Essener letztlich eine Strafe zahlen müssen. „Das Finanzielle ist ein Aspekt, das Sportliche ein anderer“, sagt Böttcher. „Aus unserer Sicht ist unter den vorliegenden Umständen kein regulärer Wettbewerb möglich. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so großes Verletzungspech hatten.“

Titelverteidiger ist Maß aller Dinge

Der Ausgang der Partie dürfte damit vor dem ersten Bully feststehen, und für die Rockets wird es wohl nur darum gehen, die zu erwartende Niederlage in halbwegs erträglichen Grenzen zu halten. Schließlich sind die Augsburger auch in dieser Saison wieder das Maß aller Dinge im nationalen Skaterhockey. Und mit acht Siegen aus neun Partien haben sie ihre Ausnahmestellung bisher eindrucksvoll untermauert.

Von Christian Schwarz

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