Parmentier siegt am Zeißbogen

Siegerehrung Ladies Open 2015
Siegerehrung Ladies Open 2015
Foto: Dieter Meier
Was wir bereits wissen
In einem hart umkämpften Finale besiegt sie die Schweizerin Viktorija Golubic nach drei spannenden Sätzen. Fortsetzung im kommenden Jahr.

Das Endspiel war der krönende Abschluss eines perfekten Turniers. Mit einem Sieg von Pauline Parmentier endete die dritte Auflage der Bredeney Ladies Open nach sieben Tagen auf der Anlage am Zeißbogen. Die 29-Jährige nahm die Siegesprämie, den Pokal und 60 Weltranglistenpunkte mit nach Paris.

Am Dienstag geht Pauline Parmentier nach nur zwei Tagen Ruhepause in das nächste Turnier. „Es war eine tolle Veranstaltung. Ich habe mich auf dieser Anlage sehr wohl gefühlt“, lobte die an Position eins gesetzte Französin den Bredeneyer Ausrichter. Das Organisationsteam um den Sportdirektor Torsten Rekasch und Isolde Dehmel brachte das mit 25 000 US Dollar ausgestattete ITF-Turnier problemlos über die Bühne.

Pauline Parmentier, zu Beginn des Events auf Rang 94 der Weltrangliste platziert, rechtfertigte mit dem 3:6, 7:6, 6:3-Erfolg im Finale gegen Viktorija Golubic ihre Favoritenstellung. Der Weg ins Endspiel war allerdings sehr „steinig“. Gegen die Tschechin Katerina Kramperova (Rang 450) und die Qualifikantin Laura Schader (523) gewann sie zwar in zwei Sätzen, hatte jedoch im ersten Durchgang mit jeweils 7:5 einige Mühe. Nach ihren Dreisatz-Erfolgen gegen die US-Amerikanerin Bernarda Pera (303/ 3:6, 6:1, 7:5) und die Tschechin Katerina Vankova (245/ 6:1, 3:6, 6:2), musste sie im Endspiel erneut ihre starke Physis unter Beweis stellen.

Regen sorgt für Unterbrechung

Die Schweizerin Viktorija Golubic (241), im Vorjahr noch beim Regionalligisten Marienburg Köln unter Vertrag, glänzte nach ihren überzeugenden Siegen gegen Nina Zander (316), Amra Sadikovic, Susanne Celik (261) und die starke Martina Borecka (348) auch im ersten Satz des Finales. Taktisch hervorragend eingestellt, ging sie den von Pauline Parmentier vorgelegten hohen Druck problemlos mit, brachte außerdem mit Tempowechseln die Französin in Verlegenheit und gewann den ersten Satz nach einem 0:2-Rückstand verdient mit 6:3. Ein Regenschauer, der einzige während des Turniers, sorgte für eine einstündige Unterbrechung. Der zweite Durchgang verlief auf Augenhöhe. Nachdem Golubic beim 6:5 ihren Matchball nicht nutzte, kämpfte sich die athletische Pauline Parmentier zurück, gewann den Tiebreak und spielte im entscheidenden dritten Satz ihre größeren Kraftreserven aus.

Viktorija Golubic, den Sieg greifbar nahe, war enttäuscht: „Ich hab ein sehr gutes Turnier gespielt. Im Finale hat dann Pauline letztlich doch die entscheidenden Punkte gemacht.“

Schweizerin hatte einen Matchball

Ein wenig Trost brachte der Erfolg in der Doppelkonkurrenz. Zusammen mit ihrer Partnerin Nicola Geu­er (GW Ratingen) gewann sie das Endspiel gegen die an eins gesetzten Carolin Daniels (TC Bredeney) und der für Waldau Stuttgart spielenden Düsseldorferin Antonia Lottner locker mit 6:3, 6:3.

Der Bredeneyer Sportmanager Torsten Rekasch war mit der dritten Auflage des Damenturnieres hoch zufrieden: „Es war noch einmal eine deutliche qualitative Steigerung zu den beiden ersten Turnieren.“