Niederwenigern und Mintard sind reif für den großen Wurf

Weist die Favoritenrolle von sich: Niederwenigerns Trainer Jürgen Margref.l
Weist die Favoritenrolle von sich: Niederwenigerns Trainer Jürgen Margref.l
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eine Neuauflage des Kreispokalfinales Südost von 2013 ist auch in Essen nicht illusorisch.

Seit der ersten Auflage der Essener Hallenstadtmeisterschaften im Jahr 1995 trugen sich 13 unterschiedliche Vereine in die Siegerliste ein – alle aus Essen, versteht sich. In diesem Jahr könnte sich allerdings zum ersten Mal ein Verein die Hallenkrone aufsetzen, der geografisch außerhalb von Essen liegt. Denn nach den Eindrücken der Zwischenrunde ist sowohl dem Hattinger Landesligisten SF Niederwenigern als auch dem Mülheimer Bezirksligisten BW Mintard der Titel zuzutrauen.

Seit jeher ist es ein Kuriosum. Beide Vereine spielen nicht im Essener Stadtgebiet, gehören aber zum Essener Fußballkreis Südost und nehmen deshalb an den Essener Hallenstadtmeisterschaften teil. Und nachdem sich beide Vereine in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelten, könnte jetzt die Zeit für den großen Wurf reif sein.

Mintard und Niederwenigern gehörten in der Zwischenrunde zu den spielstärksten Teams. Wobei es Niederwenigern nie an der Technik mangelte, wie Trainer Jürgen Margref sagt: „In den vergangenen Jahren hatten wir in den entscheidenden Phasen Probleme, wenn es körperbetonter zuging. Da mussten wir Lehrgeld bezahlen. Aber jetzt ist die Mannschaft ein Jahr weiter.“ Als Favorit auf den Titelgewinn sieht Margref sein Team trotzdem nicht: „Es gibt sicherlich andere Teams, die dafür in Frage kommen.“ Der ehemalige RWE-Profi denkt dabei insbesondere an Regionalligist FC Kray.

Mit dem FC Kray wird Mintard bereits in seiner Gruppe der Endrunde Bekanntschaft machen. Weshalb Trainer Marco Guglielmi eine Favoritenrolle von sich weist. Allerdings sagt Guglielmi: „Wenn wir genauso konzentriert spielen wie in der Zwischenrunde, sind wir schwer zu schlagen. Mit dem Torwartspiel und unserer Defensivleistung war ich sehr zufrieden.“ Torwart Lars Zabinski ist am Finalwochenende allerdings beruflich verhindert. Trotzdem hofft Guglielmi auf das Erreichen der Finalrunde am Sonntag. „Auf dem Papier müssten wir in der Gruppe Zweiter werden.“

Und am Finaltag ist bekanntlich alles möglich – auch eine Neuauflage des Kreispokalfinales Südost von 2013. Damals lautete die Paarung Niederwenigern gegen Mintard.